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Georg Eble
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Montag, 26.09.2022, 15:23 Uhr
Windkraft Onshore
E&M News
Auch Enercon geht in die 6-MW-Klasse
Der Auricher Windturbinen-Hersteller präsentiert auf der Weltleitmesse Wind Energy einen getriebelosen Typ für Schwachwind-Standorte. Sein Rotordurchmesser beeindruckt.
E-175 EP5 heißt das künftige Europa-Flaggschiff von Enercon. Mit diesem Typ, den der ostfriesische Onshore-Windturbinen-Hersteller nach eigenen Angaben auf der Weltleitmesse Wind Energy präsentieren will, steigt Enercon in die 6-MW-Klasse ein. Bisher war bei etwa 5,5 MW nach oben Schluss gewesen.

Wettbewerber Nordex möchte auf der Hamburger Messe, die vom 27. bis 30. September läuft, bereits den zweiten Typen seiner 6-MW-Klasse vorstellen (wir berichteten). Siemens Gamesa ist onshore schon länger bei 6,6 MW gelandet. Alle Typen eignen sich für schwache bis mittlere Windstandorte (IEC-Windklasse S).

Enercons 6-MW-WIndenergieanlage kommt auf einen der längsten Rotordurchmesser an Land, nämlich 175 Meter Rotordurchmesser und 6 MW Nennleistung. Für den Hersteller selbst sind die 86 m langen Rotorblätter die bisher längsten. Laut CCO Project Management, Frederic Maenhaut, hat auch die E-175 EP5 wieder einen wartungsarmen getriebelosen Direktantrieb. Die Naben stehen in bis zu 163 m Höhe. Je nach Projekt sind auch standortspezifische Turmvarianten möglich. Der Typ ist auf 25 Jahre ausgelegt. Die Prototyp-Installation ist für 2023/24 geplant, der Start der Serienfertigung für 2024.
 
Enercons Einstieg in die 6-MW-Schwachwindklasse: die E-175 EP5
Quelle: Enercon