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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Das Megawatt-Laden von Lastern nimmt Tempo auf
Am HoLa-Punkt an der A2 bei Bielefeld laden Lkw mit bis zu 1,2 MW. Quelle: Mike Abmaier
Elektrofahrzeuge

Das Megawatt-Laden von Lastern nimmt Tempo auf

Die Elektrifizierung von großen Lastwagen ist relevant für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor. Die Zulassungsmarke von 10.000 schweren E-Lkw fällt bald, auch das Schnellladenetz wächst.
Verbrenner fahren, das ist im Schwerlastverkehr für geraume Zeit noch die Regel. Doch die Ausnahmen, Elektro-Laster, gewinnen peu a peu Marktanteile hinzu. Eon hat nun errechnet, was die elektrisch betriebene Flotte von Transportern bis hin zu Schwerlastern aktuell bereits an Treibhausgasemissionen einspart.

Je nach Betrachtungsweise liegt die Einsparung bei mehr als 1,2 Millionen Tonnen oder rund einer Million Tonnen CO2 – der erste Wert bezieht sich auf das Laden mit Ökostrom, der zweite orientiert sich am aktuellen Strommix in Deutschland. Die Basis für beide Berechnungen bilden die derzeit laut Eon etwa 109.000 batterieelektrisch betriebenen Lkw und Transporter.

Eons CEO Filip Thon sieht in einer stringenten Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen große Chancen auf einen sauberen Verkehrssektor. Schließlich sei dieser Bereich erst zu 2,6 Prozent auf Batterieantrieb umgestellt. „Und vielen Vorurteilen zum Trotz können E-Lkw schon heute so wirtschaftlich sein wie ihre Dieseläquivalenten“, so Thon laut einer Mitteilung. Dafür sei intelligentes und günstiges Laden ebenso verantwortlich wie Steuervergünstigungen, geringerer Wartungsaufwand und die Mautbefreiung für E-Laster bis in Jahr 2031.

Shell kommt am Lkw-Ladepunkt in Hamm voran

E-Transporter stellen im Moment noch den größten Anteil im Nicht-Pkw-Bereich, von ihnen gibt es 78.000 Exemplare. Kleinere Lkw zwischen 3,5 und 12 Tonnen Gesamtgewicht kommen auf eine Stückzahl von mehr als 21.000. Die noch schwereren Laster und Sattelzugmaschinen streben der Marke von 10.000 Stromern entgegen.

Nun passen große Lastwagen so gut wie nie an die herkömmlichen öffentlichen Ladestationen, weswegen der Ausbau dieser Infrastruktur eine besondere Aufgabe und Herausforderung ist. Eon und MAN sind in diesem Bereich eine Kooperation eingegangen, ein Großteil der Angebote findet sich perspektivisch an MAN-Servicestationen.

Der Mineralölkonzern Shell, der zudem eine Reihe von Energiewende-Vorhaben vorantreibt, wird in Kürze einen leistungsstarken Ladeort im westfälischen Hamm in Betrieb nehmen. Dafür sind am 16. Februar zwei tonnenschwere Trafos an einer Shell-Tankstelle im Ortsteil Rhynern angekommen. Die Ladestation kann mit einer Leistung von 2 MW laden, das verschafft schweren Lkw mit einer großen Batterie binnen einer guten halben Stunde eine zusätzliche Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Die Ladestation ist Teil des vom Staat angestoßenen Förderprojekts „Hochleistungsladen Lkw-Fernverkehr“ (HoLa). Auf der Strecke von Berlin bis ins Ruhrgebiet wird es fünf Anlaufpunkte für schwere E-Laster geben, drei davon an Autobahnen, zwei an Depots. Im September 2025 ging die erste Station in der Nähe des ostwestfälischen Bielefeld an der A2 in Betrieb, hier ist EnBW der Partner.

Shell wird im Rahmen von HoLa drei Ladeangebote verwirklichen, neben Hamm sind dies Lehre (Niedersachsen) und Wustermark (Brandenburg). Das Projekt HoLa hatte nach einer konzeptionellen Änderung den gleichzeitigen Zubau von schnellen Lade-Systemen für Lastwagen (Megawatt Charging System/MCS) und solchen für Pkw bis 350 kW (Combined Charging System/CCS) beschlossen. Die MCS-Technik soll das Laden mit bis zu 3,75 MW Leistung ermöglichen.

Dienstag, 17.02.2026, 13:59 Uhr
Volker Stephan
Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Das Megawatt-Laden von Lastern nimmt Tempo auf
Am HoLa-Punkt an der A2 bei Bielefeld laden Lkw mit bis zu 1,2 MW. Quelle: Mike Abmaier
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Das Megawatt-Laden von Lastern nimmt Tempo auf
Die Elektrifizierung von großen Lastwagen ist relevant für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor. Die Zulassungsmarke von 10.000 schweren E-Lkw fällt bald, auch das Schnellladenetz wächst.
Verbrenner fahren, das ist im Schwerlastverkehr für geraume Zeit noch die Regel. Doch die Ausnahmen, Elektro-Laster, gewinnen peu a peu Marktanteile hinzu. Eon hat nun errechnet, was die elektrisch betriebene Flotte von Transportern bis hin zu Schwerlastern aktuell bereits an Treibhausgasemissionen einspart.

Je nach Betrachtungsweise liegt die Einsparung bei mehr als 1,2 Millionen Tonnen oder rund einer Million Tonnen CO2 – der erste Wert bezieht sich auf das Laden mit Ökostrom, der zweite orientiert sich am aktuellen Strommix in Deutschland. Die Basis für beide Berechnungen bilden die derzeit laut Eon etwa 109.000 batterieelektrisch betriebenen Lkw und Transporter.

Eons CEO Filip Thon sieht in einer stringenten Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen große Chancen auf einen sauberen Verkehrssektor. Schließlich sei dieser Bereich erst zu 2,6 Prozent auf Batterieantrieb umgestellt. „Und vielen Vorurteilen zum Trotz können E-Lkw schon heute so wirtschaftlich sein wie ihre Dieseläquivalenten“, so Thon laut einer Mitteilung. Dafür sei intelligentes und günstiges Laden ebenso verantwortlich wie Steuervergünstigungen, geringerer Wartungsaufwand und die Mautbefreiung für E-Laster bis in Jahr 2031.

Shell kommt am Lkw-Ladepunkt in Hamm voran

E-Transporter stellen im Moment noch den größten Anteil im Nicht-Pkw-Bereich, von ihnen gibt es 78.000 Exemplare. Kleinere Lkw zwischen 3,5 und 12 Tonnen Gesamtgewicht kommen auf eine Stückzahl von mehr als 21.000. Die noch schwereren Laster und Sattelzugmaschinen streben der Marke von 10.000 Stromern entgegen.

Nun passen große Lastwagen so gut wie nie an die herkömmlichen öffentlichen Ladestationen, weswegen der Ausbau dieser Infrastruktur eine besondere Aufgabe und Herausforderung ist. Eon und MAN sind in diesem Bereich eine Kooperation eingegangen, ein Großteil der Angebote findet sich perspektivisch an MAN-Servicestationen.

Der Mineralölkonzern Shell, der zudem eine Reihe von Energiewende-Vorhaben vorantreibt, wird in Kürze einen leistungsstarken Ladeort im westfälischen Hamm in Betrieb nehmen. Dafür sind am 16. Februar zwei tonnenschwere Trafos an einer Shell-Tankstelle im Ortsteil Rhynern angekommen. Die Ladestation kann mit einer Leistung von 2 MW laden, das verschafft schweren Lkw mit einer großen Batterie binnen einer guten halben Stunde eine zusätzliche Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Die Ladestation ist Teil des vom Staat angestoßenen Förderprojekts „Hochleistungsladen Lkw-Fernverkehr“ (HoLa). Auf der Strecke von Berlin bis ins Ruhrgebiet wird es fünf Anlaufpunkte für schwere E-Laster geben, drei davon an Autobahnen, zwei an Depots. Im September 2025 ging die erste Station in der Nähe des ostwestfälischen Bielefeld an der A2 in Betrieb, hier ist EnBW der Partner.

Shell wird im Rahmen von HoLa drei Ladeangebote verwirklichen, neben Hamm sind dies Lehre (Niedersachsen) und Wustermark (Brandenburg). Das Projekt HoLa hatte nach einer konzeptionellen Änderung den gleichzeitigen Zubau von schnellen Lade-Systemen für Lastwagen (Megawatt Charging System/MCS) und solchen für Pkw bis 350 kW (Combined Charging System/CCS) beschlossen. Die MCS-Technik soll das Laden mit bis zu 3,75 MW Leistung ermöglichen.

Dienstag, 17.02.2026, 13:59 Uhr
Volker Stephan

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