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Bild: Hapag Lloyd AG
SCHIFFFAHRT:
BSH setzt auf LNG-Antrieb
Weltweit hat sich die Zahl der mit LNG betriebenen Schiffe 2017 verdoppelt. Auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat nun ein Schiff mit LNG-Antrieb geordert.
 
Mit der Kiellegung des neuen Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffs "Atair" hat das BSH mit dem Bau des weltweit ersten seegängigen Behördenschiffs für Spezialaufgaben begonnen. Der 114 Mio. Euro teure Neubau, der von der Fassmer-Werft in Kiel gebaut wird, soll 2020 in Dienst gestellt werden.

„Als Behörde, die sich auch für den Umweltschutz im Seeverkehr einsetzt, wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und mithelfen, Erfahrungen mit LNG und die nötige Infrastruktur weiterzubringen“, erklärte Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH bei einem Pressetermin in Hamburg. Nach Angaben des BSH sind weltweit derzeit 190 Schiffe mit LNG-Antrieb unterwegs, dies entspricht rund einem Prozent aller Seeschiffe. Gegenüber 2016 sei jedoch bei der Zahl der Schiffe mit LNG-Antrieb eine Verdoppelung zu verzeichnen gewesen. Atair wird das erste Forschungsschiff mit LNG-Antrieb sein.

Das neue Schiff wird nach Angaben des BSH über einen umweltfreundlichen Antrieb mit verflüssigtem Erdgas (LNG) verfügen und im Vergleich zu herkömmlichen ölbasierten Kraftstoffen 90 % weniger Schwefeldioxid und rund 80 % weniger Stickoxide emittieren.

Positiv äußerte sich das BSH bei seiner Jahresbilanz 2017 auch zur Einhaltung von Emissionsgrenzwerten. Ab dem 1. Januar 2020 sollen im weltweiten Schiffsverkehr nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,5 % zugelassen werden. Derzeit darf Schiffskraftstoff außerhalb der Emissions-Kontrollgebiete noch 3,5 % Schwefel aufweisen.

In Wedel bei Hamburg hatte das BSH bereits 2015 eine Messstation zur Analyse der Abgasfahnen vorbeifahrender Schiffe auf der Elbe installiert. Diese sei nun im Regelbetrieb und liefere rund um die Uhr Informationen zu potenziellen Übertretungen der Grenzwerte.

Erfreulich sei, dass die Quote verdächtig gemessener Schiffe von 2 % im Jahr 2015 auf nun 1 % im vergangenen Jahr kontinuierlich gesunken sei. Dies bedeute, dass sich 99 % der Schiffe im Elbe-Transit an die geltenden Regeln zum Einsatz schwefelarmer Kraftstoffe halten. Das BSH will nun weitere Messstationen in Bremerhaven und in Kiel in Betrieb nehmen. An der Station Wedel werden „Schwefelemissionssünder“ bereits automatisiert an die Wasserschutzpolizei gemeldet.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Donnerstag, 11.01.2018, 16:44 Uhr

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