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Ali Ulucay
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Dienstag, 27.09.2022, 10:33 Uhr
Gasnetz
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Nord-Stream-Pipelines möglicherweise sabotiert
Die Nord-Stream-Pipelines sind einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise durch gezielte Anschläge beschädigt worden und deshalb leckgeschlagen.

Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, rechnen Bundesbehörden aufgrund des zeitlichen Ablaufs, der drei betroffenen Leitungen und der starken Druckverluste in Nord Stream 1, die ebenfalls auf ein großes Leck schließen lassen, mit Sabotage. "Unsere Fantasie gibt kein Szenario mehr her, das kein gezielter Anschlag ist", sagte eine in die Bewertung durch die Bundesregierung und die Bundesbehörden eingeweihte Person dem Tagesspiegel. "Alles spricht gegen einen Zufall."

Bereits in der Nacht auf den 26. September kam es in einem der beiden Stränge von Nord Stream 2 zu einem drastischen Druckverlust; in dänischen Hoheitsgewässern wurde ein Leck festgestellt. Nach Angaben eines Sprechers verzeichnete die Doppel-Pipeline Nord Stream 1 am Abend des 26. Septembers ebenfalls einen "starken Druckabfall" in beiden Leitungen.

Ein derartiger mutmaßlicher Anschlag auf dem Meeresboden sei alles andere als trivial, er müsse mit Spezialkräften, zum Beispiel Marinetauchern, oder einem U-Boot ausgeführt werden, hieß es weiter aus den über die erste Lagebewertung informierten Kreisen. Mit dem vorübergehenden Ausschalten der Nord-Stream-Pipelines wären Gaslieferungen von Russland nach Deutschland und Zentraleuropa nur noch über die über Polen laufende Verbindung Jamal oder das ukrainische Pipeline-Netz möglich.