Beim Spatenstich in Waltrop fiel der Startschuss für den 900-MW-Batteriepark. Quelle: Trianel
Zusammen mit Luxcara und BKW hat Trianel in Waltrop (Nordrhein-Westfalen) mit dem Bau eines Batteriespeichers mit 900 MW Leistung und mindestens 1.800 MWh Kapazität begonnen.
Am 21. September setzten Vertreter von Luxcara, BKW und Trianel gemeinsam mit Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) den symbolischen ersten Spatenstich. Mit einer Kapazität von mindestens 1.800 MWh kann der Speicher seine Nennleistung von 900 MW rechnerisch über mindestens zwei Stunden bereitstellen. Damit sei die Anlage auf Anwendungen ausgelegt, bei denen größere Strommengen für mehrere Stunden zwischengespeichert werden, heißt es von Seiten der Trianel.
Das Projekt verteilt sich nach Angaben von Trianel auf mehrere Partner: Der Hamburger Asset Manager Luxcara übernimmt 520 MW, auf das Schweizer Energie- und Infrastrukturunternehmen BKW entfallen 300 MW. Weitere 80 MW entfallen auf die T-BESS 1 GmbH & Co. KG, über die sich Stadtwerke unter Federführung von Trianel an dem Projekt beteiligen.
Inbetriebnahme für 2028 geplant
Die Stadtwerke-Kooperation Trianel mit Sitz in Aachen bündelt nach eigenen Angaben die Interessen von mehr als 100 kommunalen Gesellschaftern und Partnern. Zu ihren Geschäftsfeldern zählen die Projektentwicklung erneuerbarer Energien, Energiehandel und -beschaffung sowie Flexibilitätslösungen.
Mit dem Spatenstich beginnt nun die bauliche Umsetzung des Speichers. Zunächst wollen die Projektpartner das Gelände erschließen und für den Bau vorbereiten. Ab Juli kommenden Jahres sollen unter anderem das Umspannwerk, Transformatoren und die Batteriespeichersysteme angeliefert werden. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen.
Großbatteriespeicher sollen vor allem kurzfristige Schwankungen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch ausgleichen. Dadurch schaffen sie zusätzliche Flexibilität im Stromsystem. Diese Funktion rückt für Trianel-Geschäftsführer Sven Becker mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien stärker in den Mittelpunkt. „Es geht nicht mehr allein um den Ausbau erneuerbarer Erzeugung, sondern zunehmend um Flexibilität, Speicherung und die intelligente Integration von Stromangebot und Stromnachfrage“, erklärte Becker anlässlich des Baustarts. (ds)
Dienstag, 22.09.2026, 12:49 Uhr
Davina Spohn
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