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Energie & Management > Bilanz - Alpiq-Ergebnis bleibt 2025 unter den Vorjahren
Gebäude des Alpiq-Sitzes in Olten (Schweiz). Quelle: Alpiq
Bilanz

Alpiq-Ergebnis bleibt 2025 unter den Vorjahren

Der Ausfall des Schweizer Kernkraftwerks Gösgen belastet die Bilanz 2025 des Energieversorgers Alpiq mit Sitz in Lausanne. Unterm Strich ist das Management aber zufrieden.
Trotz eines Rückgangs bei Umsatz und Gewinn zeigt sich der CEO von Alpiq, Antje Kanngiesser, zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2025. Zwar blieb das Ergebnis des Schweizer Unternehmens unter dem von 2024 und 2023. Diese beiden Jahre seien aber außergewöhnlich gewesen, teilte das Unternehmen bei Vorlage der Geschäftszahlen 2025. Im Vergleich zu den Jahren davor liege das Ergebnis 2025 darüber.

Alpiq hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz von 5,92 Milliarden Schweizer Franken erzielt, umgerechnet rund 6,21 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda lag bei 600 Millionen Euro, das Reinergebnis bei 325 Millionen Euro.

Damit bleiben die Kennzahlen unter den Vorjahreswerten. 2024 hatte Alpiq ein bereinigtes Ebitda von rund 1,03 Milliarden Euro ausgewiesen, 2023 erreichte das Ebitda 1,26 Milliarden Euro. Der Nettoumsatz lag 2024 bei 6,78 Milliarden Euro, das Reinergebnis bei 645 Millionen Euro.

Das Jahr 2025 war nach Unternehmensangaben stark von Produktionsausfällen geprägt. Besonders ins Gewicht fiel der ungeplante Stillstand des Schweizer Kernkraftwerks Gösgen. Dieser belastete das Ergebnis mit 149 Millionen Schweizer Franken. Die Anlage soll voraussichtlich Ende März wieder ans Netz gehen. Der Ausfall werde sich jedoch auch auf das Jahresergebnis 2026 auswirken, warnt das Unternehmen.

Neben operativen Effekten beeinflussten auch nicht operative Faktoren das Finanzergebnis. Zum einen wirkte sich die Entwicklung des „Stilllegungs- und Entsorgungsfonds“ aus. Wie Alpiq mitteilte, sind die Betreiber von Schweizer Kernkraftwerken verpflichtet, in diese Fonds einzuzahlen. An deren Anlageperformance ist Alpiq indirekt beteiligt. Die Bewertungen unterliegen Marktschwankungen.

Zum anderen ergaben sich bilanzielle Verluste aus der Bewertung abgesicherter Stromhandelsgeschäfte. „Per Stichtag wirkten sie sich negativ aus.“ Die beiden Effekte sind nicht unerheblich. Rund 140 Millionen Schweizer Franken weniger an Ebitda konnte das Unternehmen deswegen ausweisen.

Strategisch konzentrierte sich Alpiq 2025 auf den Ausbau flexibler Kraftwerke und Speicher. „Ende 2025 hat sich Alpiq eine 406-MW-Projekt-Pipeline in Deutschland gesichert.“ In Finnland wurde ein Batteriespeicher mit 30 MW in Betrieb genommen. Weitere Projekte befinden sich im Bau, darunter eine Anlage mit 125 MW in Finnland sowie ein 100-MW-Batteriespeicher in Nordfrankreich.

Weitere Batteriespeicherprojekte in mehreren europäischen Ländern sowie Investitionen in Wasserkraft und flexible thermische Kraftwerke sind vorgesehen. In den kommenden Jahren plant Alpiq Investitionen von bis zu umgerechnet 1 Milliarde Euro pro Jahr in flexible Produktions- und Speicheranlagen.

Geschäftszahlen Alpiq (in Millionen Schweizer Franken) 
 20252024
Umsatz5.9206.366
Ebitda572962
Ebit442848
Reinergebnis310606


 
 

Freitag, 27.02.2026, 09:10 Uhr
Stefan Sagmeister
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Gebäude des Alpiq-Sitzes in Olten (Schweiz). Quelle: Alpiq
Bilanz
Alpiq-Ergebnis bleibt 2025 unter den Vorjahren
Der Ausfall des Schweizer Kernkraftwerks Gösgen belastet die Bilanz 2025 des Energieversorgers Alpiq mit Sitz in Lausanne. Unterm Strich ist das Management aber zufrieden.
Trotz eines Rückgangs bei Umsatz und Gewinn zeigt sich der CEO von Alpiq, Antje Kanngiesser, zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2025. Zwar blieb das Ergebnis des Schweizer Unternehmens unter dem von 2024 und 2023. Diese beiden Jahre seien aber außergewöhnlich gewesen, teilte das Unternehmen bei Vorlage der Geschäftszahlen 2025. Im Vergleich zu den Jahren davor liege das Ergebnis 2025 darüber.

Alpiq hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz von 5,92 Milliarden Schweizer Franken erzielt, umgerechnet rund 6,21 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda lag bei 600 Millionen Euro, das Reinergebnis bei 325 Millionen Euro.

Damit bleiben die Kennzahlen unter den Vorjahreswerten. 2024 hatte Alpiq ein bereinigtes Ebitda von rund 1,03 Milliarden Euro ausgewiesen, 2023 erreichte das Ebitda 1,26 Milliarden Euro. Der Nettoumsatz lag 2024 bei 6,78 Milliarden Euro, das Reinergebnis bei 645 Millionen Euro.

Das Jahr 2025 war nach Unternehmensangaben stark von Produktionsausfällen geprägt. Besonders ins Gewicht fiel der ungeplante Stillstand des Schweizer Kernkraftwerks Gösgen. Dieser belastete das Ergebnis mit 149 Millionen Schweizer Franken. Die Anlage soll voraussichtlich Ende März wieder ans Netz gehen. Der Ausfall werde sich jedoch auch auf das Jahresergebnis 2026 auswirken, warnt das Unternehmen.

Neben operativen Effekten beeinflussten auch nicht operative Faktoren das Finanzergebnis. Zum einen wirkte sich die Entwicklung des „Stilllegungs- und Entsorgungsfonds“ aus. Wie Alpiq mitteilte, sind die Betreiber von Schweizer Kernkraftwerken verpflichtet, in diese Fonds einzuzahlen. An deren Anlageperformance ist Alpiq indirekt beteiligt. Die Bewertungen unterliegen Marktschwankungen.

Zum anderen ergaben sich bilanzielle Verluste aus der Bewertung abgesicherter Stromhandelsgeschäfte. „Per Stichtag wirkten sie sich negativ aus.“ Die beiden Effekte sind nicht unerheblich. Rund 140 Millionen Schweizer Franken weniger an Ebitda konnte das Unternehmen deswegen ausweisen.

Strategisch konzentrierte sich Alpiq 2025 auf den Ausbau flexibler Kraftwerke und Speicher. „Ende 2025 hat sich Alpiq eine 406-MW-Projekt-Pipeline in Deutschland gesichert.“ In Finnland wurde ein Batteriespeicher mit 30 MW in Betrieb genommen. Weitere Projekte befinden sich im Bau, darunter eine Anlage mit 125 MW in Finnland sowie ein 100-MW-Batteriespeicher in Nordfrankreich.

Weitere Batteriespeicherprojekte in mehreren europäischen Ländern sowie Investitionen in Wasserkraft und flexible thermische Kraftwerke sind vorgesehen. In den kommenden Jahren plant Alpiq Investitionen von bis zu umgerechnet 1 Milliarde Euro pro Jahr in flexible Produktions- und Speicheranlagen.

Geschäftszahlen Alpiq (in Millionen Schweizer Franken) 
 20252024
Umsatz5.9206.366
Ebitda572962
Ebit442848
Reinergebnis310606


 
 

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