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Energie & Management > Personalie - Wind-Dachverband macht belgische Ex-Politikerin zur Chefin
Tinne van der Straeten. Quelle: Jesse De Meulenaere
Personalie

Wind-Dachverband macht belgische Ex-Politikerin zur Chefin

Der europäische Dachverband Wind Europe hat die Nachfolge von Giles Dickson geregelt: Die ehemalige belgische Energieministerin Tinne Van der Straeten ist seine Nachfolgerin als CEO.
Tinne Van der Straeten (53) ist seit dem 2. Januar die CEO von Wind Europe. Das teilte der europäische Windkraft-Dachverband am 12. Januar mit.

Die Grünen-Politikerin Van der Straeten (sprich: „Straaten“) war von 2020 bis Februar 2025 belgische Energieministerin in der Mitte-Links-Koalition unter Führung des Liberalen Alexander De Croo. Dann trat aufgrund des Wahlergebnisses von 2024 eine Mitte-Rechts-Koalition unter dem Rechtspopulisten Bart De Wever an, und Van der Straeten wurde einfache Oppositionsabgeordnete.

In ihrer Amtszeit hatte sich Tinne Van der Straeten auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene unter anderem für den Ausbau der On- und Offshore-Windkraft eingesetzt. Sie saß der europäischen Energiekooperation und zweimal der Nordsee-Energiekooperation vor. Letztere bekennt sich zu einem ambitionierten Ausbauziel für die Windkraft auf See sowie zu einem vermaschten Anbindungsnetz ans Festland. Als belgische Fachministerin war sie 2024 auch Vorsitzende des EU-Energieministerrats. 2022 war sie Vize des Ministertreffens der Internationalen Energieagentur (IEA), wie Wind Europe hervorhebt.

Ihre Amtszeit war neben dem Ausbau der Erneuerbaren in Belgien vom Strecken des Atomausstiegs in der Energiekrise Anfang 2023 geprägt, das ihre Grünen-Fraktion mit dem Argument der Energiesicherheit mittrug. Vor ihrer Ministerzeit hatte Van der Straeten als Anwältin die Städteregion Aachen in einer – erfolglosen – Klage gegen den Block Tihange 2 vertreten.

Belgien hatte sieben AKW, die 60 Prozent des nationalen Strombedarfs deckten. Ursprünglich hätte der letzte Meiler 2025 vom Netz gehen sollen. Nun schloss der Bundesstaat für die AKW Doel 4 und Tihange 3 im März 2025 sogar Differenzverträge (CFD) ab, die bis zum endgültigen Ausstieg im Jahr 2035 dem Betreiber Engie einen Stromabnahmepreis garantieren. Im November 2025 wurde Doel 2 endgültig abgeschaltet.

In einem Statement hob Van der Straeten den „zentralen“ Beitrag der Windenergie zur Energieunabhängigkeit, industriellen Wettbewerbsfähigkeit und zu den Klimazielen Europas hervor. Windkraft sei eine heimische und skalierbare Energiequelle, sie liefere bezahlbaren Strom und eine wettbewerbsfähige industrielle Basis mit hoch qualifizierten Arbeitsplätzen.

Montag, 12.01.2026, 13:49 Uhr
Georg Eble
Energie & Management > Personalie - Wind-Dachverband macht belgische Ex-Politikerin zur Chefin
Tinne van der Straeten. Quelle: Jesse De Meulenaere
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Wind-Dachverband macht belgische Ex-Politikerin zur Chefin
Der europäische Dachverband Wind Europe hat die Nachfolge von Giles Dickson geregelt: Die ehemalige belgische Energieministerin Tinne Van der Straeten ist seine Nachfolgerin als CEO.
Tinne Van der Straeten (53) ist seit dem 2. Januar die CEO von Wind Europe. Das teilte der europäische Windkraft-Dachverband am 12. Januar mit.

Die Grünen-Politikerin Van der Straeten (sprich: „Straaten“) war von 2020 bis Februar 2025 belgische Energieministerin in der Mitte-Links-Koalition unter Führung des Liberalen Alexander De Croo. Dann trat aufgrund des Wahlergebnisses von 2024 eine Mitte-Rechts-Koalition unter dem Rechtspopulisten Bart De Wever an, und Van der Straeten wurde einfache Oppositionsabgeordnete.

In ihrer Amtszeit hatte sich Tinne Van der Straeten auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene unter anderem für den Ausbau der On- und Offshore-Windkraft eingesetzt. Sie saß der europäischen Energiekooperation und zweimal der Nordsee-Energiekooperation vor. Letztere bekennt sich zu einem ambitionierten Ausbauziel für die Windkraft auf See sowie zu einem vermaschten Anbindungsnetz ans Festland. Als belgische Fachministerin war sie 2024 auch Vorsitzende des EU-Energieministerrats. 2022 war sie Vize des Ministertreffens der Internationalen Energieagentur (IEA), wie Wind Europe hervorhebt.

Ihre Amtszeit war neben dem Ausbau der Erneuerbaren in Belgien vom Strecken des Atomausstiegs in der Energiekrise Anfang 2023 geprägt, das ihre Grünen-Fraktion mit dem Argument der Energiesicherheit mittrug. Vor ihrer Ministerzeit hatte Van der Straeten als Anwältin die Städteregion Aachen in einer – erfolglosen – Klage gegen den Block Tihange 2 vertreten.

Belgien hatte sieben AKW, die 60 Prozent des nationalen Strombedarfs deckten. Ursprünglich hätte der letzte Meiler 2025 vom Netz gehen sollen. Nun schloss der Bundesstaat für die AKW Doel 4 und Tihange 3 im März 2025 sogar Differenzverträge (CFD) ab, die bis zum endgültigen Ausstieg im Jahr 2035 dem Betreiber Engie einen Stromabnahmepreis garantieren. Im November 2025 wurde Doel 2 endgültig abgeschaltet.

In einem Statement hob Van der Straeten den „zentralen“ Beitrag der Windenergie zur Energieunabhängigkeit, industriellen Wettbewerbsfähigkeit und zu den Klimazielen Europas hervor. Windkraft sei eine heimische und skalierbare Energiequelle, sie liefere bezahlbaren Strom und eine wettbewerbsfähige industrielle Basis mit hoch qualifizierten Arbeitsplätzen.

Montag, 12.01.2026, 13:49 Uhr
Georg Eble

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