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Georg Eble
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Donnerstag, 08.09.2022, 17:20 Uhr
Regenerative
E&M News
Direktvermarktung wächst in allen Sparten
Egal, ob Marktprämie oder sonstige Direktvermarktung: Die zur Direktvermarktung angemeldete Leistung nimmt im September bei den großen grünen Technologien flächendeckend zu.
Die direktvermarktete Leistung aus Erneuerbaren-Anlagen in Deutschland steigt im September um 569 MW auf einen neuen Rekordwert von 96.970 MW. Sie folgt damit weiter der Logik eines ständigen Zubaus grüner Stromerzeugung. Das geht aus den am 7. September veröffentlichten Direktvermarktungs-Anmeldungen hervor. Das Seltene daran: Alle großen Technologien legen gegenüber August in beiden Varianten zu. Zur Direktvermarktung sind Betreiber von Anlagen ab 100 kW verpflichtet. Das heißt, das Gros der 1,5 Mio. Photovoltaikanlagen kommt in dieser Statistik nicht vor.

Ihr zufolge legte die Direktvermarktung im geförderten Marktprämienmodell um 381 MW auf 85.048 MW zu, die subventionsfreie sonstige Direktvermarktung um 289 MW auf 11.923 MW.

In der Marktprämie wurden mit 48.965 MW Windkraft am Land, der leistungsstärksten Technologie, 161 MW mehr angemeldet als im August. Die Technologie steigerte sich auch in der sonstigen Direktvermarktung, und zwar um 72 MW auf 7.006 MW.

Auf See stagnierte die geförderte Windkraft bei 7.243 MW, legte aber in der ungeförderten Variante von 693 MW auf 729 MW zu. Dies ist auf die Anmeldung der ersten der 38 Windräder des 342-MW-Windparks "Kaskasi" vor Helgoland zur sonstigen Direktvermarktung zurückzuführen.

Die geförderte Photovoltaik in der Direktvermarktung steigerte sich um 184 MW auf 20.572 MW. Es werden aber auch 3.309 MW Solaranlagen ab 100 kW subventionsfrei direktvermarktet.

Biomasse legte um 25 MW auf 7.040 MW in der geförderten Variante und um 13 MW auf 487 MW in der sonstigen Direktvermarktung zu. Die übrigen grünen Technologien verfügen jeweils höchstens über dreistellige Direktvermarktungsleistung.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die EEG-Direktvermarktungs-Zahlenreihen am 7. September auf ihrer Netztransparenzseite veröffentlicht, zeitweise auch anlagenscharf.