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Bild: Brunsbüttel Ports
SCHIFFFAHRT:
Brunsbüttel feiert weiteren Meilenstein für LNG-Einsatz
Im Brunsbütteler Elbehafen ist die bislang größte deutsche LNG-Betankung eines Schiffs mit verflüssigtem Erdgas (LNG) von der Linde-Tochter Nauticor durchgeführt worden.
 
Bei der sogenannten truck-to-ship Bebunkerung wurde der belgische Saugbagger „Scheldt River“ am 12. Februar mit 85 Tonnen LNG betankt. Der LNG-Dienstleister Nauticor hatte den Kraftstoff zuvor über fünf LKW anliefern lassen. Im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven führt der Bagger derzeit Arbeiten auf der Unterelbe zwischen Wedel und der Elbmündung durch. Deshalb seien auch weitere LNG-Bebunkerungen des Spezialschiffs im Brunsbütteler Hafen geplant, teilten die Beteiligten mit, die nun erstmals einen nachhaltigen Bedarf von LNG als Schiffstreibstoff an der Unterelbe generieren können.

In der Schiffahrtsbranche wird LNG als Schiffstreibstoff der Zukunft angesehen, weil LNG im Vergleich zu konventionellen Schiffstreibstoffen als besonders umweltfreundlich gilt und weniger Schwefel, Stickstoff, Rußpartikel und CO2 emittiert.

Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer des Dienstleisters Nauticor, kündigte an, ab Ende 2018 ein neues LNG-Betankungsschiff einzusetzen, mit dem noch deutlich schnellere und umfangreichere Betankungen durchgeführt werden sollen.

Bislang waren in Brunsbüttel bereits LNG-Kesselwaggons der VTG sowie truck-to-ship Bebunkerungen eines Zementfrachters erfolgreich durchgeführt worden.

Am Standort Brunsbüttel hatten sich zuletzt zudem die Planungen für das erste deutsche LNG-Importterminal konkretisiert. Die Gasunie LNG Holding B.V., Oiltanking und Vopak LNG haben dazu kürzlich das Gemeinschaftsunternehmen „German LNG Terminal GmbH“ ins Leben gerufen. Zweck des Joint Ventures ist es, ein Import-Terminal für verflüssigtes Erdgas zu bauen und zu betreiben. Dabei fokussiert sich das Unternehmen derzeit auf die Industrie- und Hafenstadt Brunsbüttel, die mit ihrer Lage am Nord-Ostsee-Kanal und der Nähe zum Hamburger Hafen ein attraktives wirtschaftliches Umfeld bietet und von wo aus auch die skandinavischen und baltischen Länder gut zu erreichen sind.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Dienstag, 13.02.2018, 14:23 Uhr

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