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Energie & Management > Finanzierung - Grüne Hybridanleihe sichert EnBW finanziellen Spielraum
Quelle: Fotolia / nmann77
Finanzierung

Grüne Hybridanleihe sichert EnBW finanziellen Spielraum

EnBW hat grüne Hybridanleihen mit einem Volumen von einer Milliarde Euro platziert. Der Versorger will damit die weitere Transformation des Energiesystems finanzieren.
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat zwei grüne Tranchen mit jeweils 500 Millionen Euro begeben. Beide Anleihen laufen über 30 Jahre, heißt es in einer Mitteilung des Karlsruher Energiekonzerns. Die erste Tranche ist mit einem anfänglichen Kupon von 3,625 Prozent ausgestattet und kann erstmals im Jahr 2031 zurückgezahlt werden. Die zweite Tranche weist einen anfänglichen Kupon von 4,5 Prozent auf und sieht eine erste Rückzahlungsoption im Jahr 2035 vor. Als Ausgabetag nennt das Unternehmen den 10. Februar 2026.

Die Anleihen sind, wie es weiter heißt, nachrangig gegenüber vorrangigen Verbindlichkeiten. Zudem kann EnBW Zinszahlungen aufschieben. Die Stückelung beträgt 100.000 Euro. Die Anleihen sind an der Börse in Luxemburg notiert.

Nach Angaben von EnBW stieß die Emission auf eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Die Orderbücher seien zeitweise deutlich überzeichnet gewesen, getragen von Investoren aus verschiedenen Regionen. Das Unternehmen verweist auf ein breites internationales Interesse.

Die Mittel aus der Emission sollen in klimafreundliche Projekte entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette fließen. Der Versorger plant eigenen Angaben nach Investitionen in Solarparks sowie Onshore- und Offshore-Windparks. Hinzu kommen der Ausbau von Schnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und weitere Maßnahmen zur Stärkung der Netzinfrastruktur. Grundlage für die Verwendung der Erlöse bildet das unternehmenseigene Green Financing Framework.

Mit der aktuellen Transaktion erhöht EnBW das ausstehende Hybridvolumen dauerhaft von 2,5 auf 3,5 Milliarden Euro. Marcel Münch, Senior Vice President Finanzen, Mergers & Acquisitions und Investor Relations bei EnBW, sieht darin einen strategischen Schritt. Er erklärt, die Maßnahme stärke die Bilanz und schaffe zusätzlichen finanziellen Spielraum für das laufende Investitionsprogramm.

Finanzierungsbedarf bis 2030

Hintergrund der Emission ist der langfristige Investitionsplan des Energiekonzerns. EnBW will nach eigenen Angaben zwischen 2024 und 2030 bis zu 50 Milliarden Euro in den Umbau des Energiesystems investieren. Der Fokus liegt auf erneuerbaren Erzeugungskapazitäten sowie auf dem Ausbau und der Modernisierung der Strom- und Netzinfrastruktur.

Für diese Vorhaben kalkuliert EnBW mit einem jährlichen Finanzierungsbedarf von 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Ein großer Teil des Bedarfs für das Jahr 2026 sei bereits durch die aktuelle Anleiheemission und eine Vorfinanzierung im Herbst des Vorjahres gedeckt worden, so Münch. Langfristig strebt EnBW an, den Anteil erneuerbarer Energien im Erzeugungsportfolio bis 2030 auf rund 80 Prozent zu erhöhen und den Kohleausstieg bis Ende 2028 umzusetzen, sofern die Rahmenbedingungen dies erlauben. Ziel ist die Netto-Null bei den unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.

Mittwoch, 4.02.2026, 11:59 Uhr
Davina Spohn
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Grüne Hybridanleihe sichert EnBW finanziellen Spielraum
EnBW hat grüne Hybridanleihen mit einem Volumen von einer Milliarde Euro platziert. Der Versorger will damit die weitere Transformation des Energiesystems finanzieren.
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat zwei grüne Tranchen mit jeweils 500 Millionen Euro begeben. Beide Anleihen laufen über 30 Jahre, heißt es in einer Mitteilung des Karlsruher Energiekonzerns. Die erste Tranche ist mit einem anfänglichen Kupon von 3,625 Prozent ausgestattet und kann erstmals im Jahr 2031 zurückgezahlt werden. Die zweite Tranche weist einen anfänglichen Kupon von 4,5 Prozent auf und sieht eine erste Rückzahlungsoption im Jahr 2035 vor. Als Ausgabetag nennt das Unternehmen den 10. Februar 2026.

Die Anleihen sind, wie es weiter heißt, nachrangig gegenüber vorrangigen Verbindlichkeiten. Zudem kann EnBW Zinszahlungen aufschieben. Die Stückelung beträgt 100.000 Euro. Die Anleihen sind an der Börse in Luxemburg notiert.

Nach Angaben von EnBW stieß die Emission auf eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Die Orderbücher seien zeitweise deutlich überzeichnet gewesen, getragen von Investoren aus verschiedenen Regionen. Das Unternehmen verweist auf ein breites internationales Interesse.

Die Mittel aus der Emission sollen in klimafreundliche Projekte entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette fließen. Der Versorger plant eigenen Angaben nach Investitionen in Solarparks sowie Onshore- und Offshore-Windparks. Hinzu kommen der Ausbau von Schnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und weitere Maßnahmen zur Stärkung der Netzinfrastruktur. Grundlage für die Verwendung der Erlöse bildet das unternehmenseigene Green Financing Framework.

Mit der aktuellen Transaktion erhöht EnBW das ausstehende Hybridvolumen dauerhaft von 2,5 auf 3,5 Milliarden Euro. Marcel Münch, Senior Vice President Finanzen, Mergers & Acquisitions und Investor Relations bei EnBW, sieht darin einen strategischen Schritt. Er erklärt, die Maßnahme stärke die Bilanz und schaffe zusätzlichen finanziellen Spielraum für das laufende Investitionsprogramm.

Finanzierungsbedarf bis 2030

Hintergrund der Emission ist der langfristige Investitionsplan des Energiekonzerns. EnBW will nach eigenen Angaben zwischen 2024 und 2030 bis zu 50 Milliarden Euro in den Umbau des Energiesystems investieren. Der Fokus liegt auf erneuerbaren Erzeugungskapazitäten sowie auf dem Ausbau und der Modernisierung der Strom- und Netzinfrastruktur.

Für diese Vorhaben kalkuliert EnBW mit einem jährlichen Finanzierungsbedarf von 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Ein großer Teil des Bedarfs für das Jahr 2026 sei bereits durch die aktuelle Anleiheemission und eine Vorfinanzierung im Herbst des Vorjahres gedeckt worden, so Münch. Langfristig strebt EnBW an, den Anteil erneuerbarer Energien im Erzeugungsportfolio bis 2030 auf rund 80 Prozent zu erhöhen und den Kohleausstieg bis Ende 2028 umzusetzen, sofern die Rahmenbedingungen dies erlauben. Ziel ist die Netto-Null bei den unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040.

Mittwoch, 4.02.2026, 11:59 Uhr
Davina Spohn

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