Mulchanlage im Erdgasspeicher Haidach in Österreich. Quelle: Davina Spohn
Die Sefe Storage und Gascade Gastransport vereinbaren zum 1. Juli die Zusammenlegung der Speicherpunkte Rehden und Speicherzone Nord zur „Speicherzone Nord (Rehden)“.
Der Speicherbetreiber Sefe Storage GmbH und der Fernleitungsnetzbetreiber Gascade Gastransport GmbH führen zum 1. Juli die Speicherpunkte Rehden und Speicherzone Nord zu einem gemeinsamen Speicherpunkt unter der Bezeichnung „Speicherzone Nord (Rehden)“ zusammen.
Wie es auf der Internetseite von Sefe heißt, werden künftig Nominierungen, Allokationen, Kapazitätsprodukte und Bilanzierungsdaten über einen einheitlichen Übergabepunkt abgewickelt. Bestehende Rechte und Verpflichtungen der Speicherkunden bleiben unverändert.
Dabei übernehmen die beiden Unternehmen unterschiedliche Aufgaben: Während Sefe Storage die Speicheranlagen Rehden und Jemgum betreibt und die Speicherkapazitäten vermarktet, stellt Gascade die netzseitige Anbindung an das Fernleitungsnetz bereit. Die Speicherzone Nord wurde von Sefe Storage als Vermarktungsprodukt eingeführt, während der Speicherpunkt Rehden den Übergang zum Gascade-Netz bildete.
Mit der Zusammenlegung zur „Speicherzone Nord (Rehden)“ entfällt die bisherige Trennung zwischen dem netzseitigen Speicherpunkt Rehden und der von Sefe Storage vermarkteten Speicherzone Nord. Für Händler und Speicherkunden entsteht ein einheitlicher Ein- und Ausspeisepunkt. Dadurch werden die Prozesse im Nominierungs- und Bilanzierungsmanagement vereinfacht.
Marktteilnehmer müssen künftig nur noch einen Übergabepunkt berücksichtigen, was den administrativen Aufwand senken und die Transparenz erhöhen kann. Zudem dürfte die Vermarktung von Speicherkapazitäten übersichtlicher werden.
Sowohl der Speicherbetreiber Sefe Storage als auch der Fernleitungsnetzbetreiber Gasacade gehören zur staatlichen Sefe-Gruppe, in der die Aktivitäten des früheren deutschen Gazprom-Geschäfts übertragen wurden.
Der Speicher Rehden in Niedersachsen ist der größte Erdgasspeicher Deutschlands und zählt zu den größten Porenspeichern Europas. Aufgrund seiner Anbindung an mehrere Fernleitungsnetze spielt er eine wichtige Rolle für die Versorgungssicherheit und den Gashandel.
Dienstag, 9.06.2026, 16:32 Uhr
Stefan Sagmeister
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