Wirtschaftsförderer Peer Beyersdorff mit einer der neuen Ladesäulen. Quelle: Gemeinde Stuhr
Auch vor den Toren Bremens wächst das Netz an Ladesäulen für Elektromobile. Die Gemeinden Stuhr und Weyhe haben sich dafür die Unterstützung eines großen Dienstleisters gesichert.
Ortsteile mit Ladesäulen zu versorgen, die einen hohen Anteil an Mietshäusern aufweisen, ist ein Ziel der Gemeinden Stuhr und Weyhe. Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität kommt nun in den Kommunen am Südrand der Hansestadt Bremen voran. Stuhr hat die erste Hälfte der auserkorenen Standorte bestückt.
Die sieben in Betrieb gegangenen Ladesäulen verfügen über jeweils zwei Ladepunkte mit je 11 kW Leistung. Weitere sieben Standorte mit je zwei Säulen folgen in Kürze, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Stuhr wolle die Bevölkerung durch den Ausbau ermutigen, auf Elektromobilität umzuschwenken. Gemeinderat und Wirtschaftsförderer Peer Beyersdorff spricht von einem „Meilenstein beim Ausbau der Elektromobilität vor Ort“.
Im vergangenen Jahr hatten die niedersächsischen Kommunen ihren Partner für das Vorhaben präsentiert. Es ist der große Versorger Enercity aus der Landeshauptstadt Hannover. In einer gemeinsamen Ausschreibung der Konzession ging der Auftrag über 104 Ladepunkte an das regionale Energieunternehmen, davon entfallen 42 auf Stuhr und 62 auf Weyhe.
Die Gemeinden stellen Enercity die öffentlichen Flächen für die Säulen zur Verfügung. Der Versorger zahlt dafür jährlich eine Konzessionsabgabe. Durch die Ladekabel soll ausschließlich Ökostrom fließen, heißt es.
Dass Stuhr und Weyhe ihre Ladeinfrastruktur gemeinsam entwickeln lassen, ist kein Zufall. Sie hatten als Modellkommunen 2022 und 2023 mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr entsprechende Konzepte entwickelt. Bis 2030 wollen sie so ihren errechneten Bedarf an Ladepunkten gezielt decken. (vs)
Dienstag, 25.08.2026, 13:12 Uhr
Volker Stephan
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