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Energie & Management > Beteiligung - Ein neuer Partner für Bad Bramstedt steht bereit
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Beteiligung

Ein neuer Partner für Bad Bramstedt steht bereit

Die Stadtwerke Neumünster könnten neuer Gesellschafter der wirtschaftlich angeschlagenen Stadtwerke Bad Bramstedt werden. 
Bei der Suche nach einem neuen Gesellschafter für die Stadtwerke Bad Bramstedt in Schleswig-Holsten haben die Verantwortlichen einen konkreten Interessenten vorgestellt. Die benachbarten Stadtwerke Neumünster (SWN) haben Interesse an einem Einstieg.

Die Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Bramstedt, Jasmin Kramer, soll sich für eine Zusammenarbeit aussprechen. Das meldeten die Kieler Nachrichten. SWN-Geschäftsführer Michael Böddeker hatte bereits im Hauptausschuss der Stadt Bramstedt öffentlich für einen Einstieg geworben.

Grund für einen möglichen Einstieg der SWN ist die angespannte wirtschaftliche Situation des Versorgers (wir berichteten). Die Stadtwerke Bad Bramstedt hatten 2023 einen Verlust von 1,15 Millionen Euro verbucht.

Auch für 2024 wurde nach örtlichen Medienberichten mit einem Minus von mehr als einer halben Million Euro gerechnet. Die Stadt musste das Unternehmen mit Darlehen unterstützen. Nach Angaben der Kieler Nachrichten lehnten Banken weitere Kredite ab und verlangten mehr Eigenkapital.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Stadt deshalb die Suche nach neuen Kooperationsmodellen eingeleitet. Bislang hält die Stadt Bad Bramstedt 64 Prozent der Anteile, weitere 36 Prozent liegen bei „Service Plus“, einer Tochtergesellschaft von Hansewerk aus dem Eon-Konzern.

Eon-Tochter soll Anteile abgeben

Bei einem Einstieg der Stadtwerke Neumünster würde sich die Gesellschafterstruktur verschieben. Nach Informationen der Kieler Nachrichten soll die Eon-Tochter Service Plus ihren Anteil an die Stadtwerke Neumünster abgeben. Zugleich könnte sich der Anteil der Stadt Bad Bramstedt verringern. Die Kommune wolle allerdings Mehrheitsgesellschafter bleiben, dafür wäre ein Anteil von mehr als 50 Prozent notwendig. Über die konkrete Aufteilung werde noch verhandelt.

Eine Entscheidung muss offenbar spätestens in der ersten Hälfte 2027 fallen. Bis dahin müssten die Verträge unterschrieben sein, sagte Geschäftsführerin Kramer der Zeitung. Die Verhandlungen führten die Gesellschafter. Von einem Einstieg der SWN verspricht sie sich vor allem zusätzliche Kompetenzen und neue Geschäftsfelder. Die Stadtwerke Neumünster beschäftigen rund 950 Mitarbeiter, Bad Bramstedt etwa 30. Während sich das Geschäft in Bad Bramstedt im Wesentlichen auf Strom, Gas, Fernwärme und Wasserversorgung konzentriert, sind die SWN unter anderem auch im öffentlichen Nahverkehr, bei Glasfaser, Ladeinfrastruktur und Entsorgung aktiv. (sag)

Mittwoch, 23.09.2026, 12:00 Uhr
Stefan Sagmeister
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Ein neuer Partner für Bad Bramstedt steht bereit
Die Stadtwerke Neumünster könnten neuer Gesellschafter der wirtschaftlich angeschlagenen Stadtwerke Bad Bramstedt werden. 
Bei der Suche nach einem neuen Gesellschafter für die Stadtwerke Bad Bramstedt in Schleswig-Holsten haben die Verantwortlichen einen konkreten Interessenten vorgestellt. Die benachbarten Stadtwerke Neumünster (SWN) haben Interesse an einem Einstieg.

Die Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Bramstedt, Jasmin Kramer, soll sich für eine Zusammenarbeit aussprechen. Das meldeten die Kieler Nachrichten. SWN-Geschäftsführer Michael Böddeker hatte bereits im Hauptausschuss der Stadt Bramstedt öffentlich für einen Einstieg geworben.

Grund für einen möglichen Einstieg der SWN ist die angespannte wirtschaftliche Situation des Versorgers (wir berichteten). Die Stadtwerke Bad Bramstedt hatten 2023 einen Verlust von 1,15 Millionen Euro verbucht.

Auch für 2024 wurde nach örtlichen Medienberichten mit einem Minus von mehr als einer halben Million Euro gerechnet. Die Stadt musste das Unternehmen mit Darlehen unterstützen. Nach Angaben der Kieler Nachrichten lehnten Banken weitere Kredite ab und verlangten mehr Eigenkapital.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Stadt deshalb die Suche nach neuen Kooperationsmodellen eingeleitet. Bislang hält die Stadt Bad Bramstedt 64 Prozent der Anteile, weitere 36 Prozent liegen bei „Service Plus“, einer Tochtergesellschaft von Hansewerk aus dem Eon-Konzern.

Eon-Tochter soll Anteile abgeben

Bei einem Einstieg der Stadtwerke Neumünster würde sich die Gesellschafterstruktur verschieben. Nach Informationen der Kieler Nachrichten soll die Eon-Tochter Service Plus ihren Anteil an die Stadtwerke Neumünster abgeben. Zugleich könnte sich der Anteil der Stadt Bad Bramstedt verringern. Die Kommune wolle allerdings Mehrheitsgesellschafter bleiben, dafür wäre ein Anteil von mehr als 50 Prozent notwendig. Über die konkrete Aufteilung werde noch verhandelt.

Eine Entscheidung muss offenbar spätestens in der ersten Hälfte 2027 fallen. Bis dahin müssten die Verträge unterschrieben sein, sagte Geschäftsführerin Kramer der Zeitung. Die Verhandlungen führten die Gesellschafter. Von einem Einstieg der SWN verspricht sie sich vor allem zusätzliche Kompetenzen und neue Geschäftsfelder. Die Stadtwerke Neumünster beschäftigen rund 950 Mitarbeiter, Bad Bramstedt etwa 30. Während sich das Geschäft in Bad Bramstedt im Wesentlichen auf Strom, Gas, Fernwärme und Wasserversorgung konzentriert, sind die SWN unter anderem auch im öffentlichen Nahverkehr, bei Glasfaser, Ladeinfrastruktur und Entsorgung aktiv. (sag)

Mittwoch, 23.09.2026, 12:00 Uhr
Stefan Sagmeister

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