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Energie & Management > Regenerative - Grüne Doppelspitze bei Stromerzeugung
Quelle: Fotolia / lassedesignen
Regenerative

Grüne Doppelspitze bei Stromerzeugung

Die Netto-Stromerzeugung aus Windkraft- und PV-Anlagen summierte sich im Jahr 2025 auf 219 Milliarden kWh. Der Importüberschuss im Stromhandel verringerte sich um gut ein Fünftel.
Solarenergie hat Braunkohle von Platz 2 bei der Stromerzeugung verdrängt. Wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) mitteilt, erzeugten PV-Anlagen im Jahr 2025 rund 87 Milliarden kWh Strom. Das waren 15 Milliarden kWh – 21 Prozent – mehr als im Jahr 2024. 71 Milliarden kWh wurden laut Auswertung des ISE in das öffentliche Netz eingespeist. Die Netto-Stromerzeugung aus Braunkohle beziffern die Fraunhofer-Experten auf 67,2 Milliarden kWh – 3,9 Milliarden kWh weniger als im Jahr davor.

Die installierte Solarleistung erreichte Ende 2025 rund 116.800 MW Modulleistung (DC – Gleichstrom-Nennleistung). Im Jahresverlauf kamen demnach 16.200 MW (DC) hinzu. In den Ländern der Europäischen Union erreichte die PV-Stromerzeugung im zurückliegenden Jahr 275 Milliarden kWh. Damit lag PV erstmals vor Braun- und Steinkohle zusammengerechnet, die beiden fossilen Energieträger lieferten 243 Milliarden kWh.

Die Kapazität der Großbatteriespeicher stieg nach ISE-Auswertung im Jahresverlauf von 2,3 auf 3,7 Millionen kWh. Insgesamt seien derzeit knapp 25 Millionen kWh Batteriespeicher-Kapazität installiert, knapp 20 Millionen kWh als Heimspeicher

Windkraft trug laut den Zahlen vom ISE mit 132 Milliarden kWh zur Netto-Stromerzeugung bei. Davon stammten etwa 106 Milliarden kWh von Onshore-Anlagen, von Offshore kamen 26 Milliarden kWh. An Land stieg die installierte Windkraftanlagen-Leistung 2025 um 4.500 MW. Offshore kamen 290 MW hinzu.

Plus bei Biomasse, Minus bei Wasserkraft

Auf Biomasse reichten nach Angaben des ISE in Deutschland im vergangenen Jahr 41,1 Milliarden kWh Strom zurück (2024: 37 Milliarden kWh). 36 Milliarden kWh wurden ins Netz eingespeist. Wasserkraft produzierte 17,8 Milliarden kWh (2024: 22,3 Milliarden kWh). Die Niederschlagsmenge war mit 65 Litern pro Quadratmeter um 27 Prozent geringer als 2024 (902 Liter pro Quadratmeter). Im Vergleich zum Mittel der Referenzperiode von 1961 bis 1990 war sie um 17 Prozent geringer.
 
Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025
(Zum Vergrößern auf die Grafik klicken)
Quelle: Fraunhofer ISE

In Summe erzeugten Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie der Erhebung zufolge im Jahr 2025 etwa 278 Milliarden kWh Strom, 256 Milliarden kWh davon gelangten in das öffentliche Stromnetz. Das Plus der Erzeugung aus Erneuerbaren beträgt demnach 6 Milliarden kWh. Der für 2025 angestrebte Wert für die erneuerbare Netto-Stromerzeugung von 346 Milliarden kWh sei deutlich verfehlt worden, betonen die ISE-Analysten. Als Hauptgrund dafür sehen sie „die Ausbauverfehlungen bei Wind onshore und offshore“.

Kohlendioxidemissionen auf Vorjahresniveau

Im Gegensatz zu Braunkohle lieferte Steinkohle im zu Ende gegangenen Jahr mehr Strom als 2024. Die Nettoproduktion lag laut ISE-Übersicht bei 26,7 Milliarden kWh (2024: 24,3 Milliarden kWh). Die Bruttostromerzeugung aus Steinkohle bewegte sich auf dem „Niveau von 1952“.

Aus Erdgaskraftwerke kamen 52,4 Milliarden kWh netto für die öffentliche Stromversorgung und 26,1 Milliarden kWh für den industriellen Eigenverbrauch. Die Produktion lag damit 3,7 Milliarden kWh über dem Niveau des Vorjahres, bilanziert das ISE.

Der Importüberschuss im Stromhandel fiel 2025 geringer aus als im Jahr davor. Nach der Aufstellung des ISE summierten sich die Importe auf 76,2 Milliarden kWh. Demgegenüber schlugen Exporte in Höhe von 54,3 Milliarden kWh zu Buche. Mit 21,9 Milliarden kWh ergab sich im Vergleich zu 2024 ein um 6,4 Milliarden kWh oder 22 Prozent geringerer Saldo.

Die Kohlendioxidemissionen über alle Quellen der deutschen Stromerzeugung lagen nach Hochrechnungen bei 160 Millionen Tonnen und damit auf dem Niveau von 2024.

Das ISE stellt die Daten zur „Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025“ als pdf-Dokument zum Download bereit.

Freitag, 2.01.2026, 14:19 Uhr
Manfred Fischer
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Quelle: Fotolia / lassedesignen
Regenerative
Grüne Doppelspitze bei Stromerzeugung
Die Netto-Stromerzeugung aus Windkraft- und PV-Anlagen summierte sich im Jahr 2025 auf 219 Milliarden kWh. Der Importüberschuss im Stromhandel verringerte sich um gut ein Fünftel.
Solarenergie hat Braunkohle von Platz 2 bei der Stromerzeugung verdrängt. Wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) mitteilt, erzeugten PV-Anlagen im Jahr 2025 rund 87 Milliarden kWh Strom. Das waren 15 Milliarden kWh – 21 Prozent – mehr als im Jahr 2024. 71 Milliarden kWh wurden laut Auswertung des ISE in das öffentliche Netz eingespeist. Die Netto-Stromerzeugung aus Braunkohle beziffern die Fraunhofer-Experten auf 67,2 Milliarden kWh – 3,9 Milliarden kWh weniger als im Jahr davor.

Die installierte Solarleistung erreichte Ende 2025 rund 116.800 MW Modulleistung (DC – Gleichstrom-Nennleistung). Im Jahresverlauf kamen demnach 16.200 MW (DC) hinzu. In den Ländern der Europäischen Union erreichte die PV-Stromerzeugung im zurückliegenden Jahr 275 Milliarden kWh. Damit lag PV erstmals vor Braun- und Steinkohle zusammengerechnet, die beiden fossilen Energieträger lieferten 243 Milliarden kWh.

Die Kapazität der Großbatteriespeicher stieg nach ISE-Auswertung im Jahresverlauf von 2,3 auf 3,7 Millionen kWh. Insgesamt seien derzeit knapp 25 Millionen kWh Batteriespeicher-Kapazität installiert, knapp 20 Millionen kWh als Heimspeicher

Windkraft trug laut den Zahlen vom ISE mit 132 Milliarden kWh zur Netto-Stromerzeugung bei. Davon stammten etwa 106 Milliarden kWh von Onshore-Anlagen, von Offshore kamen 26 Milliarden kWh. An Land stieg die installierte Windkraftanlagen-Leistung 2025 um 4.500 MW. Offshore kamen 290 MW hinzu.

Plus bei Biomasse, Minus bei Wasserkraft

Auf Biomasse reichten nach Angaben des ISE in Deutschland im vergangenen Jahr 41,1 Milliarden kWh Strom zurück (2024: 37 Milliarden kWh). 36 Milliarden kWh wurden ins Netz eingespeist. Wasserkraft produzierte 17,8 Milliarden kWh (2024: 22,3 Milliarden kWh). Die Niederschlagsmenge war mit 65 Litern pro Quadratmeter um 27 Prozent geringer als 2024 (902 Liter pro Quadratmeter). Im Vergleich zum Mittel der Referenzperiode von 1961 bis 1990 war sie um 17 Prozent geringer.
 
Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025
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Quelle: Fraunhofer ISE

In Summe erzeugten Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie der Erhebung zufolge im Jahr 2025 etwa 278 Milliarden kWh Strom, 256 Milliarden kWh davon gelangten in das öffentliche Stromnetz. Das Plus der Erzeugung aus Erneuerbaren beträgt demnach 6 Milliarden kWh. Der für 2025 angestrebte Wert für die erneuerbare Netto-Stromerzeugung von 346 Milliarden kWh sei deutlich verfehlt worden, betonen die ISE-Analysten. Als Hauptgrund dafür sehen sie „die Ausbauverfehlungen bei Wind onshore und offshore“.

Kohlendioxidemissionen auf Vorjahresniveau

Im Gegensatz zu Braunkohle lieferte Steinkohle im zu Ende gegangenen Jahr mehr Strom als 2024. Die Nettoproduktion lag laut ISE-Übersicht bei 26,7 Milliarden kWh (2024: 24,3 Milliarden kWh). Die Bruttostromerzeugung aus Steinkohle bewegte sich auf dem „Niveau von 1952“.

Aus Erdgaskraftwerke kamen 52,4 Milliarden kWh netto für die öffentliche Stromversorgung und 26,1 Milliarden kWh für den industriellen Eigenverbrauch. Die Produktion lag damit 3,7 Milliarden kWh über dem Niveau des Vorjahres, bilanziert das ISE.

Der Importüberschuss im Stromhandel fiel 2025 geringer aus als im Jahr davor. Nach der Aufstellung des ISE summierten sich die Importe auf 76,2 Milliarden kWh. Demgegenüber schlugen Exporte in Höhe von 54,3 Milliarden kWh zu Buche. Mit 21,9 Milliarden kWh ergab sich im Vergleich zu 2024 ein um 6,4 Milliarden kWh oder 22 Prozent geringerer Saldo.

Die Kohlendioxidemissionen über alle Quellen der deutschen Stromerzeugung lagen nach Hochrechnungen bei 160 Millionen Tonnen und damit auf dem Niveau von 2024.

Das ISE stellt die Daten zur „Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025“ als pdf-Dokument zum Download bereit.

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Manfred Fischer

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