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Energie & Management > E-Fahrzeuge - DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt
Quelle: Jonas Rosenberger
E-Fahrzeuge

DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt

Charge Point Radar hat 24,5 Millionen Ladevorgänge im dritten Quartal 2026 ausgewertet. DC-Ladepunkte werden deutlich häufiger genutzt als AC-Ladepunkte.
Charge Point Radar hat für das dritte Quartal 2026 rund 24,5 Millionen Ladevorgänge an öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland erfasst. Die Auswertung basiert auf den Statusdaten von mehr als 175.000 Ladepunkten im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September. Besonders deutlich fällt der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden aus: 70,9 Prozent aller erfassten Ladevorgänge entfielen auf DC-Ladepunkte, obwohl diese nur rund ein Drittel der berücksichtigten Infrastruktur ausmachten.

Im Durchschnitt kamen DC-Ladepunkte im Quartal auf 305,5 Ladevorgänge. Bei AC-Ladepunkten waren es 59,9. Bei der monatlichen Betrachtung ergibt sich folgendes Bild. Die Zahl der DC-Ladevorgänge erreichte im August mit 5,90 Millionen ihren Höchststand und ging im September um 4,6 Prozent zurück. Bei AC stieg die Zahl von 2,19 Millionen Ladevorgängen im Juli auf 2,56 Millionen im September. Charge Point Radar weist darauf hin, dass ein Teil dieses Zuwachses auf die steigende Zahl der erfassten AC-Ladepunkte zurückzuführen ist.

Auch bei der Marktstruktur unterscheiden sich AC und DC deutlich. Im DC-Segment entfielen im dritten Quartal knapp 4,95 Millionen Ladevorgänge auf EnBW. Das entsprach nach der Auswertung einem Anteil von 28,6 Prozent. Dahinter folgten Tesla mit 15,2 Prozent und Ionity mit 8,1 Prozent. Die fünf größten DC-Betreiber vereinten zusammen 63 Prozent aller erfassten Schnellladevorgänge auf sich. EnBW führte nach Zahl der DC-Ladevorgänge in 15 von 16 Bundesländern; lediglich in Brandenburg lag Tesla vorn.

Im AC-Markt ist die Verteilung wesentlich breiter. Die fünf größten Betreiber kamen zusammen lediglich auf 18,2 Prozent der Ladevorgänge. Den höchsten Anteil erreichte Hamburger Energiewerke Mobil mit 4,7 Prozent. Vor allem in den Stadtstaaten ist der Markt regional geprägt: In Hamburg, Berlin und Bremen kamen lokale Anbieter laut der Auswertung auf Anteile zwischen 47,5 und 71,4 Prozent. In Bayern erreichte der größte einzelne Anbieter dagegen nur 7,8 Prozent.

Bei der Einzelbetrachtung von DC-Ladepunkten kam Ionity im Schnitt auf 894,1 Ladevorgänge je aktivem Ladepunkt. Es folgten Tesla mit 659,5 und Fastned mit 526,5. EnBW erreichte als Volumenmarktführer 513,0 Ladevorgänge je aktivem Ladepunkt. Bei AC lag Kaufland mit durchschnittlich 232,9 Ladevorgängen je aktivem Ladepunkt vorn, gefolgt von Lidl mit 164,9 und den Berliner Stadtwerken mit 156,1.

Auch zwischen den Bundesländern zeigen sich Unterschiede. Hamburg wies mit 21,4 Prozent die höchste zeitliche Auslastung öffentlich zugänglicher Ladepunkte auf. Bei der Zahl der Ladevorgänge je Ladepunkt lag dagegen Rheinland-Pfalz mit 189,1 an der Spitze. Charge Point Radar führt dies unter anderem darauf zurück, dass Fahrzeuge an AC-Ladepunkten in Städten häufig länger stehen, während Schnellladepunkte entlang wichtiger Verkehrsachsen in kurzer Zeit mehr einzelne Ladevorgänge abwickeln können.

Die Daten stammen aus den nach der EU-Verordnung AFIR über die Mobilithek bereitgestellten Statusinformationen. Dabei handelt es sich um Live-Statusdaten, die Betreiber seit April 2025 gemäß AFIR melden. Charge Point Radar erfasst Statuswechsel nahezu in Echtzeit und gleicht die Daten monatlich mit dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur ab. Als Ladevorgang zählt ein Wechsel in den Status „belegt“ mit einer Dauer von mindestens 30 Sekunden. Für die Kennzahl der Ladevorgänge je Ladepunkt werden nur Ladepunkte berücksichtigt, an denen im Quartal mindestens ein Ladevorgang registriert wurde. Wegen unvollständiger oder fehlerhafter Datenlieferungen einzelner Quellen seien Abweichungen von den tatsächlichen Ladevorgängen möglich, so die Verfasser des Reports.

Der Lademarkt-Report für das dritte Quartal ist die erste Ausgabe der Reihe. Weitere Auswertungen sollen künftig im Dreimonatsrhythmus erscheinen. Der Lademarkt-Report ist über die Internetseite von Charge Point Radar zum Download verfügbar. (fw)

Mittwoch, 7.10.2026, 12:08 Uhr
Fritz Wilhelm
Energie & Management > E-Fahrzeuge - DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt
Quelle: Jonas Rosenberger
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DC-Ladepunkte werden fünfmal häufiger genutzt
Charge Point Radar hat 24,5 Millionen Ladevorgänge im dritten Quartal 2026 ausgewertet. DC-Ladepunkte werden deutlich häufiger genutzt als AC-Ladepunkte.
Charge Point Radar hat für das dritte Quartal 2026 rund 24,5 Millionen Ladevorgänge an öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland erfasst. Die Auswertung basiert auf den Statusdaten von mehr als 175.000 Ladepunkten im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September. Besonders deutlich fällt der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden aus: 70,9 Prozent aller erfassten Ladevorgänge entfielen auf DC-Ladepunkte, obwohl diese nur rund ein Drittel der berücksichtigten Infrastruktur ausmachten.

Im Durchschnitt kamen DC-Ladepunkte im Quartal auf 305,5 Ladevorgänge. Bei AC-Ladepunkten waren es 59,9. Bei der monatlichen Betrachtung ergibt sich folgendes Bild. Die Zahl der DC-Ladevorgänge erreichte im August mit 5,90 Millionen ihren Höchststand und ging im September um 4,6 Prozent zurück. Bei AC stieg die Zahl von 2,19 Millionen Ladevorgängen im Juli auf 2,56 Millionen im September. Charge Point Radar weist darauf hin, dass ein Teil dieses Zuwachses auf die steigende Zahl der erfassten AC-Ladepunkte zurückzuführen ist.

Auch bei der Marktstruktur unterscheiden sich AC und DC deutlich. Im DC-Segment entfielen im dritten Quartal knapp 4,95 Millionen Ladevorgänge auf EnBW. Das entsprach nach der Auswertung einem Anteil von 28,6 Prozent. Dahinter folgten Tesla mit 15,2 Prozent und Ionity mit 8,1 Prozent. Die fünf größten DC-Betreiber vereinten zusammen 63 Prozent aller erfassten Schnellladevorgänge auf sich. EnBW führte nach Zahl der DC-Ladevorgänge in 15 von 16 Bundesländern; lediglich in Brandenburg lag Tesla vorn.

Im AC-Markt ist die Verteilung wesentlich breiter. Die fünf größten Betreiber kamen zusammen lediglich auf 18,2 Prozent der Ladevorgänge. Den höchsten Anteil erreichte Hamburger Energiewerke Mobil mit 4,7 Prozent. Vor allem in den Stadtstaaten ist der Markt regional geprägt: In Hamburg, Berlin und Bremen kamen lokale Anbieter laut der Auswertung auf Anteile zwischen 47,5 und 71,4 Prozent. In Bayern erreichte der größte einzelne Anbieter dagegen nur 7,8 Prozent.

Bei der Einzelbetrachtung von DC-Ladepunkten kam Ionity im Schnitt auf 894,1 Ladevorgänge je aktivem Ladepunkt. Es folgten Tesla mit 659,5 und Fastned mit 526,5. EnBW erreichte als Volumenmarktführer 513,0 Ladevorgänge je aktivem Ladepunkt. Bei AC lag Kaufland mit durchschnittlich 232,9 Ladevorgängen je aktivem Ladepunkt vorn, gefolgt von Lidl mit 164,9 und den Berliner Stadtwerken mit 156,1.

Auch zwischen den Bundesländern zeigen sich Unterschiede. Hamburg wies mit 21,4 Prozent die höchste zeitliche Auslastung öffentlich zugänglicher Ladepunkte auf. Bei der Zahl der Ladevorgänge je Ladepunkt lag dagegen Rheinland-Pfalz mit 189,1 an der Spitze. Charge Point Radar führt dies unter anderem darauf zurück, dass Fahrzeuge an AC-Ladepunkten in Städten häufig länger stehen, während Schnellladepunkte entlang wichtiger Verkehrsachsen in kurzer Zeit mehr einzelne Ladevorgänge abwickeln können.

Die Daten stammen aus den nach der EU-Verordnung AFIR über die Mobilithek bereitgestellten Statusinformationen. Dabei handelt es sich um Live-Statusdaten, die Betreiber seit April 2025 gemäß AFIR melden. Charge Point Radar erfasst Statuswechsel nahezu in Echtzeit und gleicht die Daten monatlich mit dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur ab. Als Ladevorgang zählt ein Wechsel in den Status „belegt“ mit einer Dauer von mindestens 30 Sekunden. Für die Kennzahl der Ladevorgänge je Ladepunkt werden nur Ladepunkte berücksichtigt, an denen im Quartal mindestens ein Ladevorgang registriert wurde. Wegen unvollständiger oder fehlerhafter Datenlieferungen einzelner Quellen seien Abweichungen von den tatsächlichen Ladevorgängen möglich, so die Verfasser des Reports.

Der Lademarkt-Report für das dritte Quartal ist die erste Ausgabe der Reihe. Weitere Auswertungen sollen künftig im Dreimonatsrhythmus erscheinen. Der Lademarkt-Report ist über die Internetseite von Charge Point Radar zum Download verfügbar. (fw)

Mittwoch, 7.10.2026, 12:08 Uhr
Fritz Wilhelm

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