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Davina Spohn
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Freitag, 07.01.2022, 15:24 Uhr
Strom
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Senkung der EEG-Umlage verpufft
Die seit diesem Jahr gesunkene EEG-Umlage kommt nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Dies zeigen Zahlen zweier Vergleichsportale.
Zum Jahreswechsel wurde die EEG-Umlage von 6,5 Cent/kWh auf 3,72 Cent/kWh abgesenkt. Laut dem Verbraucherportal Verivox hätte der Strompreis dadurch um rund 3 Cent − um 11 % − sinken können. Das Gegenteil ist der Fall, wie ein Sprecher des Portals anführt. "Die Stromversorger geben die niedrigere EEG-Umlage nicht an ihre Kunden weiter, weil sich die Einkaufspreise an der Strombörse vervielfacht haben", sagt Thorsten Storck.

So liegt der Preis für eine Megawattstunde Strom an der Strombörse für das kommende Jahr aktuell bei über 130 Euro. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel bewegt sich der Preis je Megawattstunde zwischen 35 und 55 Euro. 

Eine Kilowattstunde Strom für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh kostet laut Verivox aktuell im örtlichen Grundversorgungstarif im bundesweiten Durchschnitt 35,15 Cent und liegt damit höher als jemals zuvor. Im Vergleich zum Dezember 2021 entspreche dies einer Steigerung von 3,5 %. 300 der rund 800 örtlichen Stromversorger in Deutschland haben zum Jahresbeginn ihre Preise um durchschnittlich 15 % erhöht, so das Vergleichsportal. 

Zu einem ähnliche Schluss kommt das Portal Check24: "Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 5.000 kWh zahlt dadurch knapp 167 Euro weniger für die Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien", teilte Check24 mit. "Ob und in welcher Höhe die Entlastung durch die EEG-Umlage in diesem Winter aber tatsächlich bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, hängt auch von der weiteren Entwicklung des Börsenstrompreises ab", heißt es weiter.