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Energie & Management > Windkraft Offshore - 60 neue Windturbinen in der Nordsee genehmigt
Quelle: Shutterstock / Thampapon
Windkraft Offshore

60 neue Windturbinen in der Nordsee genehmigt

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat zwei Windparks der Nordseecluster B von RWE mit 60 neuen Turbinen genehmigt. Der Bau soll ab Frühjahr 2027 beginnen.
Am 27. März hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Plangenehmigungen für die Offshore-Windparks NC 3 und NC 4 erteilt. Die Genehmigungen gingen an die Nordseecluster B GmbH & Co. KG, eine Projektgesellschaft des RWE-Konzerns. Sie will beide Windparks bauen und betreiben. Mit der Entscheidung kann die zweite Ausbaustufe des Nordseeclusters mit einer Gesamtleistung von 900 MW realisiert werden.

Die beiden Windparks entstehen in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee nördlich der ostfriesischen Inseln. NC 3 umfasst 28 Anlagen, NC 4 weitere 32 Turbinen, verteilt auf eine Fläche von insgesamt 62 Quadratkilometern. Die Standorte liegen rund 46 Kilometer von Borkum und etwa 34 Kilometer von Norderney entfernt. Jede Anlage liefert 15 MW Leistung.

Beschleunigtes Verfahren umgesetzt

BSH-Präsident Helge Heegewaldt betonte, dass die Genehmigungen zur Versorgungssicherheit beitragen und Deutschlands Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern stärken. „Angesichts steigender Energiepreise und geopolitischer Spannungen wird die Energiewende dringlicher. Offshore-Windenergie unterstützt Klimaschutz und Versorgungssicherheit gleichermaßen“, sagte Heegewaldt. Das BSH hatte die Genehmigungen im beschleunigten Verfahren nach der EU-Notfallverordnung erteilt.

Die Offshore-Anlagen werden auf Monopilefundamenten in Wassertiefen von 27 bis 33 Metern errichtet. Die Rotorblätter erreichen einen Durchmesser von 236 Metern, die Gesamthöhe bis zur Rotorblattspitze beträgt 263 Meter. Der erzeugte Strom wird über die Konverterplattform „DolWin Delta“ und das Netzanbindungssystem NOR-3-2 ins Netz eingespeist.

Betriebsbeginn ab 2028

RWE plant den Baustart für Frühjahr 2027, die ersten Anlagen sollen ab dem dritten Quartal 2028 ans Netz gehen. Der kommerzielle Betrieb von Nordseecluster B soll Anfang 2029 beginnen. Das Projekt wird gemeinsam von RWE (51 Prozent) und Norges Bank Investment Management (49 Prozent) getragen. RWE verantwortet den Bau und Betrieb während des gesamten Lebenszyklus.

Die erste Ausbaustufe, Nordseecluster A, umfasst 660 MW und ist bereits im Bau. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 vorgesehen. Zusammen werden die Windparks des Nordseeclusters jährlich rund 6,5 Milliarden kWh Strom erzeugen, der insbesondere der Dekarbonisierung industrieller Kunden dienen soll. Dazu zählt auch Amazon, für das RWE kürzlich einen Stromabnahmevertrag über 110 MW aus dem Nordseecluster B unterzeichnete.

Tobias Keitel, Chief Technology Officer von RWE Offshore Wind, erklärte, dass die Genehmigungen „die Ampeln auf Grün“ gesetzt hätten und der Ausbau der Offshore-Windenergie an der deutschen Küste nun fortgesetzt werden könne. „Mit dem Nordseecluster treibt RWE die Energiewende aktiv voran und stärkt die Versorgungssicherheit“, sagte Keitel. RWE gehöre weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich Offshore-Wind und realisiere weitere große Projekte.

Freitag, 27.03.2026, 13:53 Uhr
Susanne Harmsen
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60 neue Windturbinen in der Nordsee genehmigt
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat zwei Windparks der Nordseecluster B von RWE mit 60 neuen Turbinen genehmigt. Der Bau soll ab Frühjahr 2027 beginnen.
Am 27. März hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Plangenehmigungen für die Offshore-Windparks NC 3 und NC 4 erteilt. Die Genehmigungen gingen an die Nordseecluster B GmbH & Co. KG, eine Projektgesellschaft des RWE-Konzerns. Sie will beide Windparks bauen und betreiben. Mit der Entscheidung kann die zweite Ausbaustufe des Nordseeclusters mit einer Gesamtleistung von 900 MW realisiert werden.

Die beiden Windparks entstehen in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone der Nordsee nördlich der ostfriesischen Inseln. NC 3 umfasst 28 Anlagen, NC 4 weitere 32 Turbinen, verteilt auf eine Fläche von insgesamt 62 Quadratkilometern. Die Standorte liegen rund 46 Kilometer von Borkum und etwa 34 Kilometer von Norderney entfernt. Jede Anlage liefert 15 MW Leistung.

Beschleunigtes Verfahren umgesetzt

BSH-Präsident Helge Heegewaldt betonte, dass die Genehmigungen zur Versorgungssicherheit beitragen und Deutschlands Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern stärken. „Angesichts steigender Energiepreise und geopolitischer Spannungen wird die Energiewende dringlicher. Offshore-Windenergie unterstützt Klimaschutz und Versorgungssicherheit gleichermaßen“, sagte Heegewaldt. Das BSH hatte die Genehmigungen im beschleunigten Verfahren nach der EU-Notfallverordnung erteilt.

Die Offshore-Anlagen werden auf Monopilefundamenten in Wassertiefen von 27 bis 33 Metern errichtet. Die Rotorblätter erreichen einen Durchmesser von 236 Metern, die Gesamthöhe bis zur Rotorblattspitze beträgt 263 Meter. Der erzeugte Strom wird über die Konverterplattform „DolWin Delta“ und das Netzanbindungssystem NOR-3-2 ins Netz eingespeist.

Betriebsbeginn ab 2028

RWE plant den Baustart für Frühjahr 2027, die ersten Anlagen sollen ab dem dritten Quartal 2028 ans Netz gehen. Der kommerzielle Betrieb von Nordseecluster B soll Anfang 2029 beginnen. Das Projekt wird gemeinsam von RWE (51 Prozent) und Norges Bank Investment Management (49 Prozent) getragen. RWE verantwortet den Bau und Betrieb während des gesamten Lebenszyklus.

Die erste Ausbaustufe, Nordseecluster A, umfasst 660 MW und ist bereits im Bau. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 vorgesehen. Zusammen werden die Windparks des Nordseeclusters jährlich rund 6,5 Milliarden kWh Strom erzeugen, der insbesondere der Dekarbonisierung industrieller Kunden dienen soll. Dazu zählt auch Amazon, für das RWE kürzlich einen Stromabnahmevertrag über 110 MW aus dem Nordseecluster B unterzeichnete.

Tobias Keitel, Chief Technology Officer von RWE Offshore Wind, erklärte, dass die Genehmigungen „die Ampeln auf Grün“ gesetzt hätten und der Ausbau der Offshore-Windenergie an der deutschen Küste nun fortgesetzt werden könne. „Mit dem Nordseecluster treibt RWE die Energiewende aktiv voran und stärkt die Versorgungssicherheit“, sagte Keitel. RWE gehöre weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich Offshore-Wind und realisiere weitere große Projekte.

Freitag, 27.03.2026, 13:53 Uhr
Susanne Harmsen

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