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Skyborn hat mit Uniper ein zehnjähriges Stromabnahmeabkommen aus dem Offshore-Windpark Gennaker geschlossen und außerdem den Offshore-Windpark Nordergründe vollständig übernommen.
Uniper hat mit dem Projektentwickler Skyborn einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) für den Offshore-Windpark Gennaker in der deutschen Ostsee geschlossen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um das erste Offshore-Wind-PPA des Düsseldorfer Energiekonzerns. Der Vertrag umfasst eine Leistung von 100 MW. Die Stromlieferung soll mit der kommerziellen Inbetriebnahme des Windparks beginnen. Vereinbart ist zunächst eine Laufzeit von zehn Jahren. Zudem besteht eine Verlängerungsoption. Finanzielle Einzelheiten nannten die Unternehmen nicht.
Für Skyborn erweitert die Vereinbarung das Vermarktungskonzept des Projekts. Neben anderen Vermarktungswegen wird damit ein Teil der künftigen Stromerzeugung langfristig über ein PPA abgesichert. CEO Patrick Lammers bezeichnete Gennaker als „Referenz- und Vorzeigeprojekt“. Der Offshore-Windpark Gennaker soll nach Angaben von Skyborn eine installierte Leistung von bis zu 976,5 MW erreichen und damit der größte Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee werden.
Vollständige Übernahme passt zur Strategie
Uniper baut sein Geschäft mit langfristigen Stromabnahmeverträgen seit mehreren Jahren aus. Mit dem jetzt vereinbarten Vertrag ergänzt das Unternehmen sein Portfolio erstmals um Strom aus einem Offshore-Windpark in Deutschland. Skyborn entwickelt, finanziert und realisiert Offshore-Windprojekte. Gennaker befindet sich vor dem Übergang in die Bauphase. Das Projekt zählt zu den größten geplanten Offshore-Windvorhaben in deutschen Gewässern und soll einen Beitrag zum Ausbau der Offshore-Windenergie in der Ostsee leisten.
In einer aktuellen Mitteilung hat Skyborn außerdem bekannt gegeben, den Offshore-Windpark Nordergründe vollständig übernommen zu haben. Bislang waren noch die John Laing Group sowie die Gothaer Lebensversicherung Anteilseigner des 111-MW-Windparks mit 18 Windenergieanlagen im deutschen Wattenmeer. Zuvor war Skyborn mit 30 Prozent beteiligt. Hauptanteilseigner war die Gothaer mit 40 Prozent gewesen. Angaben zum Kaufpreis machten die Beteiligten nicht.
Nordergründe ist seit 2017 in Betrieb. Skyborn war bereits während der Entwicklung des Projekts beteiligt und hatte nach eigenen Angaben das Baumanagement. Mit der vollständigen Übernahme will das Unternehmen die Betriebsführung und die langfristige Weiterentwicklung des Windparks künftig eigenständig steuern.
Nach Angaben von Skyborn ist die Transaktion Teil der Unternehmensstrategie, Offshore-Windparks nicht nur zu entwickeln und zu errichten, sondern sie auch dauerhaft im eigenen Bestand zu halten und zu betreiben. Durch die vollständige Kontrolle über den Windpark sollen Entscheidungen über Betrieb, Instandhaltung und Investitionen schneller umgesetzt werden können.
Erst vor wenigen Wochen hatte Skyborn einen langfristigen Servicevertrag mit dem Unternehmen Wind Multiplikator für Betrieb und Wartung des Windparks abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sollen dadurch die Betriebsprozesse gebündelt und die technische Betreuung langfristig gesichert werden.
Montag, 29.06.2026, 18:06 Uhr
Fritz Wilhelm
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