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Energie & Management > Bilanz - Energiewende bremst Mainova
Quelle: Fotolia / Eisenhans
Bilanz

Energiewende bremst Mainova

Mainova hat im ersten Halbjahr ein um 6,2 Prozent geringeres bereinigtes Ergebnis erzielt als im Vorjahreszeitraum. Der Aufwand für Erneuerbaren-Projekte belastet das Geschäft.
Bremsspuren in der Halbjahresbilanz der Mainova AG: Der hessische Regionalversorger verbucht für die Zeit von Januar bis Ende Juni des laufenden Jahres ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 159,2 Millionen Euro. Das sind 10,5 Millionen Euro, umgerechnet 6,2 Prozent, weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Belastet worden sei das Konzernergebnis „vor allem durch höhere Aufwände und eine zunehmende Komplexität bei der Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien“, teilt das Unternehmen mit. 

Stabil entwickelt haben sich das Vertriebs- und Netzgeschäft sowie das Handelsgeschäft, wie es weiter heißt. „Unser robustes Kerngeschäft, eine vorausschauende Beschaffung und unsere breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette bilden die Grundlage für das gute Halbjahresergebnis“, kommentiert Konzernchef Michael Maxelon.

Der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG erwartet für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBT „leicht unter dem Vorjahresniveau“. Im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2025 hatte das Management noch ein „deutlich unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis prognostiziert“. 

12 Millionen Euro weniger im Stromgeschäft

Das Ergebnis der Stromversorgung beträgt zum 30. Juni 2026 rund 20,3 Millionen Euro (Vorjahr: 32,4 Millionen Euro). Nach dem „außergewöhnlich starken Vorjahresergebnis“ habe sich insbesondere das Handelsergebnis normalisiert. Gleichzeitig habe sich das Netzgeschäft aufgrund gestiegener Mengen und Leistung weiterhin positiv gestaltet.

Die Gasversorgung schneidet mit 63,1 Millionen Euro ab (Vorjahr: 53,2 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafür seien unter anderem die insgesamt stabile Entwicklung des Vertriebs- und Netzgeschäfts sowie positiv wirkende Sondereffekte im Vorjahr gewesen, heißt es.

Für das Segment Erzeugung und Fernwärme stehen 32,9 Millionen Euro zu Buche (Vorjahr: 26,2 Millionen Euro). Als wesentliche Treiber nennt Mainova die Entwicklung der Fernwärme sowie Einsparungen bei Emissionszertifikaten, die durch einen optimierten Brennstoffmix mit geringerem Kohleeinsatz ermöglicht worden seien. Gegenläufig hätten geringere Ergebnisbeiträge aus den Gaskraftwerken gewirkt.

Im Segment erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen verbucht Mainova ein Ergebnis von 11,6 Millionen Euro (Vorjahr: 18,7 Millionen Euro). Der Rückgang sei insbesondere auf die schwierige Marktentwicklung bei erneuerbaren Energien zurückzuführen, heißt es. „Der Ausbau von Wind- und Solarenergie bleibt zentral, neue Projekte werden aber zunehmend anspruchsvoller. Verzögerungen beim Netzausbau, lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen und zusätzliche Anforderungen wie Batteriespeicher oder Umspannwerke erhöhen Komplexität und wirtschaftliche Risiken. Positiv entwickelte sich dagegen das Contractinggeschäft“, so Maxelon.

Investitionen von mehr als 460 Millionen Euro vorgesehen

Das Ergebnis aus Beteiligungen beziffert Mainova auf 43,7 Millionen Euro (Vorjahr: 54,3 Millionen Euro). Maxelon spricht von erwartungsgemäßer Normalisierung. „Die Beteiligungen bleiben mit einem Anteil von über einem Viertel am Gesamtergebnis weiterhin ein wichtiges und verlässliches Standbein unseres Unternehmens“, so der Konzernchef.

Die Investitionen im ersten Halbjahr summieren sich nach Unternehmensangaben auf 123,1 Millionen Euro. Investitionsschwerpunkte seien der weitere Ausbau der Stromnetze, die Transformation der Wärmeversorgung sowie Infrastrukturprojekte wie die Umstellung auf wasserstofffähige Gasturbinentechnologie am Heizkraftwerk West in Frankfurt und der Neubau des Gemeinschaftskraftwerks Hanau sowie der Ausbau der eigenen Technik- und Lagerstandorte. Für das Gesamtjahr peilt Mainova laut Geschäftsbericht Investitionen in Höhe von 463,6 Millionen Euro an. (mf)

Mittwoch, 30.09.2026, 17:16 Uhr
Manfred Fischer
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Energiewende bremst Mainova
Mainova hat im ersten Halbjahr ein um 6,2 Prozent geringeres bereinigtes Ergebnis erzielt als im Vorjahreszeitraum. Der Aufwand für Erneuerbaren-Projekte belastet das Geschäft.
Bremsspuren in der Halbjahresbilanz der Mainova AG: Der hessische Regionalversorger verbucht für die Zeit von Januar bis Ende Juni des laufenden Jahres ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 159,2 Millionen Euro. Das sind 10,5 Millionen Euro, umgerechnet 6,2 Prozent, weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Belastet worden sei das Konzernergebnis „vor allem durch höhere Aufwände und eine zunehmende Komplexität bei der Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien“, teilt das Unternehmen mit. 

Stabil entwickelt haben sich das Vertriebs- und Netzgeschäft sowie das Handelsgeschäft, wie es weiter heißt. „Unser robustes Kerngeschäft, eine vorausschauende Beschaffung und unsere breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette bilden die Grundlage für das gute Halbjahresergebnis“, kommentiert Konzernchef Michael Maxelon.

Der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG erwartet für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBT „leicht unter dem Vorjahresniveau“. Im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2025 hatte das Management noch ein „deutlich unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis prognostiziert“. 

12 Millionen Euro weniger im Stromgeschäft

Das Ergebnis der Stromversorgung beträgt zum 30. Juni 2026 rund 20,3 Millionen Euro (Vorjahr: 32,4 Millionen Euro). Nach dem „außergewöhnlich starken Vorjahresergebnis“ habe sich insbesondere das Handelsergebnis normalisiert. Gleichzeitig habe sich das Netzgeschäft aufgrund gestiegener Mengen und Leistung weiterhin positiv gestaltet.

Die Gasversorgung schneidet mit 63,1 Millionen Euro ab (Vorjahr: 53,2 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafür seien unter anderem die insgesamt stabile Entwicklung des Vertriebs- und Netzgeschäfts sowie positiv wirkende Sondereffekte im Vorjahr gewesen, heißt es.

Für das Segment Erzeugung und Fernwärme stehen 32,9 Millionen Euro zu Buche (Vorjahr: 26,2 Millionen Euro). Als wesentliche Treiber nennt Mainova die Entwicklung der Fernwärme sowie Einsparungen bei Emissionszertifikaten, die durch einen optimierten Brennstoffmix mit geringerem Kohleeinsatz ermöglicht worden seien. Gegenläufig hätten geringere Ergebnisbeiträge aus den Gaskraftwerken gewirkt.

Im Segment erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen verbucht Mainova ein Ergebnis von 11,6 Millionen Euro (Vorjahr: 18,7 Millionen Euro). Der Rückgang sei insbesondere auf die schwierige Marktentwicklung bei erneuerbaren Energien zurückzuführen, heißt es. „Der Ausbau von Wind- und Solarenergie bleibt zentral, neue Projekte werden aber zunehmend anspruchsvoller. Verzögerungen beim Netzausbau, lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen und zusätzliche Anforderungen wie Batteriespeicher oder Umspannwerke erhöhen Komplexität und wirtschaftliche Risiken. Positiv entwickelte sich dagegen das Contractinggeschäft“, so Maxelon.

Investitionen von mehr als 460 Millionen Euro vorgesehen

Das Ergebnis aus Beteiligungen beziffert Mainova auf 43,7 Millionen Euro (Vorjahr: 54,3 Millionen Euro). Maxelon spricht von erwartungsgemäßer Normalisierung. „Die Beteiligungen bleiben mit einem Anteil von über einem Viertel am Gesamtergebnis weiterhin ein wichtiges und verlässliches Standbein unseres Unternehmens“, so der Konzernchef.

Die Investitionen im ersten Halbjahr summieren sich nach Unternehmensangaben auf 123,1 Millionen Euro. Investitionsschwerpunkte seien der weitere Ausbau der Stromnetze, die Transformation der Wärmeversorgung sowie Infrastrukturprojekte wie die Umstellung auf wasserstofffähige Gasturbinentechnologie am Heizkraftwerk West in Frankfurt und der Neubau des Gemeinschaftskraftwerks Hanau sowie der Ausbau der eigenen Technik- und Lagerstandorte. Für das Gesamtjahr peilt Mainova laut Geschäftsbericht Investitionen in Höhe von 463,6 Millionen Euro an. (mf)

Mittwoch, 30.09.2026, 17:16 Uhr
Manfred Fischer

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