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IT:
Gasag testet Blockchain
Der Berliner Energieversorger Gasag lässt erneuerbaren Strom aus eigenen Anlagen über eine Blockchain-Plattform vermarkten und kooperiert dafür mit dem Start-up Lition.
 
Dezentral erzeugter Strom aus Biogas- und Photovoltaikanlagen des Berliner Energieversorgers Gasag kann jetzt direkt über die Energiebörse des Start-ups Lition bezogen werden. Die digitale Plattform basiert auf der Blockchain-Technologie. Lition verbinde Stromverbraucher und Erzeuger auf direktem Weg, teilte die Gasag mit.

Durch die Technologie könnten sich Verbraucher einen Erzeuger ihrer Wahl aussuchen, erläutert Lition-Geschäftsführer Richard Lohwasser. Produzenten von Solar-, Wasser- und Windstrom erhielten direkt Geld aus der Vermarktung. „Unsere Blockchain-Technologie ist weltweit als einzige bereits real in einem Massenmarkt im Einsatz. Seit dem Start im Mai liefern wir heute schon grünen Strom an Kunden in über zehn Städten“, berichtet Lohwasser.

Die Zusammenarbeit zwischen Gasag und Lition ist erst einmal auf einige wenige Erzeugungsanlagen des Versorgers beschränkt. Wenn sich das Pilotprojekt als erfolgreich erweise, könnten weitere Anlagen eingebunden werden, sagte eine Gasag-Sprecherin. Neben Biogas- und Photovoltaikanlagen auch KWK-Anlagen oder Windräder.

Die Kooperation mit Lition bezieht sich indes nicht nur auf die Verbindung der Erzeugungsanlagen mit Stromverbrauchern, sondern auch auf Abrechnung und Service. „Wir freuen uns, dass wir eine sehr fruchtbare Kooperation mit Lition haben und neben Unterstützungsfunktionen im Service und nachhaltigen Erzeugungsbereich auch sehr viel von dem Start-up lernen“, erklärte Gasag-Vertriebsvorstand Matthias Trunk.

In den eigenen Vertrieb eingebunden hat die Gasag den neuen Vermarktungsweg noch nicht. Man wolle erst sehen, wie das Angebot ankomme, so die Sprecherin. Wenn es erfolgreich ist, sehe die Gasag auch die Möglichkeit, sich an Lition zu beteiligen.
 
 
 
 

Peter Focht
Redakteur
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Mittwoch, 08.08.2018, 15:30 Uhr

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