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Bild: Stadtwerke Stuttgart GmbH
ELEKTROFAHRZEUGE:
E-Roller-Sharing mit rechtlichen Schwächen
Die Leihangebote für Elektroroller in deutschen Städten funktionieren ohne Probleme. Allerdings werden Kunden durch die AGB oft benachteiligt, so der ADAC.
 
E-Roller-Sharing-Angebote kommen oft mit rechtlichen Mängeln daher. Das ist eines der Ergebnisse eines Tests von Verleihsystemen für Elektroroller, die der Lobby-Verband ADAC im April 2018 in den fünf deutschen Städten Düsseldorf, Berlin, München, Stuttgart und Hamburg durchgeführt hat. Konkret handelt es sich um Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die die Kunden „eindeutig benachteiligen“, erklärt der ADAC.

Beispielsweise konnten Kunden bei keinem der Angebote die Selbstbeteiligung der Versicherung in Höhe von 150 bis 500 Euro reduzieren. Als einen deutlichen Nachteil sieht der Club zudem die sogenannte „Umkehr der Beweislast“, wonach der Kunde bei einem Schaden beweisen muss, dass er diesen nicht verursacht hat.

Bei der Betrachtung der Leihangebote stellten die Tester jedoch auch fest, dass die geprüften Systeme trotz der aus Clubsicht unzulässigen Klauseln unkompliziert und verlässlich sind. Testsieger wurde das Düsseldorfer Angebot, da hier laut Verein hochwertige Roller eingesetzt werden und es eine starke Netzabdeckung gebe, erklärt der ADAC. Im Schnitt standen die Roller jeweils nur rund 226 Meter vom Ausgangspunkt der Kunden entfernt. Auf Platz zwei landeten die Angebote aus Berlin und Hamburg. München und Stuttgart folgten ihnen nach.

„Noch gibt es Roller-Sharing erst in wenigen Städten. Aber der Markt entwickelt sich rasant. Gerade im Stadtverkehr sind Elektro-Roller eine leise, umweltfreundliche und vor allem schnelle Alternative zum Auto“, sagte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein.
 

Jonas Rosenberger
Redakteur
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Freitag, 10.08.2018, 11:52 Uhr

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