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Bild: Fotolia.com, Dark Vectorangel
STROMSPEICHER:
Fallende Speicherkosten
Nach Berechnungen des Solar Clusters Baden-Württemberg stehen Solarstromspeicher unmittelbar vor der Wirtschaftlichkeit.
 
Bis Ende 2018, wenn das derzeitige KfW-Programm für Solarstromspeicher ausläuft, könnte sich der Kauf einer Batterie für Haushaltskunden auch ohne staatliche Förderung lohnen. Zu diesem Schluss kommt das Solar Cluster Baden-Württemberg - ein Verein, der derzeit rund 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen über die gesamte solare Wertschöpfungskette hinweg vernetzt und Lobbyarbeit für den Ausbau der Solarenergie im Ländle betreibt.

In den vergangenen zwölf Monaten seien die Kosten für PV-Batteriespeicher durchschnittlich um mehr als 10 % gefallen, sagt Carsten Tschamber. „Im ersten Quartal 2017 lagen sie teilweise bei nur noch rund 1 150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität“, so der Geschäftsführer des Solar Clusters. Die Kosten für die Installation sind dabei einkalkuliert. Und bis zum Ende des kommenden Jahres könne es eine Reduktion um weitere 20 % geben.

Die Grenze, unter der die Kleinspeicher profitabel werden, zieht Tschamber bei 1 000 Euro. Zwar gelte es nicht für alle am Markt befindlichen Speichersysteme, doch einige würden diese Grenze auch bei Abzug der KfW-Förderung schon unterschreiten. Spätestens 2018 könne dies aber bei einer Mehrzahl der PV-Batterien der Fall sein. Dann rechnet das Solar Cluster mit Speicherstrompreisen für einen Betreiber von rund 18 Cent pro Kilowattstunde. Bei einer auf 20 Jahre ausgelegten Betriebsdauer und der Annahme einer moderaten Steigerung der Haushaltsstrompreise werde dann die Kilowattstunde Solarstrom aus dem Speicher weniger als der Bezug vom Energieversorger kosten. Nach dem Auslaufen der EEG-Einspeisevergütung werde die Maximierung des Eigenverbrauchs mit PV-Anlage und Speichern besonders lohnenswert und werde dem Speichermarkt einen Schub verleihen.

Vor diesem Hintergrund verweist das Solar Cluster auf einen grundsätzlichen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Speicher im Markt und den Kosten: Bei einer Verdopplung der Speicher sinken die Kosten um 20 %. In den Jahren 2014 und 2015 seien die Systempreise für Lithiumspeicher pro nutzbare Kilowattstunde um jeweils 18 % gefallen. Für das vergangene Jahr gehen die Veranstalter der Speichermesse EES in München, die im Rahmen der Intersolar stattfindet, von einem Rückgang um 15 % aus.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) geht davon aus, dass bislang rund 60 000 Speicher installiert sind und prognostiziert bis Ende 2018 einen Anstieg auf 100 000 Batterien. Das Potenzial für weiteres Wachstum schätzt er hoch ein, da es derzeit bundesweit rund 1,6 Millionen Solarstromanlagen gibt.
 

Fritz Wilhelm
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Freitag, 12.05.2017, 17:16 Uhr

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