E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Effizienz - Aufruf will doppelt so hohe Effizienz-Investitionen erreichen
Quelle: Fotolia / Photo-K
Effizienz

Aufruf will doppelt so hohe Effizienz-Investitionen erreichen

Wenn mehr Geld in Effizienzmaßnahmen fließt, ließen sich Preisschocks und Unsicherheit bei der Energieversorgung minimieren. Verbände rufen daher zu doppelt so hohen Investitionen auf.
Mehrere Organisationen bringen sich mit einem Aufruf in die Beratungen zur Novelle des Energieeffizienzgesetzes ein. Eine zentrale Forderung ist es, die Investitionen in Energieeffizienz zu verdoppeln. Das fördere die Sicherheit der Energieversorgung und mache unabhängiger von enormen Preisschwankungen.

Hinter dem Aufruf versammelt haben sich die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff), „AlgorithmWatch“, Bellona, Bits & Bäume, Leitmotiv und das Umweltinstitut München. Sie sehen in den Kriegen, die aktuell in der Ukraine und in Iran geführt werden, eine Bedrohung der Energiesicherheit und einen Treiber der Preise.

Die Deneff wünscht sich vor diesem Hintergrund durch die Gesetzesnovelle einen verlässlichen Rahmen, heißt es in einer Mitteilung. Dieser sei entscheidend, um den Energie-Importbedarf Deutschlands erheblich zu reduzieren, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern. Heimische Energiequellen allein reichten aktuell rechnerisch nur bis zum 5. Mai, in der Europäischen Union einen Monat länger.

Der Hebel für Verbesserungen liege in Effizienzsteigerungen. Denn die deutsche Industrie könne darüber etwa 40 Prozent des Endenergiebedarfs einsparen. Und dies ohne Auswirkungen auf die Produktion. Sparen ließen sich so 29 Milliarden Euro pro Jahr.

Die seit Ende 2025 kursierenden Überlegungen der Bundesregierung zum neuen Energieeffizienzgesetz gingen in die falsche Richtung, heißt es in der Mitteilung weiter. Pläne zur Abschaffung der Effizienzziele und Einsparverpflichtungen von Bund und Ländern, Abschwächungen bei Energiemanagementsystemen, bei der Abwärmenutzung und den Effizienzanforderungen für Rechenzentren sorgten bereits jetzt für Planungsunsicherheit und bremsten Investitionen.

Christian Noll, geschäftsführender Deneff-Vorstand, zeigt sich angesichts dieser Entwicklung zunehmend ungeduldig. Energieeffizienz sei kein „Nice to have“, sondern eine zentrale wirtschafts- und sicherheitspolitische Notwendigkeit. „Wir sollten die Bemühungen in Effizienzsteigerung jetzt endlich verdoppeln“, fordert er und verweist dabei auf die wiederholten Mahnungen von Wissenschaft und Fachleuten sowie Beschlüsse der UN-Klimakonferenz von 2023.

Statt der Änderungen fordern die unterzeichnenden Organisationen in ihrem Aufruf eine Beibehaltung des Energieeffizienzgesetzes in der bestehenden Form. Aus ihrer Sicht garantiere nur ein stabiler Regelungsrahmen Investitionen in Milliardenhöhe, die zu den erwünschten Einsparungen von Energie führten.

Konkret pochen die Unterzeichnenden auf
  • die Beibehaltung zentraler Regelungen zu Energiemanagementsystemen,
  • verlässliche Rahmenbedingungen für Abwärmenutzung,
  • ambitionierte und transparente Effizienzanforderungen für Rechenzentren und
  • die Verdoppelung des Budgets des Förderprogramms „Energie- und Ressourceneffizienz in der Industrie“ (EEW).

Donnerstag, 9.04.2026, 17:00 Uhr
Volker Stephan
Energie & Management > Effizienz - Aufruf will doppelt so hohe Effizienz-Investitionen erreichen
Quelle: Fotolia / Photo-K
Effizienz
Aufruf will doppelt so hohe Effizienz-Investitionen erreichen
Wenn mehr Geld in Effizienzmaßnahmen fließt, ließen sich Preisschocks und Unsicherheit bei der Energieversorgung minimieren. Verbände rufen daher zu doppelt so hohen Investitionen auf.
Mehrere Organisationen bringen sich mit einem Aufruf in die Beratungen zur Novelle des Energieeffizienzgesetzes ein. Eine zentrale Forderung ist es, die Investitionen in Energieeffizienz zu verdoppeln. Das fördere die Sicherheit der Energieversorgung und mache unabhängiger von enormen Preisschwankungen.

Hinter dem Aufruf versammelt haben sich die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff), „AlgorithmWatch“, Bellona, Bits & Bäume, Leitmotiv und das Umweltinstitut München. Sie sehen in den Kriegen, die aktuell in der Ukraine und in Iran geführt werden, eine Bedrohung der Energiesicherheit und einen Treiber der Preise.

Die Deneff wünscht sich vor diesem Hintergrund durch die Gesetzesnovelle einen verlässlichen Rahmen, heißt es in einer Mitteilung. Dieser sei entscheidend, um den Energie-Importbedarf Deutschlands erheblich zu reduzieren, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern. Heimische Energiequellen allein reichten aktuell rechnerisch nur bis zum 5. Mai, in der Europäischen Union einen Monat länger.

Der Hebel für Verbesserungen liege in Effizienzsteigerungen. Denn die deutsche Industrie könne darüber etwa 40 Prozent des Endenergiebedarfs einsparen. Und dies ohne Auswirkungen auf die Produktion. Sparen ließen sich so 29 Milliarden Euro pro Jahr.

Die seit Ende 2025 kursierenden Überlegungen der Bundesregierung zum neuen Energieeffizienzgesetz gingen in die falsche Richtung, heißt es in der Mitteilung weiter. Pläne zur Abschaffung der Effizienzziele und Einsparverpflichtungen von Bund und Ländern, Abschwächungen bei Energiemanagementsystemen, bei der Abwärmenutzung und den Effizienzanforderungen für Rechenzentren sorgten bereits jetzt für Planungsunsicherheit und bremsten Investitionen.

Christian Noll, geschäftsführender Deneff-Vorstand, zeigt sich angesichts dieser Entwicklung zunehmend ungeduldig. Energieeffizienz sei kein „Nice to have“, sondern eine zentrale wirtschafts- und sicherheitspolitische Notwendigkeit. „Wir sollten die Bemühungen in Effizienzsteigerung jetzt endlich verdoppeln“, fordert er und verweist dabei auf die wiederholten Mahnungen von Wissenschaft und Fachleuten sowie Beschlüsse der UN-Klimakonferenz von 2023.

Statt der Änderungen fordern die unterzeichnenden Organisationen in ihrem Aufruf eine Beibehaltung des Energieeffizienzgesetzes in der bestehenden Form. Aus ihrer Sicht garantiere nur ein stabiler Regelungsrahmen Investitionen in Milliardenhöhe, die zu den erwünschten Einsparungen von Energie führten.

Konkret pochen die Unterzeichnenden auf
  • die Beibehaltung zentraler Regelungen zu Energiemanagementsystemen,
  • verlässliche Rahmenbedingungen für Abwärmenutzung,
  • ambitionierte und transparente Effizienzanforderungen für Rechenzentren und
  • die Verdoppelung des Budgets des Förderprogramms „Energie- und Ressourceneffizienz in der Industrie“ (EEW).

Donnerstag, 9.04.2026, 17:00 Uhr
Volker Stephan

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.