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Gemeinsam Strom erzeugen, speichern und verbrauchen: Im privaten, gewerblichen und kommunalen Bereich ginge noch viel mehr, so ein Forschungsprojekt zu Energiegemeinschaften.
Energiegemeinschaften. Wie, bitte? Unkenntnis und Erklärungsbedarf, wie durch diese Frage ausgedrückt, stehen einem deutlichen Zuwachs von Energiegemeinschaften entgegen. Dies ist ein Ergebnis von Workshops, die im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „RENvolveIT“ in fünf Regionen stattgefunden haben.
Die besonders in Österreich unter dem Begriff Energiegemeinschaften geführten Privatbündnisse würden weiteren Zulauf erhalten, sofern größere Klarheit und simplere Prozesse Menschen den Weg zu ihnen erleichterten. Das schließt die Power Solution Energieberatung GmbH, Umsetzungspartner von Renvolveit in Österreich, aus den Workshops. Zwei davon veranstaltete das Unternehmen in Köln und Mainkofen (Bayern).
Die Idee der Energiegemeinschaften reicht grundsätzlich von gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen über Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften bis hin zu Bürgerenergiegemeinschaften – und benötigt in der untersten Stufe nicht mehr als zwei Partner. In Österreich belief sich die Anzahl der Gemeinschaften Ende vergangenen Jahres auf 6.500.
Bei den jeweiligen Interessengruppen unterscheiden sich die Hindernisse. Privathaushalte benötigten mehr Praxisbeispiele, um Energieteilung im Alltag zu verstehen und ihr Einsparpotenzial kalkulieren zu können. Kleinere Unternehmen achteten genauer auf die Wirtschaftlichkeit und setzten auf bewährte Modelle und geringe Bürokratie. Kommunen wiederum suchten Ansatzpunkte, für das Vernetzen mit lokalen Projekten und das Einbinden der heimischen Bevölkerung.
Das Teilen von Energie scheitere mithin nicht am Willen der Menschen, heißt es weiter. Entsprechend sei passgenaue Unterstützung für verschiedene Zielgruppen ins Zentrum der Arbeit zu stellen. Möglich ist dies durch eine modulare, interaktive Software-Lösung. Die Toolbox bietet Hilfsmittel, um sich zu vernetzen, Projekte zu planen sowie Beteiligungsmanagement und Energieplanung in Angriff zu nehmen. Und dies in rechtlich und regional unterschiedlichen Zusammenhängen.
Donnerstag, 26.02.2026, 13:06 Uhr
Volker Stephan
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