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| Beurteilung von Energieinfrastruktur durch Privatpersonen und Unternehmen - Für Vollansicht auf die Grafik klicken Quelle: KPMG |
Auch bei der digitalen Infrastruktur gehen die Bewertungen auseinander. Unternehmen vergeben mit 93 Prozent beim Mobilfunk und 86 Prozent beim Internet deutlich positive Noten. Bürger äußern dagegen Unzufriedenheit mit der Abdeckung. Sie stellen ebenfalls die Kosten in den Vordergrund, während Unternehmen vor allem auf Netzsicherheit und Anbieterdiversität verweisen. Steffen Wagner, Partner bei KPMG und verantwortlich für Transport und Infrastruktur, fordert gezielte Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung. Prozesse müssten einfacher werden, damit Ergebnisse im Alltag sichtbarer seien.
Politische Unzufriedenheit
Die unterschiedlichen Wahrnehmungen spiegeln sich in der Zahlungsbereitschaft wider. KPMG berichtet, dass Bürger eher bereit sind, höhere Kosten zu tragen. Rund ein Viertel der grundsätzlich Zahlungsbereiten würde je nach Bereich mehr als zehn Prozent zusätzlich zahlen. Unternehmen dagegen wollen kaum mehr investieren. 80 bis 92 Prozent der zahlungsbereiten Unternehmen würden maximal fünf Prozent zusätzlich aufbringen.
Die Studie beleuchtet auch die gesamtwirtschaftliche Bedeutung funktionierender Netze. 72 Prozent der Unternehmen erwarten bei einer dauerhaft schlechten Infrastruktur steigende Kosten und langsamere Abläufe. Eine Abwanderung planen sie laut KPMG jedoch nicht. Bürgerinnen und Bürger befürchten dagegen politische und gesellschaftliche Folgen. 78 Prozent rechnen mit wachsender politischer Unzufriedenheit.
Hoher Investitionsbedarf
KPMG ergänzt die Umfrageergebnisse um Einschätzungen zum Investitionsbedarf. Das Deutsche Institut für Urbanistik veranschlagt bis 2030 allein im Verkehrsbereich 372 Milliarden Euro. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung erwartet für die Stromnetze bis 2045 Investitionen von 651 Milliarden Euro. Der Großteil entfällt auf Übertragungsnetzbetreiber. Laut KfW müsste Deutschland im Bereich Digitalisierung jährlich 140 bis 180 Milliarden Euro investieren, um international mitzuhalten.
Die KPMG-Studie zur Infrastruktur 2025 steht als PDF zum Download bereit.
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| Beurteilung von Energieinfrastruktur durch Privatpersonen und Unternehmen - Für Vollansicht auf die Grafik klicken Quelle: KPMG |
Auch bei der digitalen Infrastruktur gehen die Bewertungen auseinander. Unternehmen vergeben mit 93 Prozent beim Mobilfunk und 86 Prozent beim Internet deutlich positive Noten. Bürger äußern dagegen Unzufriedenheit mit der Abdeckung. Sie stellen ebenfalls die Kosten in den Vordergrund, während Unternehmen vor allem auf Netzsicherheit und Anbieterdiversität verweisen. Steffen Wagner, Partner bei KPMG und verantwortlich für Transport und Infrastruktur, fordert gezielte Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung. Prozesse müssten einfacher werden, damit Ergebnisse im Alltag sichtbarer seien.
Politische Unzufriedenheit
Die unterschiedlichen Wahrnehmungen spiegeln sich in der Zahlungsbereitschaft wider. KPMG berichtet, dass Bürger eher bereit sind, höhere Kosten zu tragen. Rund ein Viertel der grundsätzlich Zahlungsbereiten würde je nach Bereich mehr als zehn Prozent zusätzlich zahlen. Unternehmen dagegen wollen kaum mehr investieren. 80 bis 92 Prozent der zahlungsbereiten Unternehmen würden maximal fünf Prozent zusätzlich aufbringen.
Die Studie beleuchtet auch die gesamtwirtschaftliche Bedeutung funktionierender Netze. 72 Prozent der Unternehmen erwarten bei einer dauerhaft schlechten Infrastruktur steigende Kosten und langsamere Abläufe. Eine Abwanderung planen sie laut KPMG jedoch nicht. Bürgerinnen und Bürger befürchten dagegen politische und gesellschaftliche Folgen. 78 Prozent rechnen mit wachsender politischer Unzufriedenheit.
Hoher Investitionsbedarf
KPMG ergänzt die Umfrageergebnisse um Einschätzungen zum Investitionsbedarf. Das Deutsche Institut für Urbanistik veranschlagt bis 2030 allein im Verkehrsbereich 372 Milliarden Euro. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung erwartet für die Stromnetze bis 2045 Investitionen von 651 Milliarden Euro. Der Großteil entfällt auf Übertragungsnetzbetreiber. Laut KfW müsste Deutschland im Bereich Digitalisierung jährlich 140 bis 180 Milliarden Euro investieren, um international mitzuhalten.
Die KPMG-Studie zur Infrastruktur 2025 steht als PDF zum Download bereit.