Offizielle PPA-Umfrage 2019
- "Viel Traffic bei PPA bereits jetzt zu spüren"

Das erste gemeinsame PPA-Barometer von E&M und Enervis zeigt, dass Power Purchase Agreements schneller als gedacht hierzulande bedeutsam für den weiteren Ökostromausbau werden können.

 

 

E&M PPA-UMFRAGE-BAROMETER 2019

Meldungen wie diese wird es in der heimischen Energiewirtschaft künftig viel häufiger geben: In der zweiten Maiwoche verkündete Baywa Re Clean Energy Sourcing, der Grünstromzweig des Baywa-Konzerns aus München, für Juni den Baubeginn eines „förderfreien“ Solarparks rund 30 Kilometer östlich der vorpommerschen Hansestadt Stralsund. Wobei die Betonung auf „förderfrei“ lag: Denn für die Stromabnahme will Baywa Re ein Power Purchase Agreement (PPA) mit einem Industriepartner abschließen. Die entsprechenden Verhandlungen liefen bereits, heißt es.

Wenn in Energiekreisen derzeit ein Thema zunehmend an Bedeutung gewinnt, dann sind es solche PPA im Ökostrommarkt. Warum? Nach einer jüngsten Studie des Beratungsunternehmens Enervis Energy Advisors werden über PPA finanzierte Wind- und Solarprojekte bis 2020 lediglich 1 % der installierten grünen Kraftwerksleistung in Europa ausmachen. Doch die Quote soll bis Mitte der 2020er-Jahre sprunghaft ansteigen.

Für Anfang der 2030er-Jahre erwartet Enervis, dass der Zubau erneuerbarer Energien fast vollständig auf PPA-Basis erfolgt. Zehn Jahre später werde europaweit sogar die Hälfte aller installierten Wind- und Solarparks dank PPA-Verträgen in Betrieb sein − PPA sind dann das Standardinstrument für deren Finanzierung. Bislang erfolgte der Zubau fast ausschließlich über staatliche Förderregime.


 


„Power Purchase Agreements werden auch in Deutschland künftig ein wichtiger Treiber sein“

An diesem ersten PPA-Barometer, das es wie die bekannten E&M-Umfragen zur Situation bei der Direktvermarktung regelmäßig geben wird, haben bei der Premiere 31 Unternehmen teilgenommen − wesentlich mehr als bei der ersten E&M-Markterhebung zur Direktvermarktung, die Anfang 2013 mit 21 Rückmeldungen gestartet war. Einziger Wermutstropfen: Keine Rückmeldungen gab es von Großverbrauchern sowie Banken und Finanzierern, wichtigen Playern im PPA-Geschäft. Was möglicherweise einer gewissen Zurückhaltung bei dieser noch jungen Umfrage geschuldet ist.

  • Das wichtigste Ergebnis vorweg: Zwei Drittel aller Befragten gehen davon aus, dass bereits 2025 bis zu 50 % aller neuen Ökokraftwerke auf Basis von PPA finanziert werden. 15 % erwarten, dass es sogar mehr als die Hälfte sind.

  • Deshalb verwundert es nicht, dass mehr als die Hälfte der an der Umfrage beteiligten Unternehmen PPA als den zentralen Treiber für den weiteren Ökostromausbau in Deutschland im kommenden Jahrzehnt sehen. Die positivste Einschätzung gibt es dabei vonseiten der Projektentwickler. Allerdings halten 29 % der Teilnehmer eine solch positive Bewertung noch für zu früh. Und nicht übersehen werden darf, dass 18 % der Befragten PPA derzeit für überbewertet halten.

  • Diese Zurückhaltung dürfte auch mit zwei großen Hindernissen zusammenhängen, die eine Reihe von Marktakteuren bei der Umfrage genannt haben: das Ausfallrisiko des Vertragspartners sowie Marktrisiken, worunter die Entwicklung der Strom- und Ausgleichsenergiepreise fällt. Dass PPA hierzulande noch ein neues Instrument sind, zeigt auch die Tatsache, dass Komplexität und hohe Transaktionskosten bei den Vertragsabschlüssen sowie ungünstige Finanzierungskonditionen als weitere wichtige Hindernisse genannt wurden.

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