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Clean Energy Sourcing hat Insolvenz angemeldet
Wirtschaftliche Probleme beim italienischen Eigentümer haben wohl zur Insolvenz von Clens geführt. Verhandlungen mit einem Investor zur Übernahme von deren Geschäfte laufen bereits.
 
Mit Clens Energy Sourcing (Clens) hat der erste deutsche Direktvermarkter Insolvenz angemeldet. Die Geschäfts des Tochterunternehmens der italienischen Innowatio-Gruppe, die Clens im Januar 2016 vollständig übernommen hat, laufen aber weiter – das betrifft sowohl die die Stromlieferung an Gewerbekunden als auch die Direktvermarktungs- und Flexibilitätsdienstleistungen für Betreiber aus dem KWK- und dem regenerativen Sektor. Unterdessen laufen erste Verhandlungen mit einem Investor, der durchaus bereit ist, das komplette Clens-Portfolio zu übernehmen, heißt es aus dem Unternehmensumfeld.

Zu der Ursache für die Insolvenz heißt es in einer Pressemitteilung: „Die Gründe für die Unternehmenskrise liegen außerhalb des operativen Geschäftsberichts der Clens Gruppe. Handelsentscheidungen auf Gruppenebene brachten die italienische Innowatio Gruppe, zu der Clens gehört, Ende vergangenen Jahres in eine anhaltende, finanzielle Schieflage.“ Das habe auf die Tochterunternehmen wie Clens durchgeschlagen.

Clean Energy Sourcing mit seinen aktuell 65 Mitarbeitern gehört hierzulande zu den Pionieren beim Direktvermarktungsgeschäft mit Strom aus EEG-Anlagen. Zuletzt hatte Clens im Sommer für die traditionelle E&M-Marktumfrage ein Portfolio von 2 634 MW gemeldet. Anscheinend hatte sich das Unternehmen mit Stammsitz in Leipzig und Frankfurt von einer Reihe wenig profitabler Verträgen getrennt. Ende 2016 umfasste das Portfolio noch eine Größe von 3 339 MW. Nach eigenen Angaben hatte Clens im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 500 Mio. Euro erwirtschaftet.
 

Ralf Köpke
© 2019 Energie & Management GmbH
Montag, 20.11.2017, 10:29 Uhr

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