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STADTWERKE:
Gläubiger der Stadtwerke Gera fordern Millionen zurück
Die Gläubiger der insolventen Holding der Stadtwerke Gera AG und der Verkehrsbetriebe GmbH haben Forderungen von rund 166 Mio. Euro angemeldet.
 
Davon entfallen laut Agenturinformationen 126 Mio. Euro auf die Holding. Das wurde nach einem Prüftermin am Amtsgericht am 25. Februar bekannt. Anfang Oktober 2014 war das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Andere kommunale Unternehmensteile der Stadtwerke Gera wie etwa der Bereich der Energieversorgung sind von dem Insolvenzverfahren nicht betroffen. Insolvenzverwalter Michael Jaffé werde die Forderungen nun prüfen, teilte der Sprecher des Insolvenzverwalters auf Nachfrage von E&M powernews am 26. Februar mit. Derzeit seien die Forderungen daher weder festgestellt noch anerkannt. Zudem sei nicht auszuschließen, dass weitere Forderungen gestellt werden. Aus diesen Gründen stehe die endgültige Summe noch nicht fest, teilte der Sprecher weiter mit.

Bereits seit November vergangenen Jahres werden Kaufinteressenten für die Geraer Wohnungsbaugesellschaft (GWB) mit rund 7 000 Wohnungen gesucht. Jaffé will Beteiligungen veräußern, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Daseinsvorsorge stehen. Nach Informationen des Sprechers haben sich für die GWB mehrere Interessenten gemeldet. Auch für die Verkehrsbetriebe werden Investoren gesucht. Das Interessensbekundungsverfahren dazu läuft noch bis 13. März.

Der Münchener Rechtsanwalt Jaffé war bereits mit dem vorläufigen Insolvenzverfahren betraut worden. Durch ihre Finanzprobleme hatten die Stadtwerke Gera rund 230 Mio. Euro Schulden angehäuft. In den vergangenen Jahren waren Defizite in anderen Bereichen von Überschüssen aus dem Energiebereich ausgeglichen worden. Nachdem die Stadtwerke auf ihr Gaskraftwerk eine Millionenabschreibung vornehmen mussten, habe es aber keine Rücklagen für einen Krisenfall gegeben.

Darüber hinaus sieht sich auch die Stadt Gera, selbst hoch verschuldet, mit Forderungen konfrontiert. Banken fordern 5,5 Mio. Euro zurück, weil die Stadt 2009 über eine Patronatserklärung für den klammen Stadtwerkeverbund gebürgt hatte. Nach Informationen der Stadt laufen immer noch Verhandlungen mit dem Land Thüringen über entsprechende Bedarfszuweisungen und Liquiditätshilfen. In diesem Jahr rechnet die Stadt Gera mit einem Haushaltsloch von rund 12 Mio. Euro, im vergangenen Jahr betrug das Defizit knapp 9 Mio. Euro, wie Gera kürzlich mitteilte.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Freitag, 27.02.2015, 09:57 Uhr

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