Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch mit Unternehmensvertretern. Quelle: Hansestadt Lüneburg
Eine Großwärmepumpe-Anlage am Klärwerk in Lüneburg soll jährlich 54 Millionen kWh ins Fernwärmenetz einspeisen.
Der Energieversorger Avacon Natur, die Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) und die Hansestadt Lüneburg planen eine Großwärmepumpenanlage am Klärwerk Lüneburg. Sie soll ab Anfang 2030 Wärme aus gereinigtem Abwasser in das Fernwärmenetz Lüneburg Mitte einspeisen. Die geplante Wärmeleistung liegt bei rund 10 MW. Die jährliche Wärmeerzeugung soll etwa 54 Millionen kWh erreichen. Nach Angaben der Projektpartner könnte die Abwasserwärme damit bis zu 80 Prozent des Wärmebedarfs des Fernwärmenetzes Lüneburg Mitte decken.
Avacon Natur will nach eigenen Angaben rund 34 Millionen Euro in die Anlage investieren und hat dafür eine Förderung über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt.
Für die technische Umsetzung plant das Unternehmen den Bau einer Energiezentrale mit zwei Großwärmepumpen, die jeweils rund 5,2 MW Heizleistung erbringen. „Dem gereinigten Abwasser wird über Wärmetauscher zunächst Wärme entzogen. Anschließend hebt die Großwärmepumpe dieses Temperaturniveau auf rund 95 Grad Celsius an, sodass die Energie in das Fernwärmenetz eingespeist werden kann“, erläutert Johannes Voges, Projektleiter bei Avacon Natur. Der Klärprozess bleibe vollständig unbeeinträchtigt.
Die Planungs- und Genehmigungsphase für die Anlage soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen. (mf)
Mittwoch, 26.08.2026, 11:28 Uhr
Manfred Fischer
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