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Der Bundesverband Windenergie fordert die Bundesregierung auf, zusätzliche Ausschreibungen für die Windenergie an Land zu ermöglichen.
Es gelte nun, die Chance zu ergreifen: Die Windenergie habe „großes Potenzial für einen Zubau-Booster“ heißt es in einer Mitteilung des Bundesverbands Windenergie. Ausreichend Genehmigungen im gesamten Bundesgebiet könnten zügig in Ausschreibungen gehen und zu realem Zubau führen, sagt Bärbel Heidebroek. „Netzanschlüsse liegen hier ebenfalls vor, sodass die zusätzlichen Ausschreibungen schon 2026 erfolgen könnten“, so die Präsidentin des BWE in der Mitteilung des Verbands.
Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Klimaschutz sind die wesentlichen Argumente, die der Verband betont. Außerdem sei der zusätzliche Beitrag der Windenergie zur klimafreundlichen Stromerzeugung auch notwendig, um die beschlossene Rechenzentrumsstrategie und Chemie-Agenda zum Erfolg zu führen. Die Industrie verlange nach sicherer Energieversorgung, heißt es von Seiten des Verbands. Gleichzeitig könnten die Kosten für fossile Brennstoffimporte 2026 auf 92 bis 99 Milliarden Euro ansteigen, wie von der KfW prognostiziert. Dies zeige die Notwendigkeit, sich unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen.
Gleichzeitig berge der Ausbau der Windenergie ein enormes Potenzial für Wachstum und regionale Wertschöpfung, wie erst kürzlich eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und dem Institut der deutschen Wirtschaft belegt habe. Der BWE weist darauf hin, dass diese Analyse sogar von der Bundesregierung selbst in Auftrag gegeben wurde.
Gesetzentwurf des Bundesrats mit 5.000 MW
Außerdem betont Heidebroek: „Es ist enttäuschend, dass die Bundesregierung nicht auf die Forderung des Bundesrats nach Sonderausschreibungen eingegangen ist, obwohl diese dringend gebraucht werden. Das bestätigt auch das aktuelle Gutachten des Expertenrats für Klimafragen.“ Mindestens 2 GW sollten nach den Vorstellungen des BWE in diesem Jahr noch zusätzlich ausgeschrieben werden. Es wäre wichtig, um das im Klimaschutzplan angekündigte zusätzliche Volumen schnell umzusetzen. Dafür seien nicht einmal neue europarechtliche Genehmigungen notwendig, erklärte die BWE-Präsidentin.
Der Bundesrat hatte am 13. Mai dieses Jahres einen Entwurf zur Änderung des EEG vorgelegt. Demnach soll eine zusätzliche Ausschreibung zum Gebotstermin am 1. Oktober stattfinden. Das Ausschreibungsvolumen der Windsonderausschreibung soll 5.000 MW betragen.
Die Ländervertretung begründete die Initiative mit der großen Bedeutung der Windenergie an Land für die Deckung des Strombedarfs. Außerdem sei Dank beschleunigter Verfahren im vergangenen Jahr eine große Zahl an Windenergieprojekten genehmigt worden. Die aktuellen Ausschreibungsvolumina würden allerdings auf absehbare Zeit nicht ausreichen, um den gewachsenen Projektbestand zeitnah realisieren zu können.
„In der Folge droht ein erheblicher Realisierungsstau genehmigter Vorhaben, der den dringend erforderlichen Ausbau der Windenergie verzögert und die Erreichung der energiepolitischen Ausbauziele gefährdet“, so die Länderkammer in ihrer Begründung. Ziel des Gesetzentwurfs sei daher, „kurzfristig zusätzliche Ausschreibungskapazitäten zu schaffen, um genehmigte und weit fortgeschrittene Projekte zügig in die Umsetzung zu bringen und so den Ausbau der Windenergie wirksam zu stärken“.
Mittwoch, 20.05.2026, 08:53 Uhr
Fritz Wilhelm
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