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Fritz Wilhelm
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Freitag, 12.11.2021, 17:59 Uhr
IT
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Cyber-Angriff auf die Kisters AG 
In der Nacht vom 10. auf den 11. November 2021 wurde das IT-Unternehmen Kisters Opfer eines Cyber-Angriffs.
Nach bisherigem Kenntnisstand haben sich die Angreifer trotz eines starken Sicherheitssystems über einen orchestrierten Ransomware-Angriff Zugang zum Computernetzwerk des Software-Anbieters für nachhaltiges Ressourcenmanagement verschafft.

Die Kisters AG hat nach eigenen Angaben umgehend nach Entdeckung des Angriffs die Kriminalpolizei und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI eingeschaltet und die zuständigen Aufsichtsbehörden informiert. Darüber hinaus begann ein Expertenteam aus IT-Spezialistinnen und -Spezialisten sowie aus IT-Forensikern und -Forensikerinnen sofort zu analysieren, wie die Angreifer trotz umfangreicher, mehrstufiger und zertifizierter Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens in das Netzwerk eindringen konnten. Die Untersuchungen dauern noch an.

Aktuell hat das Unternehmen keinen Zugriff auf das eigene System, da es komplett heruntergefahren wurde, um weiteren Schaden zu vermeiden. Entsprechend ist das Unternehmen vorübergehend weder über E-Mail noch über Festnetz-Telefon erreichbar, sondern nur über die Mobilnummern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kundinnen und Kunden der Kisters AG sind nach Möglichkeit bereits persönlich über den Angriff und die möglichen Folgen sowie die eingeleiteten Maßnahmen informiert worden oder werden dies, sobald der Zugriff auf die Systeme es wieder zulässt.

Aktuell kann die Kisters AG auch noch keinerlei Aussagen darüber treffen, welche Daten vom Angriff betroffen sind.

"Transparenz ist in dieser Situation für uns das wichtigste Gut. Wir werden unsere Kundinnen und Kunden klar und offen informieren, wenn wir wissen, um welche Daten es geht und wann wir wieder in den normalen Geschäftsbetrieb zurückkehren können", so der Geschäftsführer Klaus Kisters. Derzeit arbeiten alle Experten im Krisenmodus.

"Jetzt geht es für uns erstmal darum, schnell wieder auf allen Kanälen für unsere Kundinnen und Kunden erreichbar zu sein. Daran arbeiten wir mit Hochdruck", so Klaus Kisters weiter. "Im nächsten Schritt werden wir alles daransetzen, wieder arbeitsfähig zu sein und Erkenntnisse zu gewinnen, damit wir, aber auch andere Unternehmen sich in Zukunft noch besser schützen können."