Windkraft plus Photovoltaik - das Hybridkraftwerk Haringvliet. Quelle: Vattenfall
Vattenfall errichtet in der Eifel einen kombinierten PV- und Windpark. Dabei sieht das Unternehmen die Solaranlage „technisch quasi wie eine weitere Windturbine“.
Vier Windräder mit zusammen 17 MW plus eine Solaranlage mit 7,6 MW: Der Energieriese Vattenfall baut im Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz, sein nach eigenen Angaben erstes Hybridkraftwerk in Deutschland, das Wind und Sonne nutzt. Die Kombi-Anlage, die bei Hommerdingen (Windpark) und Biesdorf (Solar) entsteht, soll im Herbst dieses Jahres in Betrieb gehen.
Vattenfall will den Solarpart nicht separat, sondern über den Windpark an das Verteilnetz des regionalen Betreibers Westnetz anschließen. „Der Solarpark wird damit technisch quasi wie eine weitere Windturbine betrachtet, sodass nur ein Netzanschluss für die gesamte Anlage nötig ist“, erklärt das Unternehmen. Westnetz hat das Konzept dem Vernehmen nach abgenickt.
Die sich gut ergänzenden Erzeugungsprofile von Wind und Solar entlasteten das Verteilnetz gegenüber der jeweils einzelnen Erzeugungstechnologie, erläutert Philipp Heucke, Leiter des Bereichs Onshore Wind Development bei Vattenfall, das Konzept in einer Mitteilung. „Das führt insgesamt zu einer effizienteren Nutzung der Netzinfrastruktur und reduziert das Risiko der Netzüberlastung. Zudem verringern sich die Kosten für den Netzanschluss im Vergleich zu Stand-alone-Anlagen deutlich“, so Heucke weiter.
In den Niederlanden betreibt Vattenfall die Technik bereits seit einigen Jahren. Nahe der Bucht Haringvliet hat der Konzern ein sogenanntes Voll-Hybridkraftwerk, das die Erzeugung aus Wind- und Solarenergie mit einem zusätzlichen Batteriespeicher ergänzt. In Deutschland plane man insbesondere, Solarparks um zusätzliche Batteriespeicher zu ergänzen, teilt der Energieversorger mit.
Freitag, 20.02.2026, 13:55 Uhr
Manfred Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH