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KWK:
Förderung für Kieler Gaskraftwerk weiter offen
Die Stadt Kiel hofft weiter auf mögliche Fördermittel des Bundes für KWK-Anlagen, um ihr geplantes Gaskraftwerk realisieren zu können. Eine konkrete Förderzusage lässt aber weiter auf sich warten.
 
Am 22. April war Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig gemeinsam mit Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer eigens zu Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nach Berlin gereist, um Fragen einer möglichen KWK-Förderung zu erörtern. Im Anschluss an das Gespräch mit seinen Parteigenossen war Gabriel in Agenturmeldungen mit den Worten „natürlich werden wir das fördern“ zitiert worden. Daraus lasse sich aber keine Förderzusage ableiten, betonte ein Sprecher der Stadt Kiel gegenüber E&M Powernews. Dennoch sei Oberbürgermeister Kämpfer nach dem Gespräch in Berlin zuversichtlich. Er hoffe, dass noch rechtzeitig vor der nächsten Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke Kiel AG eine Entscheidung falle.

Die Stadtwerke Kiel wollen an der Förde ein 200-MW-Gaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung als Ersatz für einen Steinkohleblock im benachbarten Gemeinschaftskraftwerk errichten. Dem innovativen Konzept zufolge soll das neue KWK-Kraftwerk mit mehreren Gasmotoren ausgestattet werden, um den Strom- und Wärmebedarf in der Landeshauptstadt bedarfsgerecht erzeugen zu können. Die Mehrheitsgesellschafterin der Stadtwerke, die Mannheimer MVV Energie AG, will sich an den Investitionen in Höhe von rund 300 Mio. Euro aber nicht mehr mit einer notwendigen Erhöhung des Eigenkapitals beteiligen. Im Sommer 2014 hatte MVV daraufhin ihre Beteiligung von 51 % an den Stadtwerken Kiel der Landeshauptstadt zum Kauf angeboten. Die Verhandlungen zwischen der Stadt und MVV dauern laut dem Stadtsprecher weiterhin an.

Die Stadtwerke Kiel wollen indes mit dem Bau des Gaskraftwerks im kommenden Jahr beginnen und die Anlage zum 1. Oktober 2018 in Betrieb nehmen, erklärte ein Stadtwerke-Sprecher auf Nachfrage. Ende 2018 läuft dann auch die Fernwärmeoption für das gemeinsam mit Eon betriebene Kohlekraftwerk ab, wofür die Kieler Stadtwerke Ersatz benötigen.

Im Bundesumweltministerium wird derweil weiter an der Novellierung des KWK-Gesetzes gearbeitet. Dabei geht es auch um geplante Änderungen bei der KWK-Förderung. Der Bund möchte künftig vor allem Bestandsanlagen unterstützen, damit Stadtwerke auch weiterhin ihre derzeit defizitären KWK-Anlagen am Netz halten können, hatte Gabriel laut Agenturmeldungen unterstrichen. Neue Anlagen sollen in begrenztem Umfang gefördert werden. Gabriels Aussagen wecken an der Förde nun die Hoffnung dass es für das Neubau-Projekt eine Förderung geben wird, denn es handelt sich ja um den Ersatz eines Kohlekraftwerks.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Donnerstag, 23.04.2015, 16:20 Uhr

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