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Energie & Management > Umstrukturierung - Stellenabbau bei Juwi
Quelle: Shutterstock / Andrii Yalansky
Umstrukturierung

Stellenabbau bei Juwi

Verschärfter Wettbewerb, schwieriges Marktumfeld: Der Erneuerbaren-Projektierer Juwi setzt den Rotstift an. Und macht dabei auch vor der Führungsetage nicht halt. 
Beim rheinland-pfälzischen Projektentwickler Juwi sollen 280 Stellen wegfallen. Das Unternehmen reagiert damit einer Pressemitteilung zufolge auf den verschärften Wettbewerb im Markt für erneuerbare Energien. Auch sinkende Zuschlagssätze in Auktionen, steigende Kosten, begrenzte Netzanschlüsse und dadurch sinkende Margen hätten in den vergangenen Monaten zu hohem wirtschaftlichem Druck geführt. Die schwierigeren Rahmenbedingungen der Energiemärkte im In- und Ausland sowie strukturelle Herausforderungen machten eine Anpassung der Organisation inklusive eines Personalabbaus bei Juwi notwendig, schreibt das Unternehmen.

„Mit der Restrukturierung schaffen wir die Grundlage für mehr Effizienz, klare Marktfokussierung und nachhaltige Profitabilität“, begründet Juwi-CEO Jost Backhaus den Schritt: „Unser Ziel ist es, Juwi langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen und so als starken, verlässlichen Partner der Energiewende zu positionieren“. 

Die Stellenstreichungen sollen „möglichst sozialverträglich“ umgesetzt werden. Die geplante Restrukturierung sei gemeinsam mit Arbeitnehmervertretungen, zuständigen Gremien und der Muttergesellschaft MVV Energie AG entwickelt worden. Dabei setze man zunächst auf freiwillige Maßnahmen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nur vorgesehen, wenn es unvermeidbar sei, heißt es in der Mitteilung.

Umstrukturierung und Verkleinerung der Geschäftsführung

Definitiv gehen wird ein Teil der bisherigen Unternehmensführung: Christian Arnold, seit November 2021 für das operative Geschäft in Deutschland verantwortlich, verlässt Juwi zum 30. September 2026. Stephan Hansen, der das internationale Geschäft sowie die Bereiche Einkauf, IT, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit verantwortet, legt sein Mandat als Geschäftsführer ebenfalls zum 30. September 2026 nieder und scheidet zum 30. Juni 2027 aus dem Unternehmen aus. Bis dahin soll er als Senior Advisor im internationalen Projektgeschäft tätig sein. 

Das Unternehmen soll damit ab Oktober 2026 vom derzeitigen CEO Jost Backhaus gemeinsam mit dem neuen CFO Thomas Hüsgen geführt werden. Hüsgen ist derzeit Finanzvorstand bei Zelestra Deutschland und war zuvor in verschiedenen Führungsfunktionen bei RWE, Innogy und Eon tätig. Nach Unternehmensangaben verfügt er über rund 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Controlling, Rechnungswesen, Steuern und Recht. 
 
Thomas Hüsgen wird ab 1. Oktober 2026 neuer CFO der JUWI-Gruppe.
Quelle: privat

Mit der Umstrukturierung werden auch die Zuständigkeiten in der Geschäftsführung neu verteilt. Backhaus übernimmt zusätzlich zum Vorsitz der Geschäftsführung die Verantwortung für das operative Geschäft in Deutschland, Griechenland und Italien sowie für Einkauf und Strategy & Development. Hüsgen soll künftig sämtliche kaufmännischen Bereiche des Unternehmens im In- und Ausland sowie die Ressorts Recht und Compliance verantworten.

Fokus auf hybride Projekte in wachstumsstarken Märkten 

Strategisch will sich Juwi künftig stärker auf wirtschaftlich tragfähige Märkte konzentrieren. Das Unternehmen setzt dabei unter anderem auf hybride Projekte, die Wind- und Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern kombinieren. Zudem soll die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft MVV Energie ausgebaut werden, etwa bei der Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen an Industriekunden. 

Trotz der Restrukturierung verweist das Unternehmen auf eine gefüllte Projektpipeline. Derzeit errichte Juwi in Deutschland, Italien, Griechenland, Südafrika und den USA Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 MW. In den beiden jüngsten Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur erhielt Juwi Zuschläge für 64 Windenergieanlagen mit insgesamt 390 MW. Auch bei der jüngsten Ausschreibung für Photovoltaik-Projekte sei man erfolgreich gewesen. 

Juwi gehört zur Mannheimer MVV Energie AG und beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, baut und betreibt Projekte in den Bereichen Windenergie, Solarenergie sowie Speicherlösungen. 

Mittwoch, 10.06.2026, 10:52 Uhr
Katia Meyer-Tien
Energie & Management > Umstrukturierung - Stellenabbau bei Juwi
Quelle: Shutterstock / Andrii Yalansky
Umstrukturierung
Stellenabbau bei Juwi
Verschärfter Wettbewerb, schwieriges Marktumfeld: Der Erneuerbaren-Projektierer Juwi setzt den Rotstift an. Und macht dabei auch vor der Führungsetage nicht halt. 
Beim rheinland-pfälzischen Projektentwickler Juwi sollen 280 Stellen wegfallen. Das Unternehmen reagiert damit einer Pressemitteilung zufolge auf den verschärften Wettbewerb im Markt für erneuerbare Energien. Auch sinkende Zuschlagssätze in Auktionen, steigende Kosten, begrenzte Netzanschlüsse und dadurch sinkende Margen hätten in den vergangenen Monaten zu hohem wirtschaftlichem Druck geführt. Die schwierigeren Rahmenbedingungen der Energiemärkte im In- und Ausland sowie strukturelle Herausforderungen machten eine Anpassung der Organisation inklusive eines Personalabbaus bei Juwi notwendig, schreibt das Unternehmen.

„Mit der Restrukturierung schaffen wir die Grundlage für mehr Effizienz, klare Marktfokussierung und nachhaltige Profitabilität“, begründet Juwi-CEO Jost Backhaus den Schritt: „Unser Ziel ist es, Juwi langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen und so als starken, verlässlichen Partner der Energiewende zu positionieren“. 

Die Stellenstreichungen sollen „möglichst sozialverträglich“ umgesetzt werden. Die geplante Restrukturierung sei gemeinsam mit Arbeitnehmervertretungen, zuständigen Gremien und der Muttergesellschaft MVV Energie AG entwickelt worden. Dabei setze man zunächst auf freiwillige Maßnahmen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nur vorgesehen, wenn es unvermeidbar sei, heißt es in der Mitteilung.

Umstrukturierung und Verkleinerung der Geschäftsführung

Definitiv gehen wird ein Teil der bisherigen Unternehmensführung: Christian Arnold, seit November 2021 für das operative Geschäft in Deutschland verantwortlich, verlässt Juwi zum 30. September 2026. Stephan Hansen, der das internationale Geschäft sowie die Bereiche Einkauf, IT, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit verantwortet, legt sein Mandat als Geschäftsführer ebenfalls zum 30. September 2026 nieder und scheidet zum 30. Juni 2027 aus dem Unternehmen aus. Bis dahin soll er als Senior Advisor im internationalen Projektgeschäft tätig sein. 

Das Unternehmen soll damit ab Oktober 2026 vom derzeitigen CEO Jost Backhaus gemeinsam mit dem neuen CFO Thomas Hüsgen geführt werden. Hüsgen ist derzeit Finanzvorstand bei Zelestra Deutschland und war zuvor in verschiedenen Führungsfunktionen bei RWE, Innogy und Eon tätig. Nach Unternehmensangaben verfügt er über rund 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Controlling, Rechnungswesen, Steuern und Recht. 
 
Thomas Hüsgen wird ab 1. Oktober 2026 neuer CFO der JUWI-Gruppe.
Quelle: privat

Mit der Umstrukturierung werden auch die Zuständigkeiten in der Geschäftsführung neu verteilt. Backhaus übernimmt zusätzlich zum Vorsitz der Geschäftsführung die Verantwortung für das operative Geschäft in Deutschland, Griechenland und Italien sowie für Einkauf und Strategy & Development. Hüsgen soll künftig sämtliche kaufmännischen Bereiche des Unternehmens im In- und Ausland sowie die Ressorts Recht und Compliance verantworten.

Fokus auf hybride Projekte in wachstumsstarken Märkten 

Strategisch will sich Juwi künftig stärker auf wirtschaftlich tragfähige Märkte konzentrieren. Das Unternehmen setzt dabei unter anderem auf hybride Projekte, die Wind- und Photovoltaikanlagen mit Batteriespeichern kombinieren. Zudem soll die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft MVV Energie ausgebaut werden, etwa bei der Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen an Industriekunden. 

Trotz der Restrukturierung verweist das Unternehmen auf eine gefüllte Projektpipeline. Derzeit errichte Juwi in Deutschland, Italien, Griechenland, Südafrika und den USA Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 MW. In den beiden jüngsten Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur erhielt Juwi Zuschläge für 64 Windenergieanlagen mit insgesamt 390 MW. Auch bei der jüngsten Ausschreibung für Photovoltaik-Projekte sei man erfolgreich gewesen. 

Juwi gehört zur Mannheimer MVV Energie AG und beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, baut und betreibt Projekte in den Bereichen Windenergie, Solarenergie sowie Speicherlösungen. 

Mittwoch, 10.06.2026, 10:52 Uhr
Katia Meyer-Tien

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