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Energie & Management > Stadtwerke - Stadtwerke Energie Jena-Pößneck darf nach Erdwärme suchen
Quelle: Jonas Rosenberger
Stadtwerke

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck darf nach Erdwärme suchen

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck dürfen im Raum Jena nach Tiefengeothermie suchen. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz hat eine Aufsuchungserlaubnis erteilt.
Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck haben vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) die Erlaubnis erhalten, im Feld „Geothermie Jena“ nach geothermischen Ressourcen zu suchen. Das Erlaubnisfeld umfasst rund 264 Quadratkilometer und erstreckt sich über Teile des Raums Jena zwischen Apolda und Dorndorf-Steudnitz im Norden sowie Magersdorf und dem Gebiet südlich von Milda im Süden.

Ziel ist es, die geologischen Bedingungen für eine mögliche Nutzung von Tiefengeothermie in der Region Jena zu untersuchen. Mit der Erlaubnis erhält das Unternehmen das ausschließliche Recht, innerhalb des festgelegten Gebietes geologische Untersuchungen zur möglichen Nutzung von Tiefengeothermie vorzubereiten. Das Aufsuchungsfeld ist bis April 2031 gültig. 

Mit der nun erteilten Erlaubnis sind noch keine konkreten Erkundungsmaßnahmen verbunden. Für seismische Untersuchungen, Probebohrungen oder andere Eingriffe sind zusätzliche Genehmigungen notwendig.

Fernwärmetransformation als Hintergrund

Die Stadtwerke prüfen die Nutzung von Tiefengeothermie im Rahmen ihrer langfristigen Wärmestrategie für Jena. Nach Angaben des Unternehmens wird die Fernwärmeversorgung der Stadt derzeit zu 98 Prozent auf Basis von Erdgas bereitgestellt. Bis 2045 soll die Wärmeversorgung emissionsfrei erfolgen.

„Dafür prüfen wir alle Möglichkeiten zur Nutzung vorhandener regenerativer Energiequellen“, begründet Stadtwerke-Geschäftsführer Andre Sack. „Die Geologie im Raum Jena lässt die Verfügbarkeit von Wärme im tiefen Erdreich vermuten. Die nun erteilte Aufsuchungserlaubnis ist ein erster Schritt, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und in die weiteren Planungen einzusteigen. Prämisse für all unser Handeln bleibt es, die Menschen zuverlässig und bezahlbar mit Wärme zu versorgen.“

Weitere Projekte in Jena

Die Stadtwerke Jena Jena-Pößneck suchen aber nicht nur nach Erdwärme. Der Versorger plant unter anderem auch, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für Unternehmen in einem Gewerbegebiet nutzbar zu machen (wir berichteten). Dabei soll die Wärme des gereinigten Abwassers der zentralen Kläranlage Jena-Zwätzen künftig Unternehmen im Gewerbegebiet Jena-Nord zur Verfügung gestellt werden.

Eine erstellte Machbarkeitsstudie ermittelte ein wirtschaftlich nutzbares Potenzial von rund 120 Gigawattstunden pro Jahr, was dem durchschnittlichen Jahreswärmebedarf von etwa 10.000 Haushalten entspricht. Neben der Analyse des aktuellen Wärmebedarfs wurden auch Aspekte der Genehmigung und Netzplanung berücksichtigt. Die Stadtwerke sind im Jahr 2025 in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen. Der Baustart ist für 2028 vorgesehen.

Zudem haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr das Projekt „Dampfablösung“ abgeschlossen und das bisherige Dampfnetz im Süden Jenas stillgelegt. Seit 2019 setzten sie dafür 24 Einzelmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 6,8 Millionen Euro um. 

Mit der Umstellung wurden die verbliebenen Kunden des sieben Kilometer langen Dampfnetzes an das Heißwasser-Fernwärmenetz angeschlossen. Hintergrund ist die sinkende Nachfrage nach Prozessdampf sowie die Tatsache, dass ein Hochtemperatur-Dampfnetz nur eingeschränkt für erneuerbare Wärmequellen geeignet ist.

Donnerstag, 4.06.2026, 14:04 Uhr
Heidi Roider
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Quelle: Jonas Rosenberger
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Stadtwerke Energie Jena-Pößneck darf nach Erdwärme suchen
Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck dürfen im Raum Jena nach Tiefengeothermie suchen. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz hat eine Aufsuchungserlaubnis erteilt.
Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck haben vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) die Erlaubnis erhalten, im Feld „Geothermie Jena“ nach geothermischen Ressourcen zu suchen. Das Erlaubnisfeld umfasst rund 264 Quadratkilometer und erstreckt sich über Teile des Raums Jena zwischen Apolda und Dorndorf-Steudnitz im Norden sowie Magersdorf und dem Gebiet südlich von Milda im Süden.

Ziel ist es, die geologischen Bedingungen für eine mögliche Nutzung von Tiefengeothermie in der Region Jena zu untersuchen. Mit der Erlaubnis erhält das Unternehmen das ausschließliche Recht, innerhalb des festgelegten Gebietes geologische Untersuchungen zur möglichen Nutzung von Tiefengeothermie vorzubereiten. Das Aufsuchungsfeld ist bis April 2031 gültig. 

Mit der nun erteilten Erlaubnis sind noch keine konkreten Erkundungsmaßnahmen verbunden. Für seismische Untersuchungen, Probebohrungen oder andere Eingriffe sind zusätzliche Genehmigungen notwendig.

Fernwärmetransformation als Hintergrund

Die Stadtwerke prüfen die Nutzung von Tiefengeothermie im Rahmen ihrer langfristigen Wärmestrategie für Jena. Nach Angaben des Unternehmens wird die Fernwärmeversorgung der Stadt derzeit zu 98 Prozent auf Basis von Erdgas bereitgestellt. Bis 2045 soll die Wärmeversorgung emissionsfrei erfolgen.

„Dafür prüfen wir alle Möglichkeiten zur Nutzung vorhandener regenerativer Energiequellen“, begründet Stadtwerke-Geschäftsführer Andre Sack. „Die Geologie im Raum Jena lässt die Verfügbarkeit von Wärme im tiefen Erdreich vermuten. Die nun erteilte Aufsuchungserlaubnis ist ein erster Schritt, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und in die weiteren Planungen einzusteigen. Prämisse für all unser Handeln bleibt es, die Menschen zuverlässig und bezahlbar mit Wärme zu versorgen.“

Weitere Projekte in Jena

Die Stadtwerke Jena Jena-Pößneck suchen aber nicht nur nach Erdwärme. Der Versorger plant unter anderem auch, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für Unternehmen in einem Gewerbegebiet nutzbar zu machen (wir berichteten). Dabei soll die Wärme des gereinigten Abwassers der zentralen Kläranlage Jena-Zwätzen künftig Unternehmen im Gewerbegebiet Jena-Nord zur Verfügung gestellt werden.

Eine erstellte Machbarkeitsstudie ermittelte ein wirtschaftlich nutzbares Potenzial von rund 120 Gigawattstunden pro Jahr, was dem durchschnittlichen Jahreswärmebedarf von etwa 10.000 Haushalten entspricht. Neben der Analyse des aktuellen Wärmebedarfs wurden auch Aspekte der Genehmigung und Netzplanung berücksichtigt. Die Stadtwerke sind im Jahr 2025 in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einsteigen. Der Baustart ist für 2028 vorgesehen.

Zudem haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr das Projekt „Dampfablösung“ abgeschlossen und das bisherige Dampfnetz im Süden Jenas stillgelegt. Seit 2019 setzten sie dafür 24 Einzelmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 6,8 Millionen Euro um. 

Mit der Umstellung wurden die verbliebenen Kunden des sieben Kilometer langen Dampfnetzes an das Heißwasser-Fernwärmenetz angeschlossen. Hintergrund ist die sinkende Nachfrage nach Prozessdampf sowie die Tatsache, dass ein Hochtemperatur-Dampfnetz nur eingeschränkt für erneuerbare Wärmequellen geeignet ist.

Donnerstag, 4.06.2026, 14:04 Uhr
Heidi Roider

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