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Stefan Sagmeister
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Freitag, 25.11.2022, 16:04 Uhr
Vertrieb
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SWM kommen bei Wärmepumpenstrom Kunden entgegen
Die Stadtwerke München rechnen ihre Wärmepumpenkunden zum 1. Januar nach dem günstigsten Tarif ab.
Die Stadtwerke München (SWM) kommen ihren Stromkunden entgegen, die mit einer Wärmepumpe heizen. „Ab 1. Januar 2023 werden die SWM die Wärmestrom-Grundversorgung für Wärmepumpen bestabrechnen“, heißt es von dort. Möglich ist das, weil die Stadtwerke für den Heizstrom zwei Tarife anbieten. Nun wird bei der Abrechnung immer der günstigere Tarif gewählt.

Wärmepumpenstrom wird in der Regel über zwei Zähler und zwei verschiedene Tarifen abgerechnet. Tagsüber rechnet ein Zähler mit einem Hochtarif (HT) ab. In der Nacht misst ein anderer Zähler im Niedertarif (NT) den Strombrauch. Zusätzlich bieten die Stadtwerke aber den Wärmestrom als Eintarif-Produkt an, der Einheitspreis liegt hier zwischen dem HT-Preis und NT-Preis.

Die Stadtwerke legen ab Januar für die Preisermittlung nun den günstigeren Tarif zugrunde. „Die Abrechnung erfolgt über den gesamten Abrechnungszeitraum in Abhängigkeit des Verbrauchs zur jeweils günstigsten Tarifart.“ Ist bei Rechnungsermittlung das Zweitarifprodukt günstiger, wird dieser Tarif herangezogen, stellt sich bei der Berechnung heraus, dass das Eintarifprodukt für den Kunden günstiger ist, wird dieser Tarif abgerechnet.

Die Stadtwerke wollen damit den Wärmepumpennutzern unter die Arme greifen: Die aktuell hohen Strompreise „wirken sich gerade bei dieser klimaschonenden, aber stromintensiven Heizungsart negativ aus“. Viele stellen sich nun die Frage, ob sich eine Wärmepumpe unter diesen Voraussetzungen lohnt. Mit der Bestabrechnung „mindern die SWM die Mehrbelastung auf Kundenseite und tragen einen Teil der Mehrbelastung selbst“.