E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Gasnetz - Neue Erdgasleitung ETL 182 kann gebaut werden
Quelle: Shutterstock / CDuschinger
Gasnetz

Neue Erdgasleitung ETL 182 kann gebaut werden

Die zuständige Landesbehörde in Niedersachsen hat die knapp 87 Kilometer lange Gasleitung ETL 182 genehmigt. Sie soll LNG von Stade und Brunsbüttel Richtung Süden transportieren.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat den Antrag auf Planfeststellung für den Bau und Betrieb der Energietransportleitung „ETL 182 Elbe Süd – Achim“ endgültig genehmigt. Trägerin des Vorhabens sei die Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, so das LBEG mit Sitz in Hannover.

Der Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie, ebenfalls in Hannover beheimatet, will mit der neuen Leitung seinen gesetzlichen Auftrag sicherstellen, die Einspeisung des an den LNG-Terminals in Stade und Brunsbüttel angelandeten Flüssiggases in das Fernnetz in südliche Richtung zu gewährleisten.

Mit dem erlassenen Planfeststellungsbeschluss sei der Weg frei für die vollständige Umsetzung des Projekts, heißt es seitens der Behörde. Zuvor hatte Gasunie aufgrund der zeitlichen Vorgaben des Netzentwicklungsplans Gas 2022 bis 2032 für einzelne Teilbaumaßnahmen einen vorzeitigen Beginn beantragt. Dieser war vom LBEG im August des vergangenen Jahres unter Vorbehalt zugelassen worden. „Mit dem jetzt erlassenen Planfeststellungsbeschluss können sämtliche Baumaßnahmen umgesetzt werden“, heißt es in einer Mitteilung des LBEG.

Ein Antrag auf Planfeststellung ist ein förmliches Genehmigungsverfahren für große Infrastrukturvorhaben. In diesem Verfahren werden alle relevanten öffentlichen und privaten Belange gebündelt geprüft, darunter Umwelt-, Natur- und Eigentumsschutz. Bestandteil ist auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Der Planfeststellungsbeschluss ersetzt mehrere Einzelgenehmigungen und schafft verbindliches Baurecht. Zugleich werden Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit beteiligt, Einwendungen werden geprüft und abgewogen.

Für den Transport von Wasserstoff ausgelegt

Die rund 86,9 Kilometer lange ETL 182 verbindet die Netzpunkte „Elbe Süd“ südlich der Elbe auf Höhe der Elbinsel Lühesand mit dem Netzanschlusspunkt „Achim“ an der bestehenden Verdichterstation. Die Trasse verläuft durch mehrere Städte und Gemeinden, darunter die Hansestadt Stade und die Stadt Achim. Die Leitung wird überwiegend in offener Bauweise in mindestens einem Meter Tiefe verlegt, im Alten Land aufgrund der dortigen Obstbaukulturen in zwei Metern. In sensiblen Bereichen kommt eine geschlossene Bauweise zum Einsatz, um die Oberfläche nicht zu beeinträchtigen.

Im Verfahren zur ETL 182 wurden Träger öffentlicher Belange, anerkannte Naturschutzvereinigungen sowie die Öffentlichkeit einbezogen. Anstelle eines Erörterungstermins fand eine Onlinekonsultation statt. Das LBEG kam zu dem Ergebnis, dass unter Berücksichtigung zahlreicher Nebenbestimmungen keine Hinderungsgründe bestehen. 

Gasunie bewertet die Genehmigung als entscheidenden Schritt für das Projekt. Nach Angaben der Geschäftsführung ermöglicht der Beschluss den Weitertransport der an den LNG-Importterminals in Brunsbüttel und Stade angelandeten Energiemengen und leistet einen Beitrag zur Diversifizierung der Versorgungsquellen. Die Leitung soll die Energiesicherheit in Deutschland und Nordwest-Europa stärken und ist technisch auch für den späteren Transport von Wasserstoff ausgelegt, um perspektivisch eine CO2-neutrale Energieversorgung zu unterstützen. Gasunie plant, die Leitung im Herbst 2027 in Betrieb zu nehmen.

Freitag, 9.01.2026, 13:49 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Gasnetz - Neue Erdgasleitung ETL 182 kann gebaut werden
Quelle: Shutterstock / CDuschinger
Gasnetz
Neue Erdgasleitung ETL 182 kann gebaut werden
Die zuständige Landesbehörde in Niedersachsen hat die knapp 87 Kilometer lange Gasleitung ETL 182 genehmigt. Sie soll LNG von Stade und Brunsbüttel Richtung Süden transportieren.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat den Antrag auf Planfeststellung für den Bau und Betrieb der Energietransportleitung „ETL 182 Elbe Süd – Achim“ endgültig genehmigt. Trägerin des Vorhabens sei die Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, so das LBEG mit Sitz in Hannover.

Der Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie, ebenfalls in Hannover beheimatet, will mit der neuen Leitung seinen gesetzlichen Auftrag sicherstellen, die Einspeisung des an den LNG-Terminals in Stade und Brunsbüttel angelandeten Flüssiggases in das Fernnetz in südliche Richtung zu gewährleisten.

Mit dem erlassenen Planfeststellungsbeschluss sei der Weg frei für die vollständige Umsetzung des Projekts, heißt es seitens der Behörde. Zuvor hatte Gasunie aufgrund der zeitlichen Vorgaben des Netzentwicklungsplans Gas 2022 bis 2032 für einzelne Teilbaumaßnahmen einen vorzeitigen Beginn beantragt. Dieser war vom LBEG im August des vergangenen Jahres unter Vorbehalt zugelassen worden. „Mit dem jetzt erlassenen Planfeststellungsbeschluss können sämtliche Baumaßnahmen umgesetzt werden“, heißt es in einer Mitteilung des LBEG.

Ein Antrag auf Planfeststellung ist ein förmliches Genehmigungsverfahren für große Infrastrukturvorhaben. In diesem Verfahren werden alle relevanten öffentlichen und privaten Belange gebündelt geprüft, darunter Umwelt-, Natur- und Eigentumsschutz. Bestandteil ist auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Der Planfeststellungsbeschluss ersetzt mehrere Einzelgenehmigungen und schafft verbindliches Baurecht. Zugleich werden Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit beteiligt, Einwendungen werden geprüft und abgewogen.

Für den Transport von Wasserstoff ausgelegt

Die rund 86,9 Kilometer lange ETL 182 verbindet die Netzpunkte „Elbe Süd“ südlich der Elbe auf Höhe der Elbinsel Lühesand mit dem Netzanschlusspunkt „Achim“ an der bestehenden Verdichterstation. Die Trasse verläuft durch mehrere Städte und Gemeinden, darunter die Hansestadt Stade und die Stadt Achim. Die Leitung wird überwiegend in offener Bauweise in mindestens einem Meter Tiefe verlegt, im Alten Land aufgrund der dortigen Obstbaukulturen in zwei Metern. In sensiblen Bereichen kommt eine geschlossene Bauweise zum Einsatz, um die Oberfläche nicht zu beeinträchtigen.

Im Verfahren zur ETL 182 wurden Träger öffentlicher Belange, anerkannte Naturschutzvereinigungen sowie die Öffentlichkeit einbezogen. Anstelle eines Erörterungstermins fand eine Onlinekonsultation statt. Das LBEG kam zu dem Ergebnis, dass unter Berücksichtigung zahlreicher Nebenbestimmungen keine Hinderungsgründe bestehen. 

Gasunie bewertet die Genehmigung als entscheidenden Schritt für das Projekt. Nach Angaben der Geschäftsführung ermöglicht der Beschluss den Weitertransport der an den LNG-Importterminals in Brunsbüttel und Stade angelandeten Energiemengen und leistet einen Beitrag zur Diversifizierung der Versorgungsquellen. Die Leitung soll die Energiesicherheit in Deutschland und Nordwest-Europa stärken und ist technisch auch für den späteren Transport von Wasserstoff ausgelegt, um perspektivisch eine CO2-neutrale Energieversorgung zu unterstützen. Gasunie plant, die Leitung im Herbst 2027 in Betrieb zu nehmen.

Freitag, 9.01.2026, 13:49 Uhr
Stefan Sagmeister

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.