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Energie & Management > Digitalisierung - Wuppertal Institut skizziert Leitlinien für nachhaltige Digitalisierung
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Digitalisierung

Wuppertal Institut skizziert Leitlinien für nachhaltige Digitalisierung

Ein Impulspapier zeigt, wie die Digitalisierung zu einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen und selbst nachhaltig sein kann.
Forschende des Wuppertal Instituts haben Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Digitalisierung in Deutschland vorgelegt. Der Zukunftsimpuls „Digitales Deutschland“ beschreibt in acht Kapiteln zentrale Handlungsfelder, in denen digitale Technologien wirtschaftliche und soziale Potenziale erschließen und zugleich zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen können.

Das Papier gibt Handlungsempfehlungen und verweist auf Best Practices. Die acht Themenfelder erstrecken sich von digitalen Produktinformationssystemen über die Themenbereiche künstliche Intelligenz, nutzerorientierte Schnittstellen für nachhaltiges Verbraucherverhalten, Smart Sustainable City, vernetzte Mobilität, Ökodesign bis zur Energieversorgung digitaler Infrastrukturen. Ergänzt wird dies um eine Betrachtung der Transformationspolitik und der Rolle des Gesetzgebers. Für jedes Themenfeld formulieren die Autorinnen und Autoren einen Fünf-Punkte-Plan mit konkreten Maßnahmen. Sie betonen, Digitalisierung könne ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie systemisch gedacht werde.

„Was wir brauchen, ist eine transformative Digitalisierung, die nicht nur Staat und Wirtschaft effizienter macht, sondern darüber hinaus den Übergang in eine nachhaltige Wirtschaftsweise ermöglicht und uns Wachstumschancen auf globaler Ebene eröffnet“, sagt Prof. Stephan Ramesohl, Co-Leiter des Forschungsbereichs Digitale Transformation am Wuppertal Institut. Die Potenziale seien vorhanden, viele gute Ansätze sichtbar. Jetzt komme es darauf an, diese systematisch zu erfassen, zu bewerten und mit ausreichend politischem Rückenwind in die Umsetzung zu bringen.
 
Im Extremfall auch „Metall-Triage“
 
Im Themenfeld zum Ressourcenaufwand und Energieverbrauch der Digitalisierung betont die Autorin Monika Dittrich unter anderem die Notwendigkeit, den Ressourcenverbrauch digitaler Anwendungen zu bilanzieren und die Effizienz digitaler Anwendungen zu fördern. Außerdem sollten Rohstoffe für zentrale Anwendungen priorisiert werden.

„In unserem Wirtschaftssystem wird die Verteilung in der Regel vom Markt gesteuert: Wer am meisten zahlt, bekommt den Vorzug“, so die Wissenschaftlerin. Dieser Verteilmechanismus stoße jedoch an seine Grenzen, wenn dadurch gesellschaftlich wichtige Entwicklungen wie die Energiewende ausgebremst würden. Deshalb sei es im Extremfall sinnvoll, über eine „Metall-Triage“ nachzudenken. Die Leitplanke dafür könnte dann der jeweilige Beitrag der Anwendung zur „Einhaltung der planetaren Grenzen“ sein.

Die Autorinnen und Autoren verweisen darauf, dass die ökologischen Wirkungen der Digitalisierung offen seien. Je nach Ausgestaltung könne sie Klimaschutz und Ressourcenschonung unterstützen oder den Energieverbrauch deutlich erhöhen.
Das Impulspapier richtet sich an Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Beiträge seien so angelegt, dass sie sowohl einen Einstieg für fachfremde Leserinnen und Leser als auch vertiefende Impulse für Expertinnen und Experten bieten.

Auf der Internetseite des Wuppertal Instituts steht das Impulspapier „Digitales Deutschland – Politische, ökonomische und gesellschaftliche Impulse für eine nachhaltige Digitalisierung in Deutschland auf acht Ebenen“ zum Download zur Verfügung.

Dienstag, 16.12.2025, 11:15 Uhr
Fritz Wilhelm
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Wuppertal Institut skizziert Leitlinien für nachhaltige Digitalisierung
Ein Impulspapier zeigt, wie die Digitalisierung zu einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen und selbst nachhaltig sein kann.
Forschende des Wuppertal Instituts haben Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Digitalisierung in Deutschland vorgelegt. Der Zukunftsimpuls „Digitales Deutschland“ beschreibt in acht Kapiteln zentrale Handlungsfelder, in denen digitale Technologien wirtschaftliche und soziale Potenziale erschließen und zugleich zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen können.

Das Papier gibt Handlungsempfehlungen und verweist auf Best Practices. Die acht Themenfelder erstrecken sich von digitalen Produktinformationssystemen über die Themenbereiche künstliche Intelligenz, nutzerorientierte Schnittstellen für nachhaltiges Verbraucherverhalten, Smart Sustainable City, vernetzte Mobilität, Ökodesign bis zur Energieversorgung digitaler Infrastrukturen. Ergänzt wird dies um eine Betrachtung der Transformationspolitik und der Rolle des Gesetzgebers. Für jedes Themenfeld formulieren die Autorinnen und Autoren einen Fünf-Punkte-Plan mit konkreten Maßnahmen. Sie betonen, Digitalisierung könne ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie systemisch gedacht werde.

„Was wir brauchen, ist eine transformative Digitalisierung, die nicht nur Staat und Wirtschaft effizienter macht, sondern darüber hinaus den Übergang in eine nachhaltige Wirtschaftsweise ermöglicht und uns Wachstumschancen auf globaler Ebene eröffnet“, sagt Prof. Stephan Ramesohl, Co-Leiter des Forschungsbereichs Digitale Transformation am Wuppertal Institut. Die Potenziale seien vorhanden, viele gute Ansätze sichtbar. Jetzt komme es darauf an, diese systematisch zu erfassen, zu bewerten und mit ausreichend politischem Rückenwind in die Umsetzung zu bringen.
 
Im Extremfall auch „Metall-Triage“
 
Im Themenfeld zum Ressourcenaufwand und Energieverbrauch der Digitalisierung betont die Autorin Monika Dittrich unter anderem die Notwendigkeit, den Ressourcenverbrauch digitaler Anwendungen zu bilanzieren und die Effizienz digitaler Anwendungen zu fördern. Außerdem sollten Rohstoffe für zentrale Anwendungen priorisiert werden.

„In unserem Wirtschaftssystem wird die Verteilung in der Regel vom Markt gesteuert: Wer am meisten zahlt, bekommt den Vorzug“, so die Wissenschaftlerin. Dieser Verteilmechanismus stoße jedoch an seine Grenzen, wenn dadurch gesellschaftlich wichtige Entwicklungen wie die Energiewende ausgebremst würden. Deshalb sei es im Extremfall sinnvoll, über eine „Metall-Triage“ nachzudenken. Die Leitplanke dafür könnte dann der jeweilige Beitrag der Anwendung zur „Einhaltung der planetaren Grenzen“ sein.

Die Autorinnen und Autoren verweisen darauf, dass die ökologischen Wirkungen der Digitalisierung offen seien. Je nach Ausgestaltung könne sie Klimaschutz und Ressourcenschonung unterstützen oder den Energieverbrauch deutlich erhöhen.
Das Impulspapier richtet sich an Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Beiträge seien so angelegt, dass sie sowohl einen Einstieg für fachfremde Leserinnen und Leser als auch vertiefende Impulse für Expertinnen und Experten bieten.

Auf der Internetseite des Wuppertal Instituts steht das Impulspapier „Digitales Deutschland – Politische, ökonomische und gesellschaftliche Impulse für eine nachhaltige Digitalisierung in Deutschland auf acht Ebenen“ zum Download zur Verfügung.

Dienstag, 16.12.2025, 11:15 Uhr
Fritz Wilhelm

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