Contracting - Wärmecontracting



Unter Contracting versteht man die Energielieferung an Kunden durch einen Energiedienstleister. Das Wort leitet sich aus den Vertragswerk ab, das zur Lieferung nötig ist (contract = Vertrag): Der Contractor baut und betreibt die Energieanlage, er kauft dazu Brennstoffe ein und liefert dann Wärme, Dampf und Strom an einen oder mehrere Kunden. Dazu sind Verträge mit Banken, Anlagenlieferanten, Grundstückseigentümern und mit einem oder mehreren Kunden nötig.

Contracting-Modelle gibt es in jeder Größenordnung: vom Industriekraftwerk über Krankenhäuser und Schulen bis hin zum Miets- oder Einfamilienhaus (hier dann oft als Wärmelieferung oder Wärmecontracting). Gemeinsam ist den Modellen, dass der Kunde nicht in die Anlagen zur Energieversorgung investieren muss. Die Investition wird während der oft 10- bis 15-jährigen Laufzeit des Vertrages durch den Energiepreis zurückgezahlt.

Eine spezielle Form ist das Einsparcontracting; es kommt oft bei öffentliche Liegenschaften zum Einsatz. Hier verpflichtet sich der Contractor zu Investitionen in energieeffiziente Technik (meist Beleuchtung, Heizung, Klimatechnik, manchmal auch Wärmedämmung des Gebäudes), und dazu, den Energiebedarf um einen festgelegten Prozentsatz zu senken. Die Einsparung teilen sich Contractor und Kunde während der Vertragslaufzeit. Der Energiedienstleister deckt aus dem Energiepreis auch die Investition mit ab. Nach Vertragsende gehen die Energieanlagen meist in das Eigentum des Gebäudebesitzers über.


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