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Peter Koller
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Dienstag, 19.10.2021, 10:07 Uhr
Klimaschutz
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Methanemissionen sind in Deutschland rückläufig
Die Methan-Emissionen sowohl in der EU wie auch in Deutschland sind seit dem Jahr 2000 deutlich rückläufig, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken.
Die Methanemissionen sind im EU-Rahmen von 497,16 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2000 auf 385,15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent im Jahr 2019 gesunken. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 19/32671) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.

Im gleichen Zeitraum sanken die Methanemissionen in Deutschland der Antwort zufolge von 88,39 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent auf 51,15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Für das Jahr 2020 wurde auf Basis vorläufiger Daten ein weiterer Rückgang auf 49,95 Millionen Tonnen erwartet. Das würde im Vergleich zum Ausgangsjahr 2000 einem prozentualen Rückgang von 43,5 % entsprechen.

Die Kontrolle von Methanemissionen der Erdgasinfrastruktur erfolge in Deutschland derzeit auf Basis des durch den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) erarbeiteten Regelwerks, teilt die Regierung mit. Zuständig für die Überwachung der Emissionen seien die Länder, heißt es in der Antwort.

Für das vierte Quartal 2021 habe die Europäische Kommission einen Legislativvorschlag zur Reduzierung von Methanemissionen im Energiebereich angekündigt, teilt die Regierung außerdem mit. Dieser solle die obligatorische Messung, Berichterstattung und Verifizierung aller energiebezogenen Methanemissionen etablieren, Abfackeln und Abblasen limitieren und eine Verpflichtung zur verbesserten Leck-Suche und -Reparatur in der gesamten Erdgasinfrastruktur einführen.