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Energie & Management > Wärmespeicher - Thermoskanne für Münchner Fernwärme am Netz
Der Warmwasserspeicher in München Quelle: SWM
Wärmespeicher

Thermoskanne für Münchner Fernwärme am Netz

Zweieinhalb Jahre nach Baubeginn haben die Stadtwerke München ihren 50 Meter hohen Wärmespeicher am Energiestandort Süd in Betrieb genommen.
Wie eine gigantische Thermoskanne wirkt der Wärmespeicher der Münchner Stadtwerke (SWM) am Heizkraftwerk (HKW) Süd. Er ging im April ans Fernwärmenetz, wie das Unternehmen am 11. Mai mitteilte. Während des Probebetriebs werde die Anlage weiter optimiert. Sie ist bereits mit den Fernwärmenetzen Innenstadt und Perlach verbunden.

„Die Inbetriebsetzung des Anschlusses für das Netz Sendling wird vorbereitet“, teilen die SWM mit. Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser.

Wichtiger Baustein für Wärmewende

Der Wärmespeicher ist ein wichtiger Baustein der SWM bei der erfolgreichen Umsetzung der Wärmewende. Mit ihm lassen sich die Energieerzeugungsanlagen am Standort Süd flexibilisieren. Die Strom- und Wärmeerzeugung im HKW Süd könnten durch ihn effizienter entkoppelt werden, erläutert die SWM.

Werde viel Strom benötigt, aber wenig Wärme, kann die überschüssige Wärme ab jetzt gespeichert werden. Werde dagegen wenig Strom aus dem Kraftwerk benötigt – zum Beispiel, weil viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen im Netz ist – und die Produktion gedrosselt, werde auch weniger Wärme erzeugt. Dann kann auf die Wärme im Speicher zurückgegriffen werden.

„Perspektivisch kann der Speicher auch die Wärme aus der Geothermieanlage in lastschwachen Zeiten zwischenspeichern und bei hoher Wärmenachfrage wieder abgeben“, so die SWM. All das schaffe mehr Effizienz im Gesamtsystem und stärke die Versorgungssicherheit der Stadt.

Traditionsreicher Energiestandort im Wandel

Der Energiestandort Süd der SWM stehe speziell für den Wandel von der alten zur neuen Energiewelt: Seit 1899 wird hier Strom für die Stadt erzeugt. Nach Phasen mit Kohle- und Müllver­brennung ist seit einem Vierteljahrhundert die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis Stand der Technik.

„Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien“, planen die SWM. So arbeite auf der Nordseite des Energiestandorts bereits Deutschlands größte Geothermieanlage, die Ökowärme für rund 80.000 Menschen liefern kann.

Eine Fernkältezentrale werde zukünftig klimafreundliche Fernkälte in die Innenstadt liefern, um die dort wachsende Nachfrage zu bedienen. Im HKW Süd selbst könnte durch den Einsatz modernster Technik künftig anteilig Biomethan oder Wasserstoff zum Einsatz kommen, um weniger fossile Brennstoffe zu nutzen, so die weitere Planung. 

Montag, 11.05.2026, 12:35 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Wärmespeicher - Thermoskanne für Münchner Fernwärme am Netz
Der Warmwasserspeicher in München Quelle: SWM
Wärmespeicher
Thermoskanne für Münchner Fernwärme am Netz
Zweieinhalb Jahre nach Baubeginn haben die Stadtwerke München ihren 50 Meter hohen Wärmespeicher am Energiestandort Süd in Betrieb genommen.
Wie eine gigantische Thermoskanne wirkt der Wärmespeicher der Münchner Stadtwerke (SWM) am Heizkraftwerk (HKW) Süd. Er ging im April ans Fernwärmenetz, wie das Unternehmen am 11. Mai mitteilte. Während des Probebetriebs werde die Anlage weiter optimiert. Sie ist bereits mit den Fernwärmenetzen Innenstadt und Perlach verbunden.

„Die Inbetriebsetzung des Anschlusses für das Netz Sendling wird vorbereitet“, teilen die SWM mit. Mit 50 Metern Höhe und rund 40 Metern Durchmesser hat der Wärmespeicher ein Brutto-Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Fernwärmewasser.

Wichtiger Baustein für Wärmewende

Der Wärmespeicher ist ein wichtiger Baustein der SWM bei der erfolgreichen Umsetzung der Wärmewende. Mit ihm lassen sich die Energieerzeugungsanlagen am Standort Süd flexibilisieren. Die Strom- und Wärmeerzeugung im HKW Süd könnten durch ihn effizienter entkoppelt werden, erläutert die SWM.

Werde viel Strom benötigt, aber wenig Wärme, kann die überschüssige Wärme ab jetzt gespeichert werden. Werde dagegen wenig Strom aus dem Kraftwerk benötigt – zum Beispiel, weil viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen im Netz ist – und die Produktion gedrosselt, werde auch weniger Wärme erzeugt. Dann kann auf die Wärme im Speicher zurückgegriffen werden.

„Perspektivisch kann der Speicher auch die Wärme aus der Geothermieanlage in lastschwachen Zeiten zwischenspeichern und bei hoher Wärmenachfrage wieder abgeben“, so die SWM. All das schaffe mehr Effizienz im Gesamtsystem und stärke die Versorgungssicherheit der Stadt.

Traditionsreicher Energiestandort im Wandel

Der Energiestandort Süd der SWM stehe speziell für den Wandel von der alten zur neuen Energiewelt: Seit 1899 wird hier Strom für die Stadt erzeugt. Nach Phasen mit Kohle- und Müllver­brennung ist seit einem Vierteljahrhundert die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Erdgasbasis Stand der Technik.

„Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien“, planen die SWM. So arbeite auf der Nordseite des Energiestandorts bereits Deutschlands größte Geothermieanlage, die Ökowärme für rund 80.000 Menschen liefern kann.

Eine Fernkältezentrale werde zukünftig klimafreundliche Fernkälte in die Innenstadt liefern, um die dort wachsende Nachfrage zu bedienen. Im HKW Süd selbst könnte durch den Einsatz modernster Technik künftig anteilig Biomethan oder Wasserstoff zum Einsatz kommen, um weniger fossile Brennstoffe zu nutzen, so die weitere Planung. 

Montag, 11.05.2026, 12:35 Uhr
Susanne Harmsen

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