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Energie & Management > IT - Partnerschaft für SAP-Umstieg
Quelle: Pixabay / Pete Linforth
IT

Partnerschaft für SAP-Umstieg

Natuvion und IBM bündeln ihre Ressourcen für SAP-S/4HANA-Migrationen in der Energiewirtschaft. Im Fokus steht die Umstellung auf die cloudbasierte Thüga-Abrechnungsplattform (TAP).
Der geplante Wegfall des Supports für das bestehende „SAP-ECC-System“ dürfte Energieunternehmen unter Druck setzen. Diese Softwarelösung läuft Ende 2027 aus der Wartung. Da Unternehmen danach keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, müssen die Versorgungsunternehmen umsteigen. Nach Auskunft von IBM und Natuvion arbeiten bundesweit noch „viele Unternehmen in der Energiebranche mit SAP ECC“. 

Natuvion und IBM haben deshalb ein gemeinsames Angebot gestrickt. Ziel der Kooperation ist es, zusätzliche Kapazitäten für die Migration von Energieversorgern auf „SAP S/4HANA“ Utilities aufzubauen, teilten sie dazu weiter mit. Beide Unternehmen wollen schwerpunktmäßig die Umstellung auf die Thüga-Abrechnungsplattform TAP beschleunigen und unterstützen, die auf SAP S/4 Hana fußt. 

Die eigentliche Herausforderung liegt laut den Partnern vor allem in der Migration der gewachsenen Bestandssysteme. Viele Versorger haben ihre SAP-ECC-Landschaften über Jahrzehnte individuell erweitert. Diese Anpassungen müssen nun in standardisierte Prozesse überführt werden, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. „Mit unseren umfangreichen Ressourcen können wir dem Markt erhebliche Kapazitäten für Modernisierung und Migration auf SAP S/4HANA zur Verfügung stellen“, erklärt Christoph Eymann, Associate Partner Energy & Utilities und Media & Entertainment bei IBM. 

KI-gestützte Migrationen

Natuvion bringt in die Kooperation seine Data Conversion Suite (DCS) ein. Die Software unterstützt die Migration von Daten und Prozessen mit KI-basierten Automatisierungsfunktionen. Das Unternehmen positioniert die Lösung als Werkzeug zur Reduzierung manueller Aufwände und zur Beschleunigung von Transformationsprojekten.

IBM übernimmt in der Partnerschaft vor allem die Skalierung der Projektkapazitäten. Geplant ist, innerhalb eines Jahres rund 25 Transformationsspezialisten durch Natuvion ausbilden zu lassen. Die Unternehmen reagieren damit auf den Fachkräftemangel bei SAP-Migrationen in der Energiewirtschaft. Nach dem Anspruch von IBM könnten die aufgebauten Kompetenzen künftig auch bei Transformationsprojekten in anderen europäischen Märkten außerhalb Deutschlands eingesetzt werden.

TAP als Zielplattform für Versorger

Nach Angaben der Unternehmen sollen bis zu 40 Energieversorger bei der Migration unterstützt werden. Im Mittelpunkt stehen mehr als 10 Millionen Zählpunkte, die innerhalb eines festen Zeitrahmens von bestehenden SAP-ECC-Systemen auf die neue TAG-Cloud-Plattform übertragen werden sollen. Die Thüga-Gruppe hatte die Plattform aufgebaut, um Prozesse stärker zu standardisieren und den Betrieb von Abrechnungssystemen zu vereinheitlichen (wir berichteten). 

Die Thüga-Abrechnungsplattform deckt Kernprozesse für verschiedene Marktrollen ab: Lieferant sowie Netz- und Messstellenbetreiber für die Sparten Gas, Strom, Wärme und Wasser. Auch Non-Commodity-Geschäfte von Energieversorgern sollen integrierbar sein. Im Fokus stehen dabei die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen sowie die Beschleunigung von Time-to-Market-Entwicklungszeiten und -zyklen. 

Mit der Thüga-Abrechnungs-Plattform (TAP) geht der Stadtwerke-Verbund seinen eigenen Weg zu einer Lösung, nachdem 2019 die „Verbandsübergreifende Initiative IT-Plattform der Zukunft“ (VÜI) gescheitert war. Von den Verbänden BDEW und VKU sowie der sogenannten Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe war die Initiative 2017 mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, die damals mehr als 50 Millionen Zählpunkte unter einer gemeinsamen IT-Architektur zu vereinen.

Freitag, 22.05.2026, 14:20 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > IT - Partnerschaft für SAP-Umstieg
Quelle: Pixabay / Pete Linforth
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Natuvion und IBM bündeln ihre Ressourcen für SAP-S/4HANA-Migrationen in der Energiewirtschaft. Im Fokus steht die Umstellung auf die cloudbasierte Thüga-Abrechnungsplattform (TAP).
Der geplante Wegfall des Supports für das bestehende „SAP-ECC-System“ dürfte Energieunternehmen unter Druck setzen. Diese Softwarelösung läuft Ende 2027 aus der Wartung. Da Unternehmen danach keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, müssen die Versorgungsunternehmen umsteigen. Nach Auskunft von IBM und Natuvion arbeiten bundesweit noch „viele Unternehmen in der Energiebranche mit SAP ECC“. 

Natuvion und IBM haben deshalb ein gemeinsames Angebot gestrickt. Ziel der Kooperation ist es, zusätzliche Kapazitäten für die Migration von Energieversorgern auf „SAP S/4HANA“ Utilities aufzubauen, teilten sie dazu weiter mit. Beide Unternehmen wollen schwerpunktmäßig die Umstellung auf die Thüga-Abrechnungsplattform TAP beschleunigen und unterstützen, die auf SAP S/4 Hana fußt. 

Die eigentliche Herausforderung liegt laut den Partnern vor allem in der Migration der gewachsenen Bestandssysteme. Viele Versorger haben ihre SAP-ECC-Landschaften über Jahrzehnte individuell erweitert. Diese Anpassungen müssen nun in standardisierte Prozesse überführt werden, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. „Mit unseren umfangreichen Ressourcen können wir dem Markt erhebliche Kapazitäten für Modernisierung und Migration auf SAP S/4HANA zur Verfügung stellen“, erklärt Christoph Eymann, Associate Partner Energy & Utilities und Media & Entertainment bei IBM. 

KI-gestützte Migrationen

Natuvion bringt in die Kooperation seine Data Conversion Suite (DCS) ein. Die Software unterstützt die Migration von Daten und Prozessen mit KI-basierten Automatisierungsfunktionen. Das Unternehmen positioniert die Lösung als Werkzeug zur Reduzierung manueller Aufwände und zur Beschleunigung von Transformationsprojekten.

IBM übernimmt in der Partnerschaft vor allem die Skalierung der Projektkapazitäten. Geplant ist, innerhalb eines Jahres rund 25 Transformationsspezialisten durch Natuvion ausbilden zu lassen. Die Unternehmen reagieren damit auf den Fachkräftemangel bei SAP-Migrationen in der Energiewirtschaft. Nach dem Anspruch von IBM könnten die aufgebauten Kompetenzen künftig auch bei Transformationsprojekten in anderen europäischen Märkten außerhalb Deutschlands eingesetzt werden.

TAP als Zielplattform für Versorger

Nach Angaben der Unternehmen sollen bis zu 40 Energieversorger bei der Migration unterstützt werden. Im Mittelpunkt stehen mehr als 10 Millionen Zählpunkte, die innerhalb eines festen Zeitrahmens von bestehenden SAP-ECC-Systemen auf die neue TAG-Cloud-Plattform übertragen werden sollen. Die Thüga-Gruppe hatte die Plattform aufgebaut, um Prozesse stärker zu standardisieren und den Betrieb von Abrechnungssystemen zu vereinheitlichen (wir berichteten). 

Die Thüga-Abrechnungsplattform deckt Kernprozesse für verschiedene Marktrollen ab: Lieferant sowie Netz- und Messstellenbetreiber für die Sparten Gas, Strom, Wärme und Wasser. Auch Non-Commodity-Geschäfte von Energieversorgern sollen integrierbar sein. Im Fokus stehen dabei die Standardisierung und Automatisierung von Prozessen sowie die Beschleunigung von Time-to-Market-Entwicklungszeiten und -zyklen. 

Mit der Thüga-Abrechnungs-Plattform (TAP) geht der Stadtwerke-Verbund seinen eigenen Weg zu einer Lösung, nachdem 2019 die „Verbandsübergreifende Initiative IT-Plattform der Zukunft“ (VÜI) gescheitert war. Von den Verbänden BDEW und VKU sowie der sogenannten Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe war die Initiative 2017 mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, die damals mehr als 50 Millionen Zählpunkte unter einer gemeinsamen IT-Architektur zu vereinen.

Freitag, 22.05.2026, 14:20 Uhr
Heidi Roider

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