Offizielle PPA-Umfrage 2020
- "GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN - DAS EXKLUSIVE PPA-BAROMETER 2020 "

Das zweite gemeinsame PPA-Barometer von E&M und Enervis zeigt, dass Power Purchase Agreements hierzulande schneller als gedacht an Bedeutung für den Ökostromsektor gewinnen.

 

 

E&M PPA-UMFRAGE-BAROMETER 2020 - POWER PURCHASE AGREEMENTS UMFRAGE BAROMETER 2020

Dass direkte grüne Stromlieferverträge als neue Vertriebsvariante und gleichzeitig als Finanzierungsinstrument für neue regenerative Kraftwerke angekommen sind, zeigen die Ergebnisse des zweiten PPA-Barometers: Rund 55 % der über 40 Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, gaben an, bereits erste PPAs abgeschlossen zu haben. Vor einem Jahr, bei der Premiere des PPA-Barometers, lag dieser Anteil bei nur 39 %. „PPAs werden künftig neben der klassischen Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz die zweite Säule im regenerativen Sektor sein, um neue grüne Kraftwerke zu finanzieren“, bewertet E&M-Chefreporter Ralf Köpke die Ergebnisse.

Dass PPAs in der Tat „im Kommen“ sind, ist auch daran zu erkennen, dass bei dieser jüngsten Branchenerhebung im Vergleich zum Vorjahr gleich mehrere Stadtwerke teilgenommen haben – das Interesse an PPAs wächst in der gesamten Energiewirtschaft. „PPAs sind gekommen, um zu bleiben“, kommentiert Enervis-Fachmann Nicolai Herrmann diese Entwicklung. Auch die Tatsache, dass während der Corona-Pandemie die Börsenstrompreise gesunken und insbesondere die Marktwerte der Solarenergie sowie der Windkraft an Land und auf See vor allem im April massiv eingebrochen sind, bringt ihn nicht von seiner positiven Einschätzung ab: „Wir sehen derzeit eine gewisse Zurückhaltung bei Verhandlungen um neue PPAs, die sich mit einem Anstieg der Börsenpreise und Marktwerte wieder legen wird.“


 


„Ökostromförderung künftig sowohl durch das EEG als auch durch PPAs“

An diesem zweiten PPA-Barometer, das es wie die bekannten E&M-Umfragen zur Situation bei der Direktvermarktung regelmäßig geben wird, haben über 40 Unternehmen teilgenommen − wesentlich mehr als bei der ersten E&M-Markterhebung zum Thema Power Purchase Agreements, die Anfang 2019 mit 31 Rückmeldungen gestartet war. 

Drei wichtige Ergebnisse des aktuellen 2. PPA-Barometers:

• Bei den typischen Laufzeiten für die PPA-Vereinbarungen geht das Gros der diesjährigen Teilnehmer von Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren aus. Wesentlich länger laufende Verträge, wie sie beispielsweise in Skandinavien oder den USA nicht unüblich sind, werden den deutschen Strommarkt erwartungsgemäß weniger bestimmen. Eine mögliche Erklärung für diese Entwicklung: Hierzulande steigt das Interesse vor allem an solaren Merchant-PPAs, also an Kontrakten, bei denen ein Stromhändler den produzierten Ökostrom abnimmt. Nach vorliegenden Berechnungen von Enervis summiert sich die Leistung solcher solarer PPA-Projekte, die noch zum Teil im Bebauungsplanverfahren stecken, auf mittlerweile rund 2.700 MW.

• Dass es in nächster Zeit in der Tat vor allem PPAs für neue Solarparks geben wird, ist aus den vorliegenden Antworten klar herauszulesen: 95 % der Projektentwickler präferieren diesen Energieträger – und zwar aus Kostengründen. Solange die Ausschreibungen für die Windenergie an Land hierzulande unterzeichnet bleiben und potenzielle Betreiber mit einer Vergütung von rund acht Cent pro Kilowattstunde (inklusive des Ausgleichsfaktors für die Standortgüte) rechnen können, ist die Finanzierung neuer Windturbinen via eines PPAs – verständlicherweise – wirtschaftlich nicht attraktiv.

• Als größte Hindernisse für die Verbreitung von PPAs wurden Komplexität und Transaktionskosten von PPAs, das Ausfallrisiko des Vertragspartners sowie ungünstigere Finanzierungskonditionen durch Risiken genannt. Dies hat sich gegenüber unserer Umfrage aus dem vergangenen Jahr nicht verändert und ist ein Hinweis darauf, dass der deutsche PPA-Markt zum Beispiel in Bezug auf Standardisierung noch am Anfang steht.

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