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Energie & Management > Gasnetz - Uniper verkauft Anteil an Opal-Pipeline
Quelle: Shutterstock / CDuschinger
Gasnetz

Uniper verkauft Anteil an Opal-Pipeline

Der staatliche Energiekonzern Uniper gibt seine Beteiligung an der Erdgasleitung Opal ab. Der Verkauf gehört zu den Auflagen der EU-Kommission. 
Uniper trennt sich von seiner Beteiligung an der Gaspipeline Opal. Der Energiekonzern hat dazu eine Vereinbarung über den Verkauf seiner 20-prozentigen Beteiligung unterzeichnet. Käufer ist der Wasserstoffinvestor Hy 24. Die Beteiligung wird über dessen Clean Hydrogen Infrastructure Fund erworben. Einen Kaufpreis nennt Uniper in seiner Mitteilung nicht.

Konkret verkauft Uniper die Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG vollständig an Hy 24. Die Gesellschaft hält einen Anteil von 20 Prozent an der Opal-Pipeline. Die übrigen 80 Prozent gehören Gascade Gastransport, die wiederum zu Securing Energy for Europe GmbH (Sefe) gehört, diese ist ebenfalls vollständig in Staatsbesitz.

Die Veräußerung gehört zu den Verpflichtungen, die Uniper aufgrund der staatlichen Stabilisierung während der Energiekrise erfüllen muss. Die Europäische Kommission hatte das deutsche Stabilisierungspaket für Uniper am 20. Dezember 2022 unter Auflagen nach dem EU-Beihilferecht genehmigt. Zu diesen Auflagen gehört die Veräußerung verschiedener Unternehmensbeteiligungen und Vermögenswerte.

Die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (Opal) verläuft über rund 470 Kilometer von Lubmin an der Ostseeküste bis Brandov an der deutsch-tschechischen Grenze. Sie wurde ursprünglich als landseitige Fortsetzung der Ostseepipeline Nord Stream errichtet und transportierte Erdgas von Lubmin Richtung Süden. Uniper bezeichnet Opal als einen der größten Transportkorridore Europas.

Inzwischen erhält die Leitung eine neue Funktion für den Wasserstofftransport. Opal ist Bestandteil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Der nördliche Abschnitt wurde nach Angaben von Uniper Mitte Dezember 2025 auf Wasserstoff umgestellt. Die Umstellung des südlichen Abschnitts soll bis Ende 2030 folgen.

Hy 24 ist ein 2021 gegründeter Investmentmanager mit Sitz in Paris, der auf die Finanzierung der Wasserstoffwirtschaft spezialisiert ist. Das Gemeinschaftsunternehmen von Ardian und FiveT Hydrogen verwaltet ein Vermögen von mehr als 2 Milliarden Euro. Zum Portfolio zählen unter anderem H2 Mobility Deutschland, der spanische Projektentwickler Enagas Renovable sowie Hy2gen, Everfuel und der schwedische Stahlhersteller Stegra.

Abgeschlossen ist der Verkauf noch nicht. Die Transaktion benötigt behördliche Genehmigungen. Zudem darf die Gascade als Partnerin der Bruchteilsgemeinschaft ein bestehendes Vorkaufsrecht nicht ausüben. (sag)


Montag, 14.09.2026, 15:38 Uhr
Stefan Sagmeister
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Quelle: Shutterstock / CDuschinger
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Uniper verkauft Anteil an Opal-Pipeline
Der staatliche Energiekonzern Uniper gibt seine Beteiligung an der Erdgasleitung Opal ab. Der Verkauf gehört zu den Auflagen der EU-Kommission. 
Uniper trennt sich von seiner Beteiligung an der Gaspipeline Opal. Der Energiekonzern hat dazu eine Vereinbarung über den Verkauf seiner 20-prozentigen Beteiligung unterzeichnet. Käufer ist der Wasserstoffinvestor Hy 24. Die Beteiligung wird über dessen Clean Hydrogen Infrastructure Fund erworben. Einen Kaufpreis nennt Uniper in seiner Mitteilung nicht.

Konkret verkauft Uniper die Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG vollständig an Hy 24. Die Gesellschaft hält einen Anteil von 20 Prozent an der Opal-Pipeline. Die übrigen 80 Prozent gehören Gascade Gastransport, die wiederum zu Securing Energy for Europe GmbH (Sefe) gehört, diese ist ebenfalls vollständig in Staatsbesitz.

Die Veräußerung gehört zu den Verpflichtungen, die Uniper aufgrund der staatlichen Stabilisierung während der Energiekrise erfüllen muss. Die Europäische Kommission hatte das deutsche Stabilisierungspaket für Uniper am 20. Dezember 2022 unter Auflagen nach dem EU-Beihilferecht genehmigt. Zu diesen Auflagen gehört die Veräußerung verschiedener Unternehmensbeteiligungen und Vermögenswerte.

Die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (Opal) verläuft über rund 470 Kilometer von Lubmin an der Ostseeküste bis Brandov an der deutsch-tschechischen Grenze. Sie wurde ursprünglich als landseitige Fortsetzung der Ostseepipeline Nord Stream errichtet und transportierte Erdgas von Lubmin Richtung Süden. Uniper bezeichnet Opal als einen der größten Transportkorridore Europas.

Inzwischen erhält die Leitung eine neue Funktion für den Wasserstofftransport. Opal ist Bestandteil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Der nördliche Abschnitt wurde nach Angaben von Uniper Mitte Dezember 2025 auf Wasserstoff umgestellt. Die Umstellung des südlichen Abschnitts soll bis Ende 2030 folgen.

Hy 24 ist ein 2021 gegründeter Investmentmanager mit Sitz in Paris, der auf die Finanzierung der Wasserstoffwirtschaft spezialisiert ist. Das Gemeinschaftsunternehmen von Ardian und FiveT Hydrogen verwaltet ein Vermögen von mehr als 2 Milliarden Euro. Zum Portfolio zählen unter anderem H2 Mobility Deutschland, der spanische Projektentwickler Enagas Renovable sowie Hy2gen, Everfuel und der schwedische Stahlhersteller Stegra.

Abgeschlossen ist der Verkauf noch nicht. Die Transaktion benötigt behördliche Genehmigungen. Zudem darf die Gascade als Partnerin der Bruchteilsgemeinschaft ein bestehendes Vorkaufsrecht nicht ausüben. (sag)


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