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Energie & Management > Bilanz - Thyssenkrupp Nucera startet schwächer ins Jahr
Quelle: Thyssenkrupp Nucera
Bilanz

Thyssenkrupp Nucera startet schwächer ins Jahr

Thyssenkrupp Nucera startet mit rückläufigem Umsatz und negativem Ebit ins Geschäftsjahr 2025/26. Der weitere Verlauf hängt maßgeblich von der Umsetzung großer Wasserstoffprojekte ab.
Als Tochter der Essener Thyssenkrupp AG entwickelt Thyssenkrupp Nucera in Dortmund Elektrolyseure für grünen Wasserstoff und für die Chlor-Alkali-Produktion. Im ersten Quartal 2025/26 sank der Auftragseingang laut Unternehmen auf 75 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte er noch 95 Millionen Euro erreicht. Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund begründet den Rückgang mit zeitlichen Verschiebungen im Wasserstoffgeschäft und einem niedrigeren Bestellvolumen im Chlor-Alkali-Segment.

Den Konzernumsatz beziffert Thyssenkrupp Nucera auf 147 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2024/25 hatte der Wert noch bei 262 Millionen Euro gelegen. Das Unternehmen führt das Minus vor allem auf den hohen Fertigstellungsgrad großer Projekte zurück. Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2025 bei 489 Millionen Euro nach 606 Millionen Euro zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte der Konzern ins Minus. Das Ebit belief sich auf minus 4 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 8 Millionen Euro). Als Einflussfaktor nennt das Unternehmen unter anderem Bewertungseffekte aus Derivaten in Höhe von 2 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern sank auf minus 3 Millionen Euro nach 9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Finanzergebnis verringerte sich auf 3 Millionen Euro. Das ist die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 1.089 nach 944 ein Jahr zuvor.

Segment „Grüner Wasserstoff“ mit deutlichem Minus

Im Segment „Grüner Wasserstoff“ blieb der Auftragseingang mit 5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Der Umsatz halbierte sich jedoch auf 77 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 154 Millionen Euro). Thyssenkrupp Nucera verweist auf die weitgehend abgeschlossene Umsatzrealisierung beim Großprojekt „Neom“ in Saudi-Arabien. Als wichtigen Umsatztreiber nennt das Unternehmen das Stegra-Projekt in Schweden. Dort liefert Thyssenkrupp Nucera Elektrolyseure mit einer installierten Leistung von mehr als 700 MW. Das Segment-Ebit verschlechterte sich auf minus 12 Millionen Euro nach minus 8 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Vorstandschef Werner Ponikwar bezeichnet das Marktumfeld als anspruchsvoll, sieht aber positive Impulse für grünen Wasserstoff. Man investiere weiter gezielt in Technologie, erklärte er. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 9 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 7 Millionen Euro). Das Unternehmen arbeitet unter anderem an der Festoxid-Elektrolyse sowie an einer modularen Hochdrucklösung.

Segment „Chlor-Alkali“ mit rückläufigem Ergebnis

Im Segment Chlor-Alkali erreichte der Auftragseingang 70 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war er noch bei 89 Millionen Euro gelegen. Während das Neubaugeschäft zulegte, blieb das Servicegeschäft unter dem hohen Vorjahreswert, wie das Unternehmen mitteilt. Der Umsatz sank auf 70 Millionen Euro nach 108 Millionen Euro im ersten Quartal 2024/25. Das Ebit im Segment halbierte sich auf 8 Millionen Euro.

Finanzvorstand Stefan Hahn sieht die erwarteten Spuren der Marktsituation in den Quartalszahlen. Zugleich halte das Unternehmen an flexiblen Kostenstrukturen fest und arbeite an einer Verbesserung der Margen.

An der Prognose für das Gesamtjahr 2025/26 hält der Vorstand fest. Thyssenkrupp Nucera erwartet weiterhin einen Auftragseingang zwischen 350 Millionen und 900 Millionen Euro nach 348 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024/25. Den Umsatz prognostiziert das Unternehmen mit 500 Millionen bis 600 Millionen Euro nach 845 Millionen Euro im Vorjahr. Beim Ebit rechnet der Vorstand mit minus 30 Millionen bis 0 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2024/2025 war es bei 2 Millionen Euro gelegen. 

Mittwoch, 11.02.2026, 14:16 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Bilanz - Thyssenkrupp Nucera startet schwächer ins Jahr
Quelle: Thyssenkrupp Nucera
Bilanz
Thyssenkrupp Nucera startet schwächer ins Jahr
Thyssenkrupp Nucera startet mit rückläufigem Umsatz und negativem Ebit ins Geschäftsjahr 2025/26. Der weitere Verlauf hängt maßgeblich von der Umsetzung großer Wasserstoffprojekte ab.
Als Tochter der Essener Thyssenkrupp AG entwickelt Thyssenkrupp Nucera in Dortmund Elektrolyseure für grünen Wasserstoff und für die Chlor-Alkali-Produktion. Im ersten Quartal 2025/26 sank der Auftragseingang laut Unternehmen auf 75 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte er noch 95 Millionen Euro erreicht. Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund begründet den Rückgang mit zeitlichen Verschiebungen im Wasserstoffgeschäft und einem niedrigeren Bestellvolumen im Chlor-Alkali-Segment.

Den Konzernumsatz beziffert Thyssenkrupp Nucera auf 147 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2024/25 hatte der Wert noch bei 262 Millionen Euro gelegen. Das Unternehmen führt das Minus vor allem auf den hohen Fertigstellungsgrad großer Projekte zurück. Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2025 bei 489 Millionen Euro nach 606 Millionen Euro zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte der Konzern ins Minus. Das Ebit belief sich auf minus 4 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 8 Millionen Euro). Als Einflussfaktor nennt das Unternehmen unter anderem Bewertungseffekte aus Derivaten in Höhe von 2 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern sank auf minus 3 Millionen Euro nach 9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Finanzergebnis verringerte sich auf 3 Millionen Euro. Das ist die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 1.089 nach 944 ein Jahr zuvor.

Segment „Grüner Wasserstoff“ mit deutlichem Minus

Im Segment „Grüner Wasserstoff“ blieb der Auftragseingang mit 5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Der Umsatz halbierte sich jedoch auf 77 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 154 Millionen Euro). Thyssenkrupp Nucera verweist auf die weitgehend abgeschlossene Umsatzrealisierung beim Großprojekt „Neom“ in Saudi-Arabien. Als wichtigen Umsatztreiber nennt das Unternehmen das Stegra-Projekt in Schweden. Dort liefert Thyssenkrupp Nucera Elektrolyseure mit einer installierten Leistung von mehr als 700 MW. Das Segment-Ebit verschlechterte sich auf minus 12 Millionen Euro nach minus 8 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Vorstandschef Werner Ponikwar bezeichnet das Marktumfeld als anspruchsvoll, sieht aber positive Impulse für grünen Wasserstoff. Man investiere weiter gezielt in Technologie, erklärte er. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 9 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 7 Millionen Euro). Das Unternehmen arbeitet unter anderem an der Festoxid-Elektrolyse sowie an einer modularen Hochdrucklösung.

Segment „Chlor-Alkali“ mit rückläufigem Ergebnis

Im Segment Chlor-Alkali erreichte der Auftragseingang 70 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war er noch bei 89 Millionen Euro gelegen. Während das Neubaugeschäft zulegte, blieb das Servicegeschäft unter dem hohen Vorjahreswert, wie das Unternehmen mitteilt. Der Umsatz sank auf 70 Millionen Euro nach 108 Millionen Euro im ersten Quartal 2024/25. Das Ebit im Segment halbierte sich auf 8 Millionen Euro.

Finanzvorstand Stefan Hahn sieht die erwarteten Spuren der Marktsituation in den Quartalszahlen. Zugleich halte das Unternehmen an flexiblen Kostenstrukturen fest und arbeite an einer Verbesserung der Margen.

An der Prognose für das Gesamtjahr 2025/26 hält der Vorstand fest. Thyssenkrupp Nucera erwartet weiterhin einen Auftragseingang zwischen 350 Millionen und 900 Millionen Euro nach 348 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024/25. Den Umsatz prognostiziert das Unternehmen mit 500 Millionen bis 600 Millionen Euro nach 845 Millionen Euro im Vorjahr. Beim Ebit rechnet der Vorstand mit minus 30 Millionen bis 0 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2024/2025 war es bei 2 Millionen Euro gelegen. 

Mittwoch, 11.02.2026, 14:16 Uhr
Davina Spohn

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