EDITORIAL:

Mehr Power fürs Dach


Dass der Ausbau der Windkraft schwächelt, ist mittlerweile bekannt. Aber auch bei der Photovoltaik gebe es Nachholbedarf, so die Meinung der Initiatoren der Petition „Sag JA zu Solar“. Auf der Internetseite openpetition.de können sich Unterstützer dazu eintragen. Vor allem die Dach-PV böte noch eine Menge Möglichkeiten, heißt es. Fünf Hemmnisse sind dabei aufgezählt, die aktuell den Ausbau der PV-Dachanlagen behindern würden.

Ins Leben gerufen wurde die Petition am 11. Juli, bis 14. Oktober ist die Seite noch freigeschaltet. Bislang haben sich mehr als 11000 Personen im Internet eingetragen. Die Unterlagen werden dann beim Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Und dann? Mal schauen. Übrigens: Initiiert wurde die Petition durch den Anbieter von PV-Anlagen und Stromspeicher Enerix. Ein Schelm, wer Böse dabei denkt.

Ein anderes Unternehmen will der Gemeinde Brunnthal, südlich von München, etwas Gutes tun. Der Berliner Energiedienstleister Shine will dort eine lokale Energie-Community als Dienstleistung erproben. Bürger der Gemeinde können in der Community ihren selbsterzeugten Überschussstrom mit anderen Mitgliedern teilen und erhalten im Gegenzug bei Bedarf selbst Strom aus der Community, teilte Shine mit. Der Dienstleister gehört zum Münchner Unternehmen Greencom Networks, an dem sich im Frühjahr dieses Jahres die Essener Innogy beteiligt hat.

Langfristig soll die Brunnthal-Energie-Community CO2-neutral versorgt werden, unabhängig von Strom von außerhalb und ein Modell für andere Energie-Communities in Europa sein, heißt es weiter. Dazu würden alle Produkte aus dem Leistungsspektrum der Greencom Networks AG eingesetzt. Auf ihrer Lösung "Energy Information Brokerage Platform" integriert Greencom dezentrale Energiegeräte wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Elektroautos oder Wärmepumpen. Auch hier gilt: Ein Schelm, wer Böse dabei denkt.

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Stefan Sagmeister
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