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Die Stadtwerke Stuttgart und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg wollen eine KI-gestützte Software für den Elektrolysebetrieb entwickeln.
Die Fahrweise der Elektrolyseure am Green Hydrogen Hub Stuttgart (GH2S) stärker am Strommarkt ausrichten wollen die Stadtwerke Stuttgart (SWS) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Dazu haben die Partner, wie sie in einer Mitteilung vom 11. August bekannt geben, das Verbundprojekt „SCH2EDULIZER“ gestartet. Im Mittelpunkt steht eine KI-gestützte Software für die Betriebsführung der Anlage im Stuttgarter Hafen.
„Das Gemeinschaftsprojekt ist eine weitere Entwicklungsstufe für unser innovatives Wasserstoffprojekt am Stuttgart Hafen. Dadurch können wir in der laufenden Wasserstoffproduktion regenerative Ressourcen besonders effizient einsetzen und dynamischen Marktbewegungen gerecht werden − ohne regulatorische Anforderungen zu vernachlässigen“, sagt Jannik Eversmann, Teilprojektleiter der Stadtwerke Stuttgart.
Die Anwendung soll den Einsatz der vier Elektrolyseure und eines Batteriespeichers koordinieren. In die Betriebsentscheidungen sollen unter anderem Strompreise, die volatile Erzeugung aus erneuerbaren Energien und regulatorische Anforderungen für die Produktion von grünem Wasserstoff einfließen.
Wirtschaftlichkeit rückt in den Fokus
Die Software soll entscheiden, wann Strom aus dem Markt für die Elektrolyse eingesetzt wird und wann der Batteriespeicher in die Versorgung der Anlage eingreift. „Grüner Wasserstoff wird nicht allein durch bessere Technik wirtschaftlicher, sondern auch durch intelligenten Betrieb“, erklärt Jonas Petzschmann, stellvertretender Leiter des Fachgebiets Module Systeme Anwendungen und Teamleiter für Smart Grids & Netzintegration am ZSW. Die Anwendung sorge dafür, dass Elektrolyseur, Batteriespeicher und Strommärkte optimal zusammenspielen.
Die Stadtwerke Stuttgart verantworten als Praxispartner die Implementierung und Erprobung der Software im Green Hydrogen Hub im Stuttgarter Hafen. Das ZSW bringt sein Wissen in den Bereichen Energiesystemmodellierung, Optimierung unter Unsicherheit und maschinelles Lernen ein und übernimmt federführend die Entwicklung der Optimierungsmodelle.
Das Projekt läuft über zwei Jahre und erhält eine Förderung über das Programm Invest BW des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. (hr)
Dienstag, 11.08.2026, 16:27 Uhr
Heidi Roider
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