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Energie & Management > Wasserstoff - Katalytische Wasserstoffheizung ersetzt Erdgas im Betrieb
Die 10-kW-Anlage ist bei der der Flusys GmbH in Offenbach installiert. Quelle: Hyting
Wasserstoff

Katalytische Wasserstoffheizung ersetzt Erdgas im Betrieb

Das junge Unternehmen „HYTING“ hat erstmals ein katalytisches, wasserstoffbetriebenes Luftheizsystem bei einem Kunden für die Spitzenlast-Wärme installiert. 
Das Wiesbadener Unternehmen Hyting hat ein Luftheizsystem speziell für das Spitzenlastheizen in Gewerbe- und Industriegebäuden entwickelt, teilte das Heiztechnologie-Unternehmen mit. Nun hat das Unternehmen im Februar erstmals ein katalytisches Wasserstoff-Luftheizsystem bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die Anlage steht in der Produktionsstätte für Präzisionspumpen der Flusys GmbH in Offenbach. 

Die installierte Warmlufteinheit verfügt über eine Leistung von 10 kW. Sie versorgt einen rund 1.000 Kubikmeter großen Produktionsbereich mit Spitzenlastwärme. Den benötigten Wasserstoff bezieht der Betreiber von einem regionalen Lieferanten. 

„Unsere Vision war es von Anfang an, fossile Brennstoffe durch Wasserstoff zu ersetzen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmesektors zu leisten. Unsere Technologie ist einfach, sicher, effizient und sauber – und wir freuen uns, dass unsere erste Kundeninstallation in Betrieb ist“, sagte Tim Hannig, Gründer und Geschäftsführer von Hyting. 
 
Unternehmensgründer Gründer Tim Hannig
Quelle: Hyting
 
 
Einsatzfeld Spitzenlast in Gewerbe und Industrie

Hyting richtet nach eigener Aussage seine Technologie auf Anwendungen mit hohem temporärem Wärmebedarf aus. Gewerbe- und Industriegebäude stehen häufig vor der Aufgabe, Lastspitzen abzudecken, ohne die elektrische Anschlussleistung dauerhaft zu erhöhen. Ihre Lösung findet laut Hyting Anwendung in Luftheizsystemen (HLK) für Industrie-, Gewerbe- und Logistikgebäude, in Prozesswärme bis 300 Grad Celsius sowie im Automobilbereich, etwa für Zusatzheizungen.

Das Wasserstoff-Luftheizsystem lässt sich mit anderen Wärmequellen kombinieren. In hybriden Konfigurationen übernimmt es die Spitzenlast, während etwa Wärmepumpen die Grundlast decken. Auf diese Weise sinke die erforderliche elektrische Anschlussleistung. 

Die Wärmeerzeugung basiert auf einem flammenlosen, katalytischen Prozess. Dabei reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Der Prozess setzt Wärme frei. CO2-, NOx- oder Feinstaubemissionen entstehen nicht. Als Nebenprodukt fällt Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit an. Nach Angaben des Unternehmens nutzt das System zu keinem Zeitpunkt brennbare Wasserstoffkonzentrationen. Zudem erhielt der Wärmeerzeuger die Zertifizierung nach der Gasgeräteverordnung (GAR) und ist damit für den Feldtestbetrieb zugelassen.

Skalierung und weitere Projekte

Das System verfügt über einen modularen Aufbau. Mehrere Einheiten lassen sich kombinieren, um höhere Leistungen bereitzustellen. Neben Wärmepumpen können auch andere Wärmequellen, etwa industrielle Abwärme, eingebunden werden. Das Unternehmen sieht Einsatzmöglichkeiten sowohl im Neubau als auch in Bestandsgebäuden.

Eine weitere Kundeninstallation plant Hyting für das erste Quartal 2026. Das im Jahr 2021 gegründete Unternehmen entwickelt wasserstoffbasierte Wärmeerzeuger mit katalytischer Oxidationstechnologie. Die Geräte sind zunächst mit Heizleistungen von 10 oder 50 kW pro Einheit verfügbar und können modular erweitert werden. 

Montag, 16.02.2026, 14:42 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Wasserstoff - Katalytische Wasserstoffheizung ersetzt Erdgas im Betrieb
Die 10-kW-Anlage ist bei der der Flusys GmbH in Offenbach installiert. Quelle: Hyting
Wasserstoff
Katalytische Wasserstoffheizung ersetzt Erdgas im Betrieb
Das junge Unternehmen „HYTING“ hat erstmals ein katalytisches, wasserstoffbetriebenes Luftheizsystem bei einem Kunden für die Spitzenlast-Wärme installiert. 
Das Wiesbadener Unternehmen Hyting hat ein Luftheizsystem speziell für das Spitzenlastheizen in Gewerbe- und Industriegebäuden entwickelt, teilte das Heiztechnologie-Unternehmen mit. Nun hat das Unternehmen im Februar erstmals ein katalytisches Wasserstoff-Luftheizsystem bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die Anlage steht in der Produktionsstätte für Präzisionspumpen der Flusys GmbH in Offenbach. 

Die installierte Warmlufteinheit verfügt über eine Leistung von 10 kW. Sie versorgt einen rund 1.000 Kubikmeter großen Produktionsbereich mit Spitzenlastwärme. Den benötigten Wasserstoff bezieht der Betreiber von einem regionalen Lieferanten. 

„Unsere Vision war es von Anfang an, fossile Brennstoffe durch Wasserstoff zu ersetzen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmesektors zu leisten. Unsere Technologie ist einfach, sicher, effizient und sauber – und wir freuen uns, dass unsere erste Kundeninstallation in Betrieb ist“, sagte Tim Hannig, Gründer und Geschäftsführer von Hyting. 
 
Unternehmensgründer Gründer Tim Hannig
Quelle: Hyting
 
 
Einsatzfeld Spitzenlast in Gewerbe und Industrie

Hyting richtet nach eigener Aussage seine Technologie auf Anwendungen mit hohem temporärem Wärmebedarf aus. Gewerbe- und Industriegebäude stehen häufig vor der Aufgabe, Lastspitzen abzudecken, ohne die elektrische Anschlussleistung dauerhaft zu erhöhen. Ihre Lösung findet laut Hyting Anwendung in Luftheizsystemen (HLK) für Industrie-, Gewerbe- und Logistikgebäude, in Prozesswärme bis 300 Grad Celsius sowie im Automobilbereich, etwa für Zusatzheizungen.

Das Wasserstoff-Luftheizsystem lässt sich mit anderen Wärmequellen kombinieren. In hybriden Konfigurationen übernimmt es die Spitzenlast, während etwa Wärmepumpen die Grundlast decken. Auf diese Weise sinke die erforderliche elektrische Anschlussleistung. 

Die Wärmeerzeugung basiert auf einem flammenlosen, katalytischen Prozess. Dabei reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Der Prozess setzt Wärme frei. CO2-, NOx- oder Feinstaubemissionen entstehen nicht. Als Nebenprodukt fällt Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit an. Nach Angaben des Unternehmens nutzt das System zu keinem Zeitpunkt brennbare Wasserstoffkonzentrationen. Zudem erhielt der Wärmeerzeuger die Zertifizierung nach der Gasgeräteverordnung (GAR) und ist damit für den Feldtestbetrieb zugelassen.

Skalierung und weitere Projekte

Das System verfügt über einen modularen Aufbau. Mehrere Einheiten lassen sich kombinieren, um höhere Leistungen bereitzustellen. Neben Wärmepumpen können auch andere Wärmequellen, etwa industrielle Abwärme, eingebunden werden. Das Unternehmen sieht Einsatzmöglichkeiten sowohl im Neubau als auch in Bestandsgebäuden.

Eine weitere Kundeninstallation plant Hyting für das erste Quartal 2026. Das im Jahr 2021 gegründete Unternehmen entwickelt wasserstoffbasierte Wärmeerzeuger mit katalytischer Oxidationstechnologie. Die Geräte sind zunächst mit Heizleistungen von 10 oder 50 kW pro Einheit verfügbar und können modular erweitert werden. 

Montag, 16.02.2026, 14:42 Uhr
Heidi Roider

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